Fragil hat geschrieben: ↑Sonntag 3. August 2025, 17:40
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Ich glaube nicht, dass hier in einem Sterbehilfeforum überwiegend Menschen anzutreffen sind, die der Tod fasziniert - sondern, die ihn als letzten Ausweg sehen....
Hi Fragil,
das kann man so oder so sehen. Ich denke, viele Leute hier sind der Meinung, der Tod sei die Lösung für alle ihre Probleme. Also sind sie doch fasziniert von ihm! Das Wort "Faszination" muß ja nicht unbedingt nur positiv gewertet werden. Es gibt auch die Faszination des Bösen, des Grausamen, des Morbiden... Warum sollten sich sonst Krimis und Horror-Geschichten so großer Beliebtheit erfreuen?
Und wenn man den Tod als Option komplett ablehnt- ja, dann ist das hier wirklich nicht das richtige Forum. Denn zumindest
diskutieren muß man darüber können- und das setzt doch eine gewisse positive Grundeinstellung zum Tod voraus. Wenn ich den Tod kategorisch ablehne, dann muß ich mich ja auch nicht über ihn informieren, oder? Also es läuft ja nicht so, daß man sagt: "Ach, was soll ich mit meiner Zeit anfangen? Na geh ich halt ins Suizidforum. Mal sehen was da läuft!" Nein, die Leute wollen
Antworten. Und ich weiß, daß sich wirklich
einige in einer ziemlich auswegslosen Situation befinden, die scheinbar nur durch den Tod beendet werden kann. Da nützt es auch nichts mit "Positiv Denken"-Sprüchen um die Ecke zu kommen- diese Leute haben
ernsthafte Probleme. Aber ich finde mittlerweile, man sollte auch die "harten" Lösungen ansprechen, um die Leute möglichst vollständig zu informieren. Natürlich ist es schlecht, irgendwelche fragwürdigen Substanzen einzunehmen! Natürlich wünscht man sich, daß keiner einen Weg gehen muß, der ihm physisch zum Nachteil wird! Aber wenn sich doch die Alternativen rar machen, dann ist es glaube ich auch erlaubt, den "direkten Weg" nach oben zu beschreiben. Der ist immer sehr riskant, das wissen wir alle! Aber wegzusehen wäre für mich auch keine Option...
