Was kommt nach dem Tod?

Meinungs- und Erfahrungsaustausch zum Thema Suizid; Berichte über gescheiterte Suizidversuche; suizidales Verhalten; Leben mit Suizidgedanken; Hilfestellungen

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Starless Aeon
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitrag von Starless Aeon »

Peterchen hat geschrieben:Einige Fakten über die Welt sind inzwischen so gut belegt, dass sie wohl nicht mehr revidiert werden. Dazu gehört auch, dass unser Gehirn die Grundlage von allem ist, was man früher der Seele zugeschrieben hat.
... oder unser Gehirn ist nur ein Empfänger, der bestimmte limitierte Frequenzen eines universellen Bewusstseins aufnimmt und verarbeitet. Dann könnten wir aufgrund dieser Limitierung von unserer Seite aus gar nicht ermessen, was das Universum wirklich ist. Aber wir könnten uns weiter annähern. Überleg mal was in den letzten hundert Jahren alles entdeckt wurde. Und dann überlege dir, was in weiteren hundert, tausend, zehntausend Jahren alles entdeckt werden könnte. Ich sage nochmal: WAHRSCHEINLICH stimmt es ja, was du sagst, also dass das Gehirn die alleinige Quelle jedenfalls des individuellen Bewusstseins ist - aber ich wäre mir da nicht so sicher. Und das muss im Übrigen gar nicht mal unbedingt etwas positives sein. Wenn man bedenkt wie viele unglaubliche Formen des Leidens es auf dieser Ebene hier schon gibt, was könnte es da erst auf höheren Ebenen geben. Be careful what you wish for sagt man ja so schön...
Lovecraft hat geschrieben: ...im Grunde könnte man das Ganze noch weiter auf die Spitze treiben, indem man annimmt, daß die Welt samt allem darin enthaltenem und sämtlichen Naturgesetzen - gar nicht real sondern selbst eine Illusion ist...
Dazu sagt ja die sehr tiefgehende indische Philosophie, also Buddhismus, Hinduismus, Advaita Vedanta etc., dass alles was wir hier wahrnehmen Maya, also Illusion ist. Wir können die reale Natur des Universums gar nicht erkennen, solange wir einen Körper haben. Das deckt sich mit den moderneren Theorien über ein Bewusstseinsfeld, an das unser Gehirn angedockt wird, wie oben beschrieben. Wenn man mal einen Moment lang unsere materialistischen Vorstellungen beiseite lässt, ist das eigentlich gar nicht so unwahrscheinlich. Jedenfalls ist es bei weitem nicht so unvorstellbar und unwahrscheinlich, wie unsere Wissenschaft uns das glauben machen will. Dazu muss man übrigens auch gar nicht an Seelenwanderung und Reinkarnation glauben. Nach dem Tod des Körpers würde der Advaita Vedanta Philosophie zufolge folgendes passieren: Das individuelle, duale Bewusstsein - Atman - endet und geht über in das universelle, nonduale Bewusstsein - Brahman. Für mich ist diese Art der Betrachtung nach jahrelangem Studium entsprechender Schriften genau so glaubwürdig wie die materialistische Denkweise. Ich sage einfach, dass wir es nicht sicher wissen können, unser Wissen ist in diesen Dingen einfach begrenzt.
September
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitrag von September »

Camus sollte ich mal wieder lesen. Der hat zu diesen Themen auch ein paar kluge Worte verloren. Er hat quasi in Umkehrung der Religion den radikalen Glauben an das "Zu-Begreifende" gesetzt, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.
Lovecraft
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitrag von Lovecraft »

Starless Aeon hat geschrieben:
Peterchen hat geschrieben:Einige Fakten über die Welt sind inzwischen so gut belegt, dass sie wohl nicht mehr revidiert werden. Dazu gehört auch, dass unser Gehirn die Grundlage von allem ist, was man früher der Seele zugeschrieben hat.
... oder unser Gehirn ist nur ein Empfänger, der bestimmte limitierte Frequenzen eines universellen Bewusstseins aufnimmt und verarbeitet. Dann könnten wir aufgrund dieser Limitierung von unserer Seite aus gar nicht ermessen, was das Universum wirklich ist. Aber wir könnten uns weiter annähern. Überleg mal was in den letzten hundert Jahren alles entdeckt wurde. Und dann überlege dir, was in weiteren hundert, tausend, zehntausend Jahren alles entdeckt werden könnte. Ich sage nochmal: WAHRSCHEINLICH stimmt es ja, was du sagst, also dass das Gehirn die alleinige Quelle jedenfalls des individuellen Bewusstseins ist - aber ich wäre mir da nicht so sicher. Und das muss im Übrigen gar nicht mal unbedingt etwas positives sein. Wenn man bedenkt wie viele unglaubliche Formen des Leidens es auf dieser Ebene hier schon gibt, was könnte es da erst auf höheren Ebenen geben. Be careful what you wish for sagt man ja so schön...
Lovecraft hat geschrieben: ...im Grunde könnte man das Ganze noch weiter auf die Spitze treiben, indem man annimmt, daß die Welt samt allem darin enthaltenem und sämtlichen Naturgesetzen - gar nicht real sondern selbst eine Illusion ist...
Dazu sagt ja die sehr tiefgehende indische Philosophie, also Buddhismus, Hinduismus, Advaita Vedanta etc., dass alles was wir hier wahrnehmen Maya, also Illusion ist. Wir können die reale Natur des Universums gar nicht erkennen, solange wir einen Körper haben. Das deckt sich mit den moderneren Theorien über ein Bewusstseinsfeld, an das unser Gehirn angedockt wird, wie oben beschrieben. Wenn man mal einen Moment lang unsere materialistischen Vorstellungen beiseite lässt, ist das eigentlich gar nicht so unwahrscheinlich. Jedenfalls ist es bei weitem nicht so unvorstellbar und unwahrscheinlich, wie unsere Wissenschaft uns das glauben machen will. Dazu muss man übrigens auch gar nicht an Seelenwanderung und Reinkarnation glauben. Nach dem Tod des Körpers würde der Advaita Vedanta Philosophie zufolge folgendes passieren: Das individuelle, duale Bewusstsein - Atman - endet und geht über in das universelle, nonduale Bewusstsein - Brahman. Für mich ist diese Art der Betrachtung nach jahrelangem Studium entsprechender Schriften genau so glaubwürdig wie die materialistische Denkweise. Ich sage einfach, dass wir es nicht sicher wissen können, unser Wissen ist in diesen Dingen einfach begrenzt.
...mir fällt dabei gerade dieser Film "Event Horizon" wieder ein, wo es um ein solches "höheres" Universum geht, in das die Protagonisten hineingezogen werden...und das ist bestimmt nicht das, was man sich als "Leben nach dem Tod" erhoffen könnte...nur werde ich meine Entscheidung gegen dieses Leben und den Entschluß, dieses zu beenden nicht von solchen Überlegungen abhängig machen...unser Wissen über das Universum mag noch immer sehr unvollkommen sein, mit Sicherheit gibt es auf anderen Welten, in anderen Milchstraßen oder gar anderen Universen - viele unbekannte Wesen, mit weit größerem Wissen und ungleich größerer Macht als wir sie haben - aber Fakt ist, nach dem gegenwärtigen Stand unseres Wissens - und sei dieses auch durchaus lückenhaft...die wahrscheinlichste Möglichkeit die ist, daß ganz einfach "die Lichter ausgehen" wenn man den Stecker zieht - genau wie bei einer Lampe...

...ich sehe bis jetzt auch in keiner religiösen Überlieferung der Menschheitsgeschichte, nicht nur in der christlichen, auch in jenen "östlichen" Religionen Buddhismus und Hinduismus - mögen sie ansonsten durchaus auch ein paar gute Weisheiten enthalten, nirgends einen Anhaltspunkt dafür, daß es sich dabei um etwas anderes handelt als um Resultate menschlicher Gedanken und menschlicher Überlegungen, erdacht von fehlbaren und sterblichen menschlichen Gehirnen...
Starless Aeon
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitrag von Starless Aeon »

Lovecraft hat geschrieben:...ich sehe bis jetzt auch in keiner religiösen Überlieferung der Menschheitsgeschichte, nicht nur in der christlichen, auch in jenen "östlichen" Religionen Buddhismus und Hinduismus - mögen sie ansonsten durchaus auch ein paar gute Weisheiten enthalten, nirgends einen Anhaltspunkt dafür, daß es sich dabei um etwas anderes handelt als um Resultate menschlicher Gedanken und menschlicher Überlegungen...
... du vergisst dabei den Aspekt der Meditation und der Kontemplation. Insbesondere Meditation ist etwas ganz anderes als Gedanken und Überlegungen. Es ist eben gerade ein Zustand der Versenkung, in dem Gedanken und Überlegungen ausgeschaltet werden sollen. Ich selbst habe da bisher nur an der Oberfläche gekratzt, aber es ist schon erstaunlich was auch nur zwei Stunden totale Ruhe bei geschlossenen Augen mit einem machen können. Und dann muss man sich vorstellen, dass zum Beispiel Zen-Mönche zehn Stunden oder auch mehr pro Tag meditieren, und das täglich. Zweifelsfrei kann man da in Bewusstseinszustände eintauchen, die dem normalen Alltagsbewusstsein entzogen sind.
Lovecraft
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitrag von Lovecraft »

Starless Aeon hat geschrieben:
Lovecraft hat geschrieben:...ich sehe bis jetzt auch in keiner religiösen Überlieferung der Menschheitsgeschichte, nicht nur in der christlichen, auch in jenen "östlichen" Religionen Buddhismus und Hinduismus - mögen sie ansonsten durchaus auch ein paar gute Weisheiten enthalten, nirgends einen Anhaltspunkt dafür, daß es sich dabei um etwas anderes handelt als um Resultate menschlicher Gedanken und menschlicher Überlegungen...
... du vergisst dabei den Aspekt der Meditation und der Kontemplation. Insbesondere Meditation ist etwas ganz anderes als Gedanken und Überlegungen. Es ist eben gerade ein Zustand der Versenkung, in dem Gedanken und Überlegungen ausgeschaltet werden sollen. Ich selbst habe da bisher nur an der Oberfläche gekratzt, aber es ist schon erstaunlich was auch nur zwei Stunden totale Ruhe bei geschlossenen Augen mit einem machen können. Und dann muss man sich vorstellen, dass zum Beispiel Zen-Mönche zehn Stunden oder auch mehr pro Tag meditieren, und das täglich. Zweifelsfrei kann man da in Bewusstseinszustände eintauchen, die dem normalen Alltagsbewusstsein entzogen sind.
...nur beweist das eben nicht, daß eine Meditation - auch wenn du sie für eine ganze Woche lang beibehalten könntest - irgendetwas anderes zutage fördert als deine eigenen - verborgenen - Gedanken...also etwas aus dem Unbewußten, wie C.G. Jung und Freud das früher genannt haben...und wie immer es sich heute nennt, es läuft auf dasselbe hinaus...das Entscheidende dabei, die Möglichkeit, daß du durch Meditation Kontakt zu irgendeinem "fremden" Geist/Bewußtsein erlangen kannst - halte ich für reine Spekulation...

...dennoch möchte ich die Möglichkeit, daß in der Vergangenheit irgendwelche Aliens in Menschengestalt unter uns gewandelt sind - und es vielleicht noch immer tun, nicht gänzlich ausschließen - es gab zu allen Zeiten und in allen Kulturkreisen Schamanen, "Weise" und Mystiker, die behaupteten, eben genau das zu können: durch Meditation Kontakt zur Sphäre der Geister oder Götter aufnehmen zu können...man muß dafür gar nicht bis nach Indien gehen...es gab sie auch in Europa, im Mittelalter und auch schon davor zur Zeit der Römer und der Griechen...

...so z.B.der römische Philosoph Apollonius von Tyana, der um 100 nach Chr. gelebt haben soll, und über den sich - ähnlich wie über den Jesus der Bibel - zahlreiche Legenden über vermeintliche "Wunder" gebildet haben, die er angeblich vollbracht hat - einer der erstaunlichsten Fälle soll sich am Hofe des Kaisers Domitian zugetragen haben:

"So wurde Apollonius während Domitians Herrschaft "unrömischer" Handlungen bezichtigt. Beim Prozeß sah Apollonius den Kaiser, den er als Jungen gekannt hatte, voller Verachtung an. Schließlich trat er vor den römischen Kaiser hin, zog seine Toga fest um sich und sagte: "Du kannst meinen Körper zurückhalten, aber nicht meine Seele, und ich möchte hinzufügen, nicht einmal meinen Körper" Und dann verschwand er in einem Aufblitzen von Licht, das Hunderte im Gerichtssaal sahen"

(Schneider, Adolf: Besucher aus dem All, S. 326)

Nur - womit haben wir es hier zu tun...? mit einem simplen Zaubertrick eines antiken Harry Houdini gewissermaßen..? Der bei seinen Vorstellungen ja auch Gegenstände und Personen - einschließlich seiner selbst - scheinbar spurlos verschwinden lassen konnte...? Oder mit einer Art von "Superwesen", ähnlich den Organiern oder "Q" aus den Star Trek Filmen, körperlosen Energiewesen, die an beliebigen Orten erscheinen und wieder verschwinden -und an mehren Orten gleichzeitig sein können, mit Macht über Raum und Zeit...?
Peterchen
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitrag von Peterchen »

Lovecraft hat geschrieben:
...so z.B.der römische Philosoph Apollonius von Tyana, der um 100 nach Chr. gelebt haben soll, und über den sich - ähnlich wie über den Jesus der Bibel - zahlreiche Legenden über vermeintliche "Wunder" gebildet haben, die er angeblich vollbracht hat - einer der erstaunlichsten Fälle soll sich am Hofe des Kaisers Domitian zugetragen haben:

"So wurde Apollonius während Domitians Herrschaft "unrömischer" Handlungen bezichtigt. Beim Prozeß sah Apollonius den Kaiser, den er als Jungen gekannt hatte, voller Verachtung an. Schließlich trat er vor den römischen Kaiser hin, zog seine Toga fest um sich und sagte: "Du kannst meinen Körper zurückhalten, aber nicht meine Seele, und ich möchte hinzufügen, nicht einmal meinen Körper" Und dann verschwand er in einem Aufblitzen von Licht, das Hunderte im Gerichtssaal sahen"

(Schneider, Adolf: Besucher aus dem All, S. 326)

Nur - womit haben wir es hier zu tun...? mit einem simplen Zaubertrick eines antiken Harry Houdini gewissermaßen..? Der bei seinen Vorstellungen ja auch Gegenstände und Personen - einschließlich seiner selbst - scheinbar spurlos verschwinden lassen konnte...? Oder mit einer Art von "Superwesen", ähnlich den Organiern oder "Q" aus den Star Trek Filmen, körperlosen Energiewesen, die an beliebigen Orten erscheinen und wieder verschwinden -und an mehren Orten gleichzeitig sein können, mit Macht über Raum und Zeit...?
Wie bei der Auferstehung Jesu ist die beste Erklärung, dass es sich nicht mal um einen Zaubertrick handelt, sondern um nachträgliche Mythenbildung.
Starless Aeon hat geschrieben:
... oder unser Gehirn ist nur ein Empfänger, der bestimmte limitierte Frequenzen eines universellen Bewusstseins aufnimmt und verarbeitet.
Wäre das Gehirn ein Empfänger, dann dürfte die Psyche sich durch eine Krankheit wie Alzheimer nicht verändern. Ein Abbau des Gehirns würde sich in diesem Fall nur wie eine motorische Störung auswirken, weil der "Geist" ja nicht in Mitleidenschaft gezogen würde. Ähnlich wie eine defekte Satellitenschüssel das Fernsehprogramm nicht verändert, sondern nur den Empfang beeinträchtigt. Es wäre seltsam, wenn deine Satellitenschüssel kaputt geht und auf einmal die Dialoge deiner Lieblingsserie niveauloser sind oder die Leistung der Schauspieler nachlässt.

Genauso wenig kann eine "Antennentheorie" des Gehirns erklären, wieso Gehirnschäden dazu führen, dass die Persönlichkeit, das Gefühlsleben oder die Kognition eines Menschen sich verändert. Die Annahme, dass Gefühle und Gedanken Gehirnprozesse sind, kann das aber sehr gut erklären.
Starless Aeon
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitrag von Starless Aeon »

Lovecraft hat geschrieben: ...nur beweist das eben nicht, daß eine Meditation - auch wenn du sie für eine ganze Woche lang beibehalten könntest - irgendetwas anderes zutage fördert als deine eigenen - verborgenen - Gedanken...also etwas aus dem Unbewußten, wie C.G. Jung und Freud das früher genannt haben...und wie immer es sich heute nennt, es läuft auf dasselbe hinaus...das Entscheidende dabei, die Möglichkeit, daß du durch Meditation Kontakt zu irgendeinem "fremden" Geist/Bewußtsein erlangen kannst - halte ich für reine Spekulation...
Du hast da, glaube ich zumindest, etwas grundsätzlich falsch verstanden. Es geht bei der spirituellen Versenkung - jedenfalls bei der Variante davon, die ich meine - nicht um die Kontaktaufnahme mit einem fremden" Geist/Bewußtsein wie du das genannt hast. Das setzt ja weiterhin eine Dualität voraus. Die Philosophie der Nondualität - also insbesondere die Advaita Vedanta Schule aber auch Zweige des Buddhismus und Hinduismus - sehen es ja gerade so, dass das kosmische Bewusstsein - Brahman - das einzige ist, was wirklich real ist. In der Sprache der westlichen Philosophie würde man sagen: Bewusstsein ist das Ding an sich. Es gibt also nur Bewusstsein. Was der einzelne Bewusstseinsapparat - Atman - also tut in der Versenkung ist, dass er seine wahre Identität als Brahman erkennt. Sorry, falls das alles abgehoben klingt, ich habe keine Ahnung wie weit verbreitet diese Themen sind. Aber es geht in der Spiritualität eigentlich nie darum Kontakt zu irgendwas aufzunehmen, sondern die eigene Identität mit dem Universum zu erkennen. Aber ich gebe natürlich zu: Ich selber habe diese Erfahrung nicht, nicht mal ansatzweise, ich habe nur davon gelesen und gehört. Insofern sind Zweifel immer angebracht. Ich wollte nur damit sagen, dass ich persönlich diese Weltanschauung genau so glaubhaft finde wie die materialistische Weltsicht. Es gibt keine Beweise dafür, aber auch keine dagegen.
danka
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitrag von danka »

Peterchen hat geschrieben:
Lovecraft hat geschrieben:
...so z.B.der römische Philosoph Apollonius von Tyana, der um 100 nach Chr. gelebt haben soll, und über den sich - ähnlich wie über den Jesus der Bibel - zahlreiche Legenden über vermeintliche "Wunder" gebildet haben, die er angeblich vollbracht hat - einer der erstaunlichsten Fälle soll sich am Hofe des Kaisers Domitian zugetragen haben:

"So wurde Apollonius während Domitians Herrschaft "unrömischer" Handlungen bezichtigt. Beim Prozeß sah Apollonius den Kaiser, den er als Jungen gekannt hatte, voller Verachtung an. Schließlich trat er vor den römischen Kaiser hin, zog seine Toga fest um sich und sagte: "Du kannst meinen Körper zurückhalten, aber nicht meine Seele, und ich möchte hinzufügen, nicht einmal meinen Körper" Und dann verschwand er in einem Aufblitzen von Licht, das Hunderte im Gerichtssaal sahen"

(Schneider, Adolf: Besucher aus dem All, S. 326)

Nur - womit haben wir es hier zu tun...? mit einem simplen Zaubertrick eines antiken Harry Houdini gewissermaßen..? Der bei seinen Vorstellungen ja auch Gegenstände und Personen - einschließlich seiner selbst - scheinbar spurlos verschwinden lassen konnte...? Oder mit einer Art von "Superwesen", ähnlich den Organiern oder "Q" aus den Star Trek Filmen, körperlosen Energiewesen, die an beliebigen Orten erscheinen und wieder verschwinden -und an mehren Orten gleichzeitig sein können, mit Macht über Raum und Zeit...?
Wie bei der Auferstehung Jesu ist die beste Erklärung, dass es sich nicht mal um einen Zaubertrick handelt, sondern um nachträgliche Mythenbildung.
Starless Aeon hat geschrieben:
... oder unser Gehirn ist nur ein Empfänger, der bestimmte limitierte Frequenzen eines universellen Bewusstseins aufnimmt und verarbeitet.
Wäre das Gehirn ein Empfänger, dann dürfte die Psyche sich durch eine Krankheit wie Alzheimer nicht verändern. Ein Abbau des Gehirns würde sich in diesem Fall nur wie eine motorische Störung auswirken, weil der "Geist" ja nicht in Mitleidenschaft gezogen würde. Ähnlich wie eine defekte Satellitenschüssel das Fernsehprogramm nicht verändert, sondern nur den Empfang beeinträchtigt. Es wäre seltsam, wenn deine Satellitenschüssel kaputt geht und auf einmal die Dialoge deiner Lieblingsserie niveauloser sind oder die Leistung der Schauspieler nachlässt.

Genauso wenig kann eine "Antennentheorie" des Gehirns erklären, wieso Gehirnschäden dazu führen, dass die Persönlichkeit, das Gefühlsleben oder die Kognition eines Menschen sich verändert. Die Annahme, dass Gefühle und Gedanken Gehirnprozesse sind, kann das aber sehr gut erklären.
Ganz genau, die defekte Schüssel verändert das Programm (Bewusstsein) nicht, das bleibt im Hintergrund so wie es ist. Es verursacht aber Bildstörungen.
Starless Aeon
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitrag von Starless Aeon »

Peterchen hat geschrieben: Wäre das Gehirn ein Empfänger, dann dürfte die Psyche sich durch eine Krankheit wie Alzheimer nicht verändern. Ein Abbau des Gehirns würde sich in diesem Fall nur wie eine motorische Störung auswirken, weil der "Geist" ja nicht in Mitleidenschaft gezogen würde. Ähnlich wie eine defekte Satellitenschüssel das Fernsehprogramm nicht verändert, sondern nur den Empfang beeinträchtigt. Es wäre seltsam, wenn deine Satellitenschüssel kaputt geht und auf einmal die Dialoge deiner Lieblingsserie niveauloser sind oder die Leistung der Schauspieler nachlässt.

Genauso wenig kann eine "Antennentheorie" des Gehirns erklären, wieso Gehirnschäden dazu führen, dass die Persönlichkeit, das Gefühlsleben oder die Kognition eines Menschen sich verändert. Die Annahme, dass Gefühle und Gedanken Gehirnprozesse sind, kann das aber sehr gut erklären.
Ich finde das nicht besonders überzeugend. Wenn das Gehirn ein Bewusstseins-Empfänger ist und dieser beschädigt wird, dann werden die Bewusstseins-Signale fehlerhaft verarbeitet und können sehr wohl zu Verhaltensänderungen führen. Du kannst ja einen Fernseher nicht mit einem Menschen vergleichen.
Lovecraft
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitrag von Lovecraft »

Starless Aeon hat geschrieben:
Peterchen hat geschrieben: Wäre das Gehirn ein Empfänger, dann dürfte die Psyche sich durch eine Krankheit wie Alzheimer nicht verändern. Ein Abbau des Gehirns würde sich in diesem Fall nur wie eine motorische Störung auswirken, weil der "Geist" ja nicht in Mitleidenschaft gezogen würde. Ähnlich wie eine defekte Satellitenschüssel das Fernsehprogramm nicht verändert, sondern nur den Empfang beeinträchtigt. Es wäre seltsam, wenn deine Satellitenschüssel kaputt geht und auf einmal die Dialoge deiner Lieblingsserie niveauloser sind oder die Leistung der Schauspieler nachlässt.

Genauso wenig kann eine "Antennentheorie" des Gehirns erklären, wieso Gehirnschäden dazu führen, dass die Persönlichkeit, das Gefühlsleben oder die Kognition eines Menschen sich verändert. Die Annahme, dass Gefühle und Gedanken Gehirnprozesse sind, kann das aber sehr gut erklären.
Ich finde das nicht besonders überzeugend. Wenn das Gehirn ein Bewusstseins-Empfänger ist und dieser beschädigt wird, dann werden die Bewusstseins-Signale fehlerhaft verarbeitet und können sehr wohl zu Verhaltensänderungen führen. Du kannst ja einen Fernseher nicht mit einem Menschen vergleichen.
...wenn ich aber nur ein Golem, eine Marionette, also eine Form ohne Inhalt, ohne eigenes Bewußtsein bin, das nur Signale eines fremden Bewußtseins empfängt und verarbeitet - wer -oder was - ist dann der "Sender"...? und wie, bzw. womit, analog zu den Funkwellen, bzw. elektrischen Signalen des Fernsehsenders - wird die "Sendung" übertragen...? dafür müßte es dann doch irgendwelche Hinweise geben - und was soll das Ganze, zu welchem Zweck geschieht es...? wenn man diese Idee bis zum logischen Ende weiterverfolgt, dann kommt man zu dem Ergebnis daß das ganze Affentheater hier noch sinnloser wäre als ohnehin schon...warum sollte sich jemand überhaupt die Mühe machen, eine solch unermeßliche Zahl von Marionetten hier herumtanzen zu lassen, nur um sie dann irgendwann "abzuschalten" und durch andere Marionetten zu ersetzen...? Das ergibt einfach keinen Sinn, sogar noch weniger als eine Welt, in der das Bewußtsein allein im Gehirn jedes Einzelnen existiert...
Peterchen
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitrag von Peterchen »

Starless Aeon hat geschrieben:
Ich finde das nicht besonders überzeugend. Wenn das Gehirn ein Bewusstseins-Empfänger ist und dieser beschädigt wird, dann werden die Bewusstseins-Signale fehlerhaft verarbeitet und können sehr wohl zu Verhaltensänderungen führen.
Das ergibt keinen Sinn. Wie gesagt: Würden Gedanken und Gefühle nicht im Gehirn, sondern in einer unkörperlichen Seele stattfinden, dann dürfte ein Hirnschaden keine Veränderung der Persönlichkeit bewirken. Die Gedanken und Gefühle wären immer noch dieselben und nur die Kontrolle des Körpers durch die Seele wäre beeinträchtigt.

In Wirklichkeit kann ein Hirnschaden die Persönlichkeit eines Menschen grundlegend verändern. Durch ein Frontalhirnsyndrom kann zum Beispiel aus einer freundlichen Person ein wütender Soziopath werden.

Oder nehmen wir einen Alzheimerpatienten, der auf das Niveau eines Kleinkindes zurückfällt. Glaubst du, dass dieser Patient in seinem "Geist" immer noch ein intelligenter Mensch ist, der sich vielleicht gerade mit Quantenphysik beschäftigt und nur durch die gestörte Signalübertragung zum Körper wie ein Kleinkind äußert?

Selbst die Wirkung von Drogen kann mit der Antennentheorie des Gehirns nicht erklärt werden. Warum hat ein Mensch, der MDMA nimmt, für ein paar Stunden vollkommen andere Gefühle? Emotionen sind nach dualistischer Auffassung ein seelischer Zustand. Warum ändert sich der Zustand der Seele, wenn mein Gehirn mit einer Chemikalie in Kontakt kommt?
Starless Aeon
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitrag von Starless Aeon »

Peterchen hat geschrieben: Das ergibt keinen Sinn. Wie gesagt: Würden Gedanken und Gefühle nicht im Gehirn, sondern in einer unkörperlichen Seele stattfinden, dann dürfte ein Hirnschaden keine Veränderung der Persönlichkeit bewirken. Die Gedanken und Gefühle wären immer noch dieselben und nur die Kontrolle des Körpers durch die Seele wäre beeinträchtigt.

In Wirklichkeit kann ein Hirnschaden die Persönlichkeit eines Menschen grundlegend verändern. Durch ein Frontalhirnsyndrom kann zum Beispiel aus einer freundlichen Person ein wütender Soziopath werden.

Oder nehmen wir einen Alzheimerpatienten, der auf das Niveau eines Kleinkindes zurückfällt. Glaubst du, dass dieser Patient in seinem "Geist" immer noch ein intelligenter Mensch ist, der sich vielleicht gerade mit Quantenphysik beschäftigt und nur durch die gestörte Signalübertragung zum Körper wie ein Kleinkind äußert?

Selbst die Wirkung von Drogen kann mit der Antennentheorie des Gehirns nicht erklärt werden. Warum hat ein Mensch, der MDMA nimmt, für ein paar Stunden vollkommen andere Gefühle? Emotionen sind nach dualistischer Auffassung ein seelischer Zustand. Warum ändert sich der Zustand der Seele, wenn mein Gehirn mit einer Chemikalie in Kontakt kommt?
Also ich verstehe diese Theorie so, dass man zunächst mal die These akzeptieren muss, dass Bewusstsein ein kosmisches Phänomen ist, oder selbst das ist noch zu wenig, der Kosmos IST Bewusstsein. Es ist sozusagen die materialistische Theorie auf den Kopf gestellt. Im Materialismus wird davon ausgegangen, dass zuerst die Materie da war und aus dieser dann nach Milliarden Jahren in Gehirnen das Bewusstsein entstanden ist. Die andere Theorie ist genau umgekehrt. Bewusstsein ist ewig, gab es also schon vor dem Urknall. Und zwar nicht irgendwo, sondern ÜBERALL. In der Sprache der alten westlichen Philosophie: Bewusstsein ist das Ding an sich.

Zugegeben: Das ist aus unserer Sicht einen abenteuerliche Hyphothese, um es mal noch harmlos zu formulieren. Aber wenn man sie einfach mal einen Augenblick annimmt, dann macht die Gehirn als Empfänger Theorie schon Sinn. Das kosmische Bewusstsein ist nondual, weil es alles beinhaltet, was es gibt. Wenn nun aber in der materiellen Welt sich ein Gehirn bildet, dann kann dieses Gehirn bestimmte, sehr stark eingeschränkte Signale von diesem Bewusstsein empfangen. Das wäre dann das Bewusstsein der Tiere. Was beim Menschen zusätzlich noch passiert ist, ist, dass das Bewusstsein im Gehirn eine Art Rückkopplung erreicht hat - so entsteht dann Selbst-Bewusstsein, also duales Bewusstsein. Und wenn man sich jetzt vorstellt, dass so ein Empfänger-Gehirn beschädigt wird, dann werden die Signale des universellen nondualen Bewusstseins auf der dualen Ebene nicht mehr richtig verarbeitet und führen auch zu Verhaltensänderungen.

Ich behaupte im Übrigen nicht, dass das alles so stimmt, ich gebe nur die Theorie wider, wie ich sie verstanden habe. Unmöglich scheint es mir aber nicht.
Lovecraft hat geschrieben:...wenn man diese Idee bis zum logischen Ende weiterverfolgt, dann kommt man zu dem Ergebnis daß das ganze Affentheater hier noch sinnloser wäre als ohnehin schon...warum sollte sich jemand überhaupt die Mühe machen, eine solch unermeßliche Zahl von Marionetten hier herumtanzen zu lassen, nur um sie dann irgendwann "abzuschalten" und durch andere Marionetten zu ersetzen...? Das ergibt einfach keinen Sinn, sogar noch weniger als eine Welt, in der das Bewußtsein allein im Gehirn jedes Einzelnen existiert...
Ich behaupte überhaupt nicht, dass sich dadurch irgend etwas an unserer Situation bessern würde. Ausser wenn es jemanden beruhigt, dass es nach dem Tod weiter geht, wenn auch auf der nondualen Ebene, die nichts mit dieser hier gemeinsam hat. Aber diese Welt bleibt der Tummelplatz des Leidens, der sie ist, ob nun materialistisch oder idealistisch erklärt.
Lovecraft
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitrag von Lovecraft »

O.K., nehmen wir einmal an, ein solches "kosmisches Bewußtsein" existiert tatsächlich, und unser Gehirn ist irgendwie daran gekoppelt, so daß es dessen "Signale" empfangen kann, dann müßten paranormale Phänomene wie z.B. Hellsehen, Telepathie und Gedankenübertragung - ebenfalls möglich sein - und man könnte erwarten, daß sie auch tatsächlich auftreten...

...nur ist davon nichts zu erkennen, auch wenn in Einzelfällen schon davon berichtet wurde...mit dieser Theorie wären solche "paranormalen" Bewußtseinszustände, so es sie denn gibt, nämlich viel einfacher zu erklären als mit der herkömmlichen Vorstellung, wonach das Bewußtsein eine isolierte und ausschließlich individuelle biologische Funktion des Gehirns ist - nur müßten sie dann wesentlich häufiger auftreten, also praktisch jeder Mensch zur Telepathie fähig sein - was aber offenkundig nicht der Fall ist....
Verloren
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitrag von Verloren »

Kommt noch etwas nach dem Tod? Die plausibelste und naheliegendste Antwort darauf ist, nein. Der Mensch ist sein Körper, insbesondere sein Gehirn. Tot sein wäre dann so wie ein ewiger traumloser Schlaf, ein ewiges Koma, der Zustand vor der Geburt, … .

Und dennoch lässt mich das Rätsel des Bewusstseins spekulieren, ob doch noch etwas kommen könnte.
Meiner Meinung nach wissen wir nämlich nur, dass es so etwas wie Bewusstsein gibt, weil wir eins haben. Die Wissenschaft kann bisher nicht wirklich erklären, warum Bewusstsein existiert. Es heißt dann vielleicht, dass ein komplexes Zusammenspiel der Neuronen dieses erzeugen würde.
Manche gehen davon aus, dass das Bewusstsein nur eine Halluzination/Illusion ist.
https://www.youtube.com/watch?v=lyu7v7nWzfo

Es kann aber höchstens erforscht werden, was für ein menschliches Bewusstsein notwendig ist und nicht warum dieses überhaupt existiert. Wären wir überhaupt imstande nicht menschliches Bewusstsein zu erkennen, z.B. bei Maschinen oder Tieren?

Ich interpretiere die Idee, dass eine Form von Bewusstsein überall ist, etwas anders. Das Gehirn wäre somit notwendig, aber nicht hinreichend für das menschliche Ich-Empfinden. Unser Ich-Empfinden würde erst aus der Kombination von Gehirn und diesem allgegenwärtigen Bewusstsein entstehen. Mir gefällt diese Idee, auch wenn ich sie für nicht so wahrscheinlich halte.

Vielleicht ist das Bewusstsein nur eine Halluzination/Illusion. Manche meinen, dass auch der freie Wille nur eine Illusion wäre. Aber selbst wenn es so wäre, wären das nicht gute Illusionen. Braucht man nicht sogar Halluzinationen/Illusionen um das Leben wirklich spüren zu können?
In diesem Sinne finde ich die Frage interessant, was man sich für nach dem Tod wünscht.
Starless Aeon
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitrag von Starless Aeon »

Lovecraft hat geschrieben:O.K., nehmen wir einmal an, ein solches "kosmisches Bewußtsein" existiert tatsächlich, und unser Gehirn ist irgendwie daran gekoppelt, so daß es dessen "Signale" empfangen kann, dann müßten paranormale Phänomene wie z.B. Hellsehen, Telepathie und Gedankenübertragung - ebenfalls möglich sein - und man könnte erwarten, daß sie auch tatsächlich auftreten...

...nur ist davon nichts zu erkennen, auch wenn in Einzelfällen schon davon berichtet wurde...mit dieser Theorie wären solche "paranormalen" Bewußtseinszustände, so es sie denn gibt, nämlich viel einfacher zu erklären als mit der herkömmlichen Vorstellung, wonach das Bewußtsein eine isolierte und ausschließlich individuelle biologische Funktion des Gehirns ist - nur müßten sie dann wesentlich häufiger auftreten, also praktisch jeder Mensch zur Telepathie fähig sein - was aber offenkundig nicht der Fall ist....
Diese Phänomene müssten nicht zwangsläufig weit verbreitet sein, wenn die Theorie des kosmischen Bewusstseins korrekt ist. Es könnte ja dennoch alles so angelegt sein, dass so etwas unmöglich ist. Aber wahrscheinlicher und leichter zu erklären wäre es schon. Es gibt ja durchaus Hinweise auf solche Phänomene, warum sie so selten sind, weis ich nicht.
Verloren hat geschrieben:Kommt noch etwas nach dem Tod? Die plausibelste und naheliegendste Antwort darauf ist, nein. Der Mensch ist sein Körper, insbesondere sein Gehirn. Tot sein wäre dann so wie ein ewiger traumloser Schlaf, ein ewiges Koma, der Zustand vor der Geburt, … .
... also ein Nicht-Zustand und daher gar nicht der Rede wert. Das Nichts existiert nicht.
Verloren hat geschrieben: Manche gehen davon aus, dass das Bewusstsein nur eine Halluzination/Illusion ist.
Und das ist allerdings unsinnig. Wenn es irgend etwas gibt, überhaupt irgend etwas, was zweifelsfrei existiert, dann ist es Bewusstsein. Alles andere hingegen könnte eine Illusion sein.
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