Benedikt66 hat geschrieben: ↑Dienstag 12. Mai 2026, 23:52
1. Lieber Joe, hab Dank für die lieben Worte aber Du täuscht Dich , mein Kopf ist fest entschlossen zu gehen.
2. Allein das Herz hängt noch am Leben Meine Ängste Nöte und Sorgen sind übergroß und erschlagen mich Diese Morgenangst und Panik ist dabei das Schlimmste Ich will das nicht mehr erleben müssen
3. Dazu bin ich ganz einsam. Ich kann keine Bücher lesen und mich sonst wie ablenken
4. Alles Denken kreist um den Suizid.. Es tut mir leid aber Du wirst es nicht schaffen mich umzustimmen
5. Ich sehe in diesem Leben keinen Sinn mehr.
Oh Benedikt,
da müssen wir ja
dicke Bretter bohren. Ich versuche Dir gerne zu helfen, aber ich kann natürlich auch nur sagen, wie ich handeln würde.
1. Das darfst Du ja auch. Niemand kann Dich für Deinen Entschluß kritisieren. Das ist ja schließlich wie ein sicherer Anker: "Wenn nichts mehr hilft, dann gibt es ja noch den Suizid!"
Aber man muß ihn nicht in die Tat umsetzen. Niemand kann Dich zwingen, Dir das Leben zu nehmen, aber niemand kann Dich auch zwingen, zu bleiben- außer Gott. Der bestimmt unser Schicksal und wie lange wir noch auf dieser Welt bleiben müssen.
Vielleicht eröffnet sich für Dich ein Weg im Leben- oder ein Weg aus dem Leben. Das weiß keiner. Alles, was man tun kann, ist zu hoffen und zu beten. Die Menschen wird man nicht ändern können. Und die Situation zu ändern, erfordert auch
Mut.
Aber ich glaube, den hast Du. Und darauf kann man aufbauen. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Ich meine- Du beteiligst Dich hier am Forum und das ist doch schon einmal sehr positiv. Das kann Dir auch neue Kraft geben- ich versuche es zumindest.
2. Das ist immer so: Das Herz hört zuletzt auf, zu schlagen. Es ist die Rhythmusmaschine des Lebens: Es begleitet uns unser ganzes Leben lang. Man kann es verfluchen oder ihm dafür dankbar sein: Es ist immer da und begleitet uns durch
Dick und Dünn.
Aber
Angst brauchst Du nicht zu haben: Ich bin bei Dir, Gott ist bei Dir und Jesus auch. Wir helfen Dir, die dunklen Zeiten zu überstehen. Stell Dir einfach vor, wir stehen an Deiner Seite und helfen Dir, die dunklen Gewitterwolken zu vertreiben.
3. Du kannst ja unter Leute gehen. Oder einfach beim Einkaufen jemand anquatschen am Kühlregal: "Haben Sie schon gehört, die Butter ist schon wieder teurer geworden. Wo soll das bloß hinführen?" Ich bin überzeugt, Dir fällt noch etwas Intelligenteres ein, aber wenn das Eis gebrochen ist, entwickelt sich vielleicht ein interessantes Gespräch. Und die Bücher: Die kannst Du auch lesen. Lies einfach einzelne Sätze. Oder überflieg einfach das ganze Buch, such Dir dann ein Kapitel und meditiere über einen interessanten Satz. Die Bhagavad-Gita (Gesang Gottes) ist dazu z.B. sehr gut geeignet.
Wie hättest Du an seiner/ihrer Stelle gehandelt? Auch ein Thema, um es beim Einkauf/draußen jemanden zu fragen. Viele werden sicher mürrisch reagieren, so nach dem Motto: "Was will der denn? Der soll mich mal zufrieden lassen!" Aber einige werden sich auch freuen, daß Du sie als Mensch ernst nimmst und mit Ihnen über Deine Sorgen und Nöte redest. So wie auch mit mir! Da schließt sich der Kreis!
Aber ich denke, die Kommunikation mit mir ist Dir doch zu wenig. Da verlangst Du mehr vom Leben!
Und Schach spielen kann doch fast jeder. Einfach mit einer niedrigen Schwierigkeitsstufe anfangen- später kannst Du Dich ja steigern!
4. Ja, das Gedankenkarrussell. Da hilft nur eines: Abspringen, auch wenn man sich dabei seelische Prellungen zuzieht! Auch mal jemanden anrufen, den Du lange schon nicht mehr gesprochen hast!
Vielleicht freut er/sie sich ja! Wenn nicht, kann man ja immer noch auflegen.
Ja- Umstimmen und Umstimmen sind zweierlei. Ich kann versuchen, etwas Licht, Luft und Sonne in Dein Leben zu bringen, aber zaubern kann ich nicht. Ich schätze, wir werden immer mit dem Leben zu kämpfen haben- aber das wir auch mal einen Teilgewinn erzielen, ist trotzdem nicht ausgeschlossen! Wer kämpft, kann verlieren. Aber wer nicht kämpft, hat schon verloren.
5. Trotzdem liebt Dich Gott! Er kann es nur momentan nicht so zeigen, weil Du gerade in einer schwierigen Prüfung steckst, aber eines Tages wirst Du sie auch geschafft haben! Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche! Vertrau mir- und Gott. Es hat alles seinen Sinn. Den können wir zwar heute noch nicht erkennen- aber man muß an ihn glauben.
Das ist der Anker, der Dein Schiff in schwerem Sturm festhält. Ich glaube, wir sind nicht umsonst auf der Welt. Jeder spielt seine Rolle im großen Orchster- jeder ist wichtig.
Ich wünsche Dir viel Glück und laß' mal wieder von Dir hören
Good old Joe