Diazepam und amitryptelin

Für alle, die ihre Lebensprobleme und Schickale mit anderen teilen möchten

Moderatoren: Ludwig A. Minelli, Mediator

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Meeresleuchten
Beiträge: 12
Registriert: Samstag 16. Mai 2020, 17:25

Diazepam und amitryptelin

Beitrag von Meeresleuchten »

Moin moin,

just bin ich aus der kuruzeitpflege entlassen.
Nun wird über weitere schritte beraten.
Mein entschluss steht nun endgültig fest.
Eine volle pflegebedürftigkeit möchte ich nicht mehr erleben.
Ich benötige dringend diazepam und amitryptelin!
Falls jemand einen rat weiss,wäre ich sehr dankbar!

Gerne auch pn
Hurlinger
Beiträge: 483
Registriert: Donnerstag 19. Oktober 2017, 19:41

Re: Diazepam und amitryptelin

Beitrag von Hurlinger »

Ich habe beide Medikamente eingenommen und bei dem trizyklischen Amitriptylin heftigste aufputschende Wirkung gehabt.
Sehr hoher Puls und Unruhe. Aber angeblich soll es ja auch beruhigend wirken.
https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.ph ... itriptylin
Das kann ich nicht bestätigen.
Diazepam ist ja ein Benzo und wirkt bei mir zumindest sehr beruhigend.
Ob man seinem Leben mit dieser Kombi ein Ende setzen kann? Wenn du das damit andeuten wolltest?
Dazu habe ich zuwenig Ahnung von der Chemie.
Ich finde das sehr fragwürdig.
Gruß
Hurlinger
Meeresleuchten
Beiträge: 12
Registriert: Samstag 16. Mai 2020, 17:25

Re: Diazepam und amitryptelin

Beitrag von Meeresleuchten »

Ich meinte letzteres.
Diese medikamentencombi ist in dem buch'die friedliche pille' angegeben.
Nun habe ich mich für eine andere methode entschieden.
Gruss meeresleuchten
Dissolved_Alice
Beiträge: 345
Registriert: Donnerstag 16. Juli 2015, 05:50
Wohnort: irgendwo dazwischen

Re: Diazepam und amitryptelin

Beitrag von Dissolved_Alice »

Amitryptilin sehr leicht vom Hausarzt zu bekommen...

Benzos hingegen ...hm...die kriegt man nicht mehr so leicht verschrieben
Ackermann
Beiträge: 54
Registriert: Montag 4. November 2019, 22:19

Re: Diazepam und amitryptelin

Beitrag von Ackermann »

Dieses Halbwissen ist irgendwie erschreckend. Leute... genaue Mengenangaben, Antiemetikum, Toleranzbildung.
Wann wie viel in welcher Form einnehmen. Gefahren, Verlässlichkeit.
Amitriptylin und Diazepam ist unsicher. Gibt wenig evidenzbasierte Befunde.
Die Methode genügt den SESARID Kriterien gemäss B. Chabot (`Dignified Dying`) nicht.
Benedikt66
Beiträge: 12
Registriert: Dienstag 10. März 2026, 12:28

Re: Diazepam und amitryptelin

Beitrag von Benedikt66 »

Die Mengenangaben zur tödlichen Dosis von Amitritylin sind unterschiedlich.und reichen von 2 Gramm bis 6 Gramm Also am besten 6 Gramm dann mörsern. Sicher ist diese Dosis tödlich sofern man sie bei sich behält und das Antiemetikum (MCP) auch wirklich hilft. Dazu gibt es zur Einnahme auch unterschiedliche Angaben in der Literatur. Bei Exit soll es reichen 6 Tabletten am Abend noch vor der Einahme der anderen Medikamente zu schlucken, in der friedlichen Pille soll man mit einer Tablette MCP am Vorabend beginnen und dann alles 6-8 Stunden eine nehmen und eine MCP eine Stunde vor Einahme der anderen Medikamente. Ich würde ab zusehen ,dass ich auch auf 6 Tabletten Minimum käme. Garantiert kotzfrei gibt es aber auch hier nicht. Kotzt man , braucht man noch ein Emetikum am Nachttisch (Brechwurz), um auch den Rest heraus zu brechen ,um so den Suizidversuch abzubrechen. Sofern dazu .Das größere Problem wird für die meisten darin bestehen . sofern sie schon mit Benzodiazipinen therapiert werden. diese 6 Wochen vor dem Exit abgesetzt zu haben.Also ein Entzug von Benzos! Jeder, der schon mal Tavor entzogen hat, weiss was das bedeutet! Es ist schier unmöglich diese Entzugserscheinungen auszuhalten kurz vor dem Wunsch zu gehen. Man sollte ja dann ca 500 mg Diazepam oder ein anderes lang anhaltendes Benzo schlucken damit man garantiert schläft , um vom Sterben nichts mitzubekommen . Das funktioniere aber nur ,wenn man vorher von Benzos clean ist? Ich würde es aber trotzdem riskieren wenn die Benzo Therapie noch niedrig dosiert ist, so bis 1,5 mg. Das Amitriptylin soll ja selber auch einschläfernd wirken und sogar ein Koma herbeiführen. Im schlimmsten Fall wird man wach und erlebt die Herzrhythmusstörungen und die Krämpfe mit und erlebt seinen Tod bewusst, eventuell auch das Ersticken. Also alles andere, als eine sanfte Methode. Aber man stirbt sicherlich an der hohen Dosis Amitiptylin. Alles eher unsicher , was die Sanftheit anbelangt. Wirklich sicher und schell bleibt halt nur die harte Methode des Springens. Ein paar Sekunden und alles ist vorbei , sofern die Höhe stimmt und man auf Asphalt/Stein landet. 15 Etagen halte ich für das Minimum.
good_old_joe
Beiträge: 109
Registriert: Sonntag 21. Januar 2024, 14:31

Re: Diazepam und amitryptelin

Beitrag von good_old_joe »

Benedikt66 hat geschrieben: Donnerstag 16. April 2026, 07:26 ... Wirklich sicher und schell bleibt halt nur die harte Methode des Springens. ...
Nein, wirklich sicher und schnell bleibt halt nur die superharte Methode des Weiterlebens.
Leider ist diese Methode in diesem Forum verpönt. Aber es ist dennoch die Beste. Denn nach einem Leben mit Suizid am Ende wird man
sein Leben noch einmal leben müssen- unter erschwerten Bedingungen! Das bedeutet u.a., daß es dann keinen Suizid mehr als Ausweg gibt! Dann muß man es durchziehen, ob man will oder nicht! Warum ich das sage? Weil es die Wahrheit ist! Man entkommt seinem
Schicksal nicht! Die Suppe, die man sich karmisch eingebrockt hat, muß man selber auslöffeln! Da wäscht einen kein Regen ab!
Ich kann jedenfalls nur davon abraten, zu springen. Eh man sich dabei alle Knochen bricht und noch viele Jahrzehnte dahinsiechen muß unter Schmerzen und starken Schmerzmitteln, ist es besser, auf mich zu hören!
Und überhaupt: Wie willst Du die Leute überzeugen, dich vom 15. Stock springen zu lassen? Sagst Du mitten im Hochsommer: "Hallo, ich bin der Weihnachtsmann und bringe die Geschenke!"? Selbst, wenn Du Geschenke kaufen würdest, die Mieter würden Dich doch niemals auf den Balkon lassen, damit Du Deinen Körper ruinieren kannst! Und in den Hotels sind die Fenster nur aus "Kipp" zu machen, so daß man nicht da raus springen kann! Und bei hohen Brücken gibt es mittlerweile Netze, die einen auffangen. Also alles Wunschdenken... Nee nee, meine Methode ist besser. Und wenn Du Dein Leben dann geschafft hast, dann kannst Du zu Dir selbst sagen: "Was bin ich doch für ein toller superharter Typ! Ich habe die ganzen Jahre voll von Entbehrungen und Leiden hinter mich gebracht!"
Wie in dem Gedicht "Lichtlein":

"Doch wie bist du stolz, wenn Du ́s geschafft, aus Sorgen und Nöten – mit eigener Kraft,
herauszukommen, was Du nie geglaubt, da man Dich sooft schon der Hoffnung beraubt."

viewtopic.php?p=113472#p113472

Es gibt also keine Alternative zum Weitermachen und positiven Denken. Nur so schafft man es! Alles andere verlängert die Leiden bloß!

Meine Meinung... :wink:

Good old Joe
Benedikt66
Beiträge: 12
Registriert: Dienstag 10. März 2026, 12:28

Re: Diazepam und amitryptelin

Beitrag von Benedikt66 »

Ich wohne im 15. Stock mit Balkon und wir haben Nordbalkone zum Treppenaus ,da landet man auf Asphalt. Überhaupt kommt man in Berliner Hochhäuser sehr gut rein, die oft diese Balkone haben, die aussen die Treppenhäuser verbinden. Wer etwas Willen hat findet da auch das passende. Schrecklich immer für die die einen finden. Aber das ist nun mal so oder so ganz unvermeidlich.
good_old_joe
Beiträge: 109
Registriert: Sonntag 21. Januar 2024, 14:31

Re: Diazepam und amitryptelin

Beitrag von good_old_joe »

Benedikt66 hat geschrieben: Samstag 18. April 2026, 18:52 1. Ich wohne im 15. Stock mit Balkon und wir haben Nordbalkone zum Treppenaus ,da landet man auf Asphalt.
2. Überhaupt kommt man in Berliner Hochhäuser sehr gut rein, die oft diese Balkone haben, die aussen die Treppenhäuser verbinden.
...
3. Schrecklich immer für die die einen finden. Aber das ist nun mal so oder so ganz unvermeidlich.
Jo Benedikt66,
danke erst einmal für Deinen netten Post. Endlich einmal einer, der sachlich argumentiert, so wie es sich gehört!
1. Und trotzdem bist Du nicht gesprungen! Dann liebst Du doch das Leben! Dann gibt es ja eigentlich gar keinen Grund, sich um Dich Sorgen zu machen. Wenn Du nicht eines Tages an Ami... und Diazepam kommst und Dir einen tödlichen Cocktail verpaßt. Aber das wollen wir ja nicht hoffen. Dazu sind wir beide doch zu klug, nicht wahr, Benedikt66?

2. Naja, wohnt ja nicht jeder in Berlin.
Aber den Leuten hier eine Anleitung zu geben, wie sie auf den Beton klatschen können, das ist schon ein wenig grenzwertig... Tabletten kann ich ja noch gerade so mit viel gutem Willen verstehen. Die werden ausgewürgt oder sorgen dafür, daß man ein paar Tage schläft, Aber Betonklatscher? Da bleibt- glaube ich- nicht mehr viel vom Menschen übrig.
Und die Leute, die das erfolgreich versuchen, denen hat man einen Bärendienst erwiesen, wenn man so etwas schreibt. Aber ich bin nun einmal der Wahrheit verpflichtet und daher danke ich Dir für Deine Korrektur. Also Leute: Ihr könntet, wenn ihr wolltet, falls ihr "Glück" habt und in einer Großstadt wohnt, die wenig auf die Sicherheit der Menschen achtet, aber ihr solltet es besser nicht tun! Rückgängig machen läßt sich diese Entscheidung leider nicht. Und im Rollstuhl oder Krankenbett dahinzuvegetieren ist für keinen ein Vergnügen, glaubt es mir!

3. Nö, unvermeidlich ist es nicht. Wenn man vernünftig bleibt und nicht Tabletten schluckt oder irgendwo herunterspringt, muß der Anblick des Leichnams auch nicht so schlimm sein.
Aber da kommen wir wieder zur entscheidenden Frage: Ist der freie Wille des Menschen angebracht oder nicht? Ich meine, wenn er/sie seine Freizeit nur damit verbringt, zu überlegen, wie er sich um die Ecke bringen kann?
Viele schreien jetzt sicher nach göttlicher Leitung- aber Gott hat wohlweißlich keine Leitplanken fürs Leben angebracht. Er wußte schon, was er tut.
Wann nämlich das Leben zu Ende ist, entscheidet er und nicht wir. Ansonsten hat er die Möglichkeit, alle Suizidpläne zu verhindern- oder eben zu erlauben. Wir können nichts erzwingen! Aber wir können mit Gott zusammenarbeiten.
Dann wird sich in unserem Leben auch ein "Lichtlein" zeigen- glaubt es mir!
Einfach mal zu Gott sprechen und fragen: "Und was wollen wir jetzt machen? Wie kann ich Dir dienen, mein Freund?" Das ist besser, als den Körper zu vergiften oder auf den Beton zu schmeißen. So erzeugt man nämlich nur Leid. Und das braucht man nicht.
Das Leben ist schon schwer genug. Man muß sich nicht noch zusätzlich Probleme aufbürden. Man kann auch auf geradem Wege durchs Leben kommen. Niemand muß eine "Ehrenrunde" drehen und sich für ein zusätzliches Leben entscheiden, was nur qualvoll ist. Dann doch lieber den Weg zu Gott suchen und mit ihm gemeinsam die Herausforderung meistern. :wink:

Gruß

Good old Joe
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