Was ist für euch das Schlimmste im Leben?

Themenbezogene Diskussionen, die sich nicht nur auf eine Person beziehen; Ursachen und Auslöser für Depressionen und Daseins-Ängste; Bewältigungsstrategien bei Lebensmüdigkeit; psychische Krankheitsformen; Suchtkrankheiten; Alkohol-, Drogen- und Medikamenten-Abhängigkeit; Beziehungsprobleme

Moderatoren: Ludwig A. Minelli, Mediator

Vanitas 2
Beiträge: 18
Registriert: Samstag 23. Juni 2018, 20:57

Re: Was ist für euch das Schlimmste im Leben?

Beitrag von Vanitas 2 »

Riesenschnauzer hat geschrieben:Also selbst wenn es so eine anerkannte Störung geben sollte -oder es dir gelänge, eine andere psychiatrische Diagnose zu erhalten aufgrund derer du vorübergehend nicht arbeiten müsstest.
Das System ist eben darauf ausgerichtet, dass dann zwingend dieser Therapiemechanismus zu laufen beginnt, sprich du sollst wieder dazu gebracht werden, arbeitsfähig zu sein. Es sei denn, man gilt als endgültig austherapiert. Also die Option, dass man aus psychischen Gründen von Vornherein für Erwerbsarbeit nicht in Frage kommt, ist in diesem System einfach nicht vorgesehen. Die Lösung wäre hier natürlich das bedingungslose Grundeinkommen (sehe ich aber auch wieder skeptisch mittlerweile wegen dem zusätzlichen Migrationssog, den es auslösen würde).
Also mein Bauchgefühl sagt mir mich von Psycho-Quacksalbern fernzuhalten und mit dem Bauchgefühl liege ich meistens richtig. Außerdem wäre da auch wieder das Problem des akuten Fachärztemangels. Hier in der Gegend dauert es circa 1 Jahr bis man 15 Minuten mit einen von diesen Psycho-Quacksalbern reden darf. :D

Von mir aus braucht es kein Grundeinkommen geben, die sollen erstmal die Wohnungskosten anständig übernehmen. Und nicht das jede Kommune sich nach Lust und Laune Tricks ausdenken kann um die Erstattungen immer weiter runterzudrücken, so wie es überall gemacht wird. Es ist auch ein Irrtum das ich juristisch dagegen vorgehen könnte, weil Wohnkostenerstattung und Jobvermittlung in einer Hand liegen. Ich kenne sehr gut die Verhältnisse, sobald ich die angreife und wenn ich das mit meiner Wohnung mache greife ich deren ganzes System an, werden die sich an mir rächen und dazu hat der Gesetzgeber denen sehr sehr viele Möglichkeiten gegeben, ich habe aber kaum welche um mich zu verteidigen, also besser wegducken. Aber soviel auch mal zur Realität und unseren tollen Gesetzen.

Anstatt Grundeinkommen wäre es auch besser wenn man von 450 € Jobs mehr behalten könnte, zumindest die Möglichkeit die Fahrten zur Arbeit absetzen zu können. Ist eine simple Rechnung, von den 450 € kann man 170 € behalten, wenn man dann noch 50-60 € Fahrtkosten hat kann man auch gleich zuhause bleiben und bei irgendeiner Oma Rasen mähen und sich 100 € dazuverdienen, also man darf bis 100 € / Monat abzugsfrei dazuverdienen.

Die haben sich das alles schon schön zurechtgebastelt um den Leuten gut die Gurgel zudrücken zu können.
Rasiel
Beiträge: 1380
Registriert: Freitag 26. November 2010, 14:23

Re: Was ist für euch das Schlimmste im Leben?

Beitrag von Rasiel »

Vanitas 2 hat geschrieben:
Riesenschnauzer hat geschrieben:Kann man sich das nicht irgendwie anerkennen lassen als "Erwerbsarbeitsneurose" oder so? :D
Naja, das ist ein heikles Thema für die Gesellschaft. Mir fallen ohne groß nachzudenken mindestens 20 Schimpfwörter zur Bezeichnung von Leuten ein die Probleme mit Erwerbsarbeit haben. :(

Mir fallen viel mehr ein :wink:

Wichtig wäre: Es würde kein Hartz mehr geben, nur noch Essensgutscheine und Mietkostenübernahme peng.
Peterchen
Beiträge: 738
Registriert: Freitag 30. Januar 2015, 13:02

Re: Was ist für euch das Schlimmste im Leben?

Beitrag von Peterchen »

Rasiel hat geschrieben:
Wichtig wäre: Es würde kein Hartz mehr geben, nur noch Essensgutscheine und Mietkostenübernahme peng.
"Peng" steht wohl für die Selbsttötung der Menschen, die sich das nicht bieten lassen würden.

Hartz-IV-Empfänger haben schon eine stark überdurchschnittliche Suizidrate. Wenn man Menschen in den Tod mobben will, muss man auf diesem Weg nur weitergehen.

Der Staat sollte dann aber wenigstens so viel Anstand haben und kostenloses Nembutal zur Verfügung stellen.
Abendstern
Beiträge: 621
Registriert: Montag 28. September 2015, 08:03

Re: Was ist für euch das Schlimmste im Leben?

Beitrag von Abendstern »

Peterchen hat geschrieben:Der Staat sollte dann aber wenigstens so viel Anstand haben und kostenloses Nembutal zur Verfügung stellen.
:!: :!: :!:
Programmer
Beiträge: 35
Registriert: Samstag 8. September 2018, 18:01

Re: Was ist für euch das Schlimmste im Leben?

Beitrag von Programmer »

Erloesung hat geschrieben:Hi,

viele leiden hier ja unter dem Leben. Was ist für euch das schlimmste, woran ihr am meisten leidet?

Ich hab auch schon akute sehr starke körperliche Schmerzen gehabt, das ist schon sehr heftig finde ich. (wobei heutzutage ja die Schmerzmedizin sehr viele Fälle gut therapieren kann)
Aber das schlimmste von allen, find ich, ist, wie Menschen miteinander umgehen. Auch wenn heutzutage körperliche Gewalt zwischen Menschen eher selten vorkommt, aber diese psychologische "Kriegsführung", die Menschen gegeneinander betreiben. z.B. im Supermarkt, wenn man nicht schnell genug die Artikel aufs Band liegt, kommt schon ein blöder Spruch von hinten.

Ich persönlich finde das wahnsinnig anstrengend solche "Konflikte". Oder wenn man Nachbarn hat, die einem das Leben schwer machen, das ist auch wahnsinnig anstrengend, finde ich. Bei Frauen ist das dann eher dieses geläster hintenrum, was auch sehr auf die Psyche gehen kann, denk ich.
Naja, ich finde die zwischenmenschlichen Beziehungen/Konflikte einfach am schlimmsten im Leben. Von dem ganzen Egoismus der Menschen will ich erst garnicht anfangen..

Was ist das schlimmste bei euch im Leben?
Wenn ich grad kein heroin Meth Crack oder irgendwelche Medikamente zur Hand habe um mich zu betäuben. In meiner Verzweiflung habe ich sogar schonmal versucht vom deo high zu werden :cry:
Hat nur nicht so geklappt
Lebensmüder
Beiträge: 128
Registriert: Dienstag 6. Juni 2017, 12:50

Re: Was ist für euch das Schlimmste im Leben?

Beitrag von Lebensmüder »

Programmer hat geschrieben:In meiner Verzweiflung habe ich sogar schonmal versucht vom deo high zu werden :cry:
Hat nur nicht so geklappt
Aber wenigstens hattest du frischen Atem :mrgreen:
Programmer
Beiträge: 35
Registriert: Samstag 8. September 2018, 18:01

Re: Was ist für euch das Schlimmste im Leben?

Beitrag von Programmer »

Lebensmüder hat geschrieben:
Programmer hat geschrieben:In meiner Verzweiflung habe ich sogar schonmal versucht vom deo high zu werden :cry:
Hat nur nicht so geklappt
Aber wenigstens hattest du frischen Atem :mrgreen:
Ja so sieht’s aus :P
Abendstern
Beiträge: 621
Registriert: Montag 28. September 2015, 08:03

Re: Was ist für euch das Schlimmste im Leben?

Beitrag von Abendstern »

Programmer hat geschrieben:
Lebensmüder hat geschrieben:
Programmer hat geschrieben:In meiner Verzweiflung habe ich sogar schonmal versucht vom deo high zu werden :cry:
Hat nur nicht so geklappt
Aber wenigstens hattest du frischen Atem :mrgreen:
Ja so sieht’s aus :P
Ach, Ihr seid die Besten... :wink:
existenceispain
Beiträge: 23
Registriert: Samstag 15. September 2018, 00:48

Re: Was ist für euch das Schlimmste im Leben?

Beitrag von existenceispain »

Das schlimmste ist (Erloesung spricht mir aus der Seele) die Doppelmoral aller Eltern, Gott zu spielen indem sie willentlich Leben erschaffen und dann aber nicht die Verantwortung dafür übernehmen wollen, dieses auch wieder zu beenden, wenn es sie darum bittet. Wer meint Leben geben zu können, muss auch im Stande sein, es wieder zu nehmen.

Ferner: Das schlimmste ist, dass unser Daseinskonstrukt unschuldigen Betrachtern eine Identität aufzwingt.
Rasiel
Beiträge: 1380
Registriert: Freitag 26. November 2010, 14:23

Re: Was ist für euch das Schlimmste im Leben?

Beitrag von Rasiel »

Peterchen hat geschrieben:
Rasiel hat geschrieben:
Wichtig wäre: Es würde kein Hartz mehr geben, nur noch Essensgutscheine und Mietkostenübernahme peng.
"Peng" steht wohl für die Selbsttötung der Menschen, die sich das nicht bieten lassen würden.

Hartz-IV-Empfänger haben schon eine stark überdurchschnittliche Suizidrate. Wenn man Menschen in den Tod mobben will, muss man auf diesem Weg nur weitergehen.

Der Staat sollte dann aber wenigstens so viel Anstand haben und kostenloses Nembutal zur Verfügung stellen.

Schon wieder falsch Peterchen !
Peng = ganz einfach !

Nichts destotrotz steht keinem Suizident ein kostenloses Mittel zur Verfügung um sich zu töten, auch wenn du Geld hättest Peterchen, kannst du nicht in die Apotheke gehen und dir das ersehnte Mittelchen holen.
Auch hier muss ein Weg eingehalten werden, den speziell Hartzempfänger nicht gehen würden, weil ihnen die Energie (Ausdauer, Wille, Durchsetzungskraft) fehlt.
Hartz-IV-Empfänger haben schon eine stark überdurchschnittliche Suizidrate. Wenn man Menschen in den Tod mobben will, muss man auf diesem Weg nur weitergehen.
Halte ich für eine Behauptung - viele leben gut damit !

Was erwartest du denn ??? Peterchen !
Verloren
Beiträge: 83
Registriert: Samstag 14. Juli 2018, 15:40

Re: Was ist für euch das Schlimmste im Leben?

Beitrag von Verloren »

Ich halte mal fest: Rasiel fühlt sich benachteiligt, weil er/sie sich abrackern muss, während ALG 2 Bezieher faulenzen und das Leben genießen. Außerdem glaubt er/sie, dass die ALG2 Empfänger ausdauer-,willens-, und durchsetzungsschwach sind. Des Weiteren ist dir Rasiel richtigerweise aufgefallen, dass man sich in der Apotheke keine Mittel kaufen kann, die speziell für Suizide vorgesehen sind.
Das sind schon fiese Pauschalisierungen. Ist dir zudem in den Sinn gekommen, dass viele Menschen aufgrund einer Krankheit arbeitslos geworden sind?
Rasiel
Beiträge: 1380
Registriert: Freitag 26. November 2010, 14:23

Re: Was ist für euch das Schlimmste im Leben?

Beitrag von Rasiel »

Verloren hat geschrieben:Ich halte mal fest: Rasiel fühlt sich benachteiligt, weil er/sie sich abrackern muss, während ALG 2 Bezieher faulenzen und das Leben genießen. Außerdem glaubt er/sie, dass die ALG2 Empfänger ausdauer-,willens-, und durchsetzungsschwach sind. Des Weiteren ist dir Rasiel richtigerweise aufgefallen, dass man sich in der Apotheke keine Mittel kaufen kann, die speziell für Suizide vorgesehen sind.
Das sind schon fiese Pauschalisierungen. Ist dir zudem in den Sinn gekommen, dass viele Menschen aufgrund einer Krankheit arbeitslos geworden sind?

Ja, und für die vielen, die durch Krankheit arbeitslos wurden, tut es mir sehr leid.
Genauso für die Menschen, die jahrelang geackert haben und dann im Alter noch die letzten Jahre auf Hartz angewiesen sind tut es mir genauso leid.
Und nein, ich fühle mich nicht benachteiligt, ich mache meine Arbeit gerne.

Aber glaubt ihr wirklich...... dass man jeder, der arbeitet, Tage hat wo er gleich morgens abkotzen könnte, oder dem so mancher Kollege/in ein gräul ist und er wirklich zu kämpfen hat mit diesem Kollegen/in zu arbeiten.
Deshalb kann ich aber nicht sagen, ich hätte doch gerne eine E- Rente, ich möchte mir diesen Stress ersparen.
Mal ehrlich, wo kämen wir denn hin mit dieser Einstellung - warum geht es uns in Deutschland so gut ? Überlegt mal welche Arbeitseinstellung in manch anderen Ländern herrscht und wie es diesen Menschen geht.
Aber das Thema ist für mich erledigt, das traurige ist, dass ihr den Kern des Themas gar nicht verstehen wollt.
Peterchen
Beiträge: 738
Registriert: Freitag 30. Januar 2015, 13:02

Re: Was ist für euch das Schlimmste im Leben?

Beitrag von Peterchen »

Rasiel hat geschrieben:
Nichts destotrotz steht keinem Suizident ein kostenloses Mittel zur Verfügung um sich zu töten, auch wenn du Geld hättest Peterchen, kannst du nicht in die Apotheke gehen und dir das ersehnte Mittelchen holen.
Das ist eben die Heuchelei. Der Staat verweigert Menschen das Existenzminimum, nötigt sie aber zum Weiterleben, indem er die Mittel für einen humanen Suizid unter Verschluss hält und sogar diejenigen kriminalisiert, die freiwillig helfen würden.

Wenn man der Meinung ist, dass manche kein Recht auf ein menschenwürdiges Leben haben, dann sollte man ihnen wenigstens ermöglichen, ihr Leben zu beenden.
Halte ich für eine Behauptung - viele leben gut damit !
Weil man am Existenzminimum ja so gut leben kann.

Dass Arbeitslose eine überdurchschnittlich hohe Suizidrate haben, kannst du selbst googeln.
Ja, und für die vielen, die durch Krankheit arbeitslos wurden, tut es mir sehr leid.
Bis zu 40% der Hartz IV-Empfänger sind psychisch krank. Gerade psychisch Kranke bleiben aber oft ohne Diagnose. Also wie willst du sichergehen, dass deine Horrorvision von Massenunterkünften nur gesunde Arbeitsverweigerer treffen würde?
Verloren
Beiträge: 83
Registriert: Samstag 14. Juli 2018, 15:40

Re: Was ist für euch das Schlimmste im Leben?

Beitrag von Verloren »

Rasiel hat geschrieben: Aber das Thema ist für mich erledigt, das traurige ist, dass ihr den Kern des Themas gar nicht verstehen wollt.
Ich glaube, dass das sogar ziemlich einfach zu verstehen ist. Wenn drei Leute eine anstregende Arbeit verrichten sollen und eine Person schaut nur zu (vielleicht noch mit einer Ausrede), dann kann sich jede(r) vorstellen, dass die anderen sauer sind. Ist es nicht so ähnlich bei dir?
Ich bin unter anderem auch durch die Arbeit krank geworden. Hat man was davon? Nein, man ist doppelt bestraft. Keine Arbeit/Geld und schwere gesundheitliche Probleme. Das soll kein Plädoyer fürs Faulenzen sein, sondern eher für nicht krank machende Arbeitsverhältnisse.
Es ist sowieso ein Wahnsinn. Viel arbeiten um viel zu konsumieren und dabei noch die Umwelt zerstören. Das trifft natürlich nicht auf alle zu. Häufig ist es ja auch so, dass in vielen besonders harten Berufe nicht so gut bezahlt wird.
Rasiel
Beiträge: 1380
Registriert: Freitag 26. November 2010, 14:23

Re: Was ist für euch das Schlimmste im Leben?

Beitrag von Rasiel »

Verloren hat geschrieben:
Rasiel hat geschrieben: Aber das Thema ist für mich erledigt, das traurige ist, dass ihr den Kern des Themas gar nicht verstehen wollt.
Ich glaube, dass das sogar ziemlich einfach zu verstehen ist. Wenn drei Leute eine anstregende Arbeit verrichten sollen und eine Person schaut nur zu (vielleicht noch mit einer Ausrede), dann kann sich jede(r) vorstellen, dass die anderen sauer sind. Ist es nicht so ähnlich bei dir?
Ich bin unter anderem auch durch die Arbeit krank geworden. Hat man was davon? Nein, man ist doppelt bestraft. Keine Arbeit/Geld und schwere gesundheitliche Probleme. Das soll kein Plädoyer fürs Faulenzen sein, sondern eher für nicht krank machende Arbeitsverhältnisse.
Es ist sowieso ein Wahnsinn. Viel arbeiten um viel zu konsumieren und dabei noch die Umwelt zerstören. Das trifft natürlich nicht auf alle zu. Häufig ist es ja auch so, dass in vielen besonders harten Berufe nicht so gut bezahlt wird.
nein ich gehe gerne arbeiten, natürlich Bezahlung könnte besser sein :D

Und für all die, die durch ihre Berufstätigkeit krank wurden, oder durch Arbeitslosigkeit, unverschuldet wie zum Beispiel Scheidung usw., all die meine ich nicht.
Ich meine jene, die, wenn der Wecker klingelt, (was mitunter unangenehm ist) meinen, sie hätten eine Arbeitsphobie, sie bekommen Angstzustände, wenn sie arbeiten müssen, sie können mit anderen Menschen nicht zusammen sein.
Die tun mir nicht leid.

Ich sage es noch mal wie an andere Stelle heute schon mal.
Wäre da nicht jemand, der viele Stunden arbeitet, gäbe es dieses Forum nicht !!!!
Oder denkt ihr - das betreut sich von alleine?
Antworten