Unerfüllter Kinderwunsch, Pech im Beruf und überhaupt

Themenbezogene Diskussionen, die sich nicht nur auf eine Person beziehen; Ursachen und Auslöser für Depressionen und Daseins-Ängste; Bewältigungsstrategien bei Lebensmüdigkeit; psychische Krankheitsformen; Suchtkrankheiten; Alkohol-, Drogen- und Medikamenten-Abhängigkeit; Beziehungsprobleme

Moderatoren: Ludwig A. Minelli, Mediator

Warum_nur?
Beiträge: 10
Registriert: Mittwoch 20. Dezember 2017, 10:43

Unerfüllter Kinderwunsch, Pech im Beruf und überhaupt

Beitrag von Warum_nur? »

Liebes Forum,
ich habe mich hier angemeldet, weil dies das erste und einzige deutschsprachige Forum ist, bei dem ich das Gefühl habe, dass man hier vielleicht schreiben kann, was man wirklich denkt und fühlt, ohne sofort verurteilt und mit gut gemeinten, aber nicht umsetzbaren Ratschlägen überschüttet zu werden.
Zu mir:
Ich hatte noch noch ein glückliches Leben. So lange ich denken kann, war ich immer nur Zaungast beim Glück der anderen, die sich ihre Lebensträume erfüllen durfte, während bei mir jeder noch so harte Kampf im Nichts endete.
Ich habe eine gute Ausbildung gemacht, universitär, mit Bestnote abgeschlossen, daraufhin viel Energie in Bewerbungen gesteckt, aber nie eine Stelle gefunden, die mir auch nur ansatzweise zusagte und vor allen Dingen angemessen bezahlt wäre. Ich krebse mehr oder weniger mit Mindestlohn herum, suche seit Jahren mit fast 200 Bewerbungen etwas Neues, ohne Erfolg. Ich wurde gemobbt, beleidigt, arbeite bis zum Umfallen und habe nichts davon.
Das ist aber längst nicht alles. Ich habe seit fast 10 Jahren einen so starken Kinderwunsch, der sich ebenfalls nicht erfüllt. Inzwischen, mit 42 Jahren, habe ich 5 (!) Fehlgeburten erlitten und weiß nicht mehr weiter. Selbst eine künstliche Befruchtung, in die ich all mein Erspartes gesetzt hatte, hat letztlich mit einer Fehlgeburt, also einem negativ geendet. Wenn ich ganz ehrlich bin: Ich will nicht mehr leben. So viel habe ich gekämpft, lange Jahre und immer, ausschließlich, verloren.
Jetzt steht Weihnachten vor der Tür: Die anderen feiern mit ihren Familien, sehen in glänzende Kinderaugen, während ich ausgeschlossen bin von allem, was ich mir je gewünscht habe, einsam und unglücklich. Genetischer Müll, der nicht zur Fortpflanzung fähig ist, der zu überhaupt nichts fähig ist, der kurz vor Weihnachten dasteht, aller Träume, die er jemals hatte, beraubt und todunglücklich, was aber niemanden interessiert.
Warum ich das hier schreibe? Nicht um Trost oder Zuspruch zu bekommen, das ist in meiner Situation ohnehin nicht mehr möglich, sondern allein, um an einem sichtbaren Ort hinterlassen zu können, dass es Menschen wie mich gibt, denen das Leben nichts gegönnt hat und die irgendwo im Schatten stehen derer, die alles kriegen und ein schönes Leben haben dürfen.
Verzweifelter Gruß,
N.
sugarandspice
Beiträge: 70
Registriert: Donnerstag 4. Mai 2017, 22:57

Re: Unerfüllter Kinderwunsch, Pech im Beruf und überhaupt

Beitrag von sugarandspice »

Du willst doch in dem Zustand keine Kinder in die Welt führen, das packst Du doch erst, wenn du stabil bist. Welche seelische Erkrankung hast Du, so daß man Dir Tips geben kann ?
Warum_nur?
Beiträge: 10
Registriert: Mittwoch 20. Dezember 2017, 10:43

Re: Unerfüllter Kinderwunsch, Pech im Beruf und überhaupt

Beitrag von Warum_nur? »

O.k., dass dies das einzige Forum ist, in dem man sagen kann, was man fühlt, ohne blöde Kommentare zu ernten, nehme ich hiermit zurück.
Abendstern
Beiträge: 621
Registriert: Montag 28. September 2015, 08:03

Re: Unerfüllter Kinderwunsch, Pech im Beruf und überhaupt

Beitrag von Abendstern »

Hallo liebe "Warum_nur?" mich haben Deine Worte tief berührt, nicht zuletzt, weil es mir sehr ähnlich geht. Daß Du einen solch uneinfühlsamen Kommentar geerntet hast, tut mir sehr Leid. Das ist eigentlich nicht Standard hier, kommt aber leider manchmal vor. Wenn Du magst, können wir gerne per PN kommunizieren. LG Abendstern
Peterchen
Beiträge: 738
Registriert: Freitag 30. Januar 2015, 13:02

Re: Unerfüllter Kinderwunsch, Pech im Beruf und überhaupt

Beitrag von Peterchen »

Ich verstehe nicht, wie jemand, der so schlechte Erfahrungen mit dem Leben gemacht hat, trotzdem von dem Gedanken besessen ist, einen anderen Menschen in die Misere des Lebens hineinzuziehen. Es gibt doch keinen Grund zu glauben, dass das eigene Kind glücklicher wird als man selbst.

Du redest von Mobbing, Einsamkeit, Erfolglosigkeit, Arbeit bis zum Umfallen; und die Möglichkeit all dieser Übel willst du deinem eigenen Kind zumuten, nur um ein paar Jahre etwas niedliches zum Knuddeln zu haben?

Tut mir leid, wenn das uneinfühlsam klingt. Ich halte Fortpflanzung grundsätzlich für unmoralisch, auch bei "glücklichen" Menschen (die in der Regel nicht so glücklich sind wie sie tun, aber das nur am Rande). Wenn man aber selbst so stark unter dem "Geschenk des Lebens" leidet; wie kommt man dann auf die Idee, dieses Geschenk an einen anderen Menschen weiterzugeben?
Abendstern
Beiträge: 621
Registriert: Montag 28. September 2015, 08:03

Re: Unerfüllter Kinderwunsch, Pech im Beruf und überhaupt

Beitrag von Abendstern »

Na ja, ich kann schon erklären, wie das alles sein kann... Trotz aller Misere hofft und glaubt man ja immer noch, daß sich zum Schluß alles zum Guten wenden würde und die Probleme vielleicht nur eine gewisse Art von "Prüfung" wären, die man bestehen muß, um in den Genuß der Glückseligkeit zu kommen. In vielen religiösen und esoterischen Glaubensmustern ist das ja so angelegt. Und das geht so lange, bis man an den Point of no Return kommt. Bei Frauen ist das eben oft der Punkt, an dem mit Anfang / Mitte vierzig klar ist: Das war's jetzt mit Kinderkriegen. All die Mühen, all das Hoffen, all das Bangen umsonst. Und dann bricht das ganze Kartenhaus an illusionistischem Glauben an das Schicksal mit gutem Ende in sich zusammen. Bumm. Dann ist plötzlich unmißverständlich klar, daß man sich sein ganzes bisheriges Leben etwas vorgemacht hat in Bezug auf die Sinnhaftigkeit des Leidens und die Überzeugung, alles würde zu einer vorherbestimmten glücklichen Wende führen. Man erkennt plötzlich, daß das Leiden endlos sein kann und daß all das bisher Ertragene keinem vermeintlich höheren Ziel diente, sondern einfach nur eine pure und völlig sinnlose Aneinanderreihung von unglücklichen Umständen war. Und man kann noch froh sein, wenn man sich am Ende nicht noch höchstpersönlich vom Pech verfolgt fühlt in Anbetracht dessen, daß all das Pech vom Zufallsfaktor her unwahrscheinlicher zu sein scheint als ein Sechser im Lotto.
Warum_nur?
Beiträge: 10
Registriert: Mittwoch 20. Dezember 2017, 10:43

Re: Unerfüllter Kinderwunsch, Pech im Beruf und überhaupt

Beitrag von Warum_nur? »

Lieber Abendstern,
genau das ist es, Du triffst es zu 100 Prozent. Irgendwie hatte ich gedacht, das kann nicht sein, dass das Leben immer nur schlecht zu mir ist, es MUSS auch irgendwann einmal etwas Schönes passieren. Tut es aber nicht. Um mich herum bekommen alle Frauen problemlos Kinder. Ich war wie gesagt fünfmal schwanger, zuletzt durch künstliche Befruchtung, ich hatte so sehr gehofft, dass dadurch die eine Eizelle gefunden werden kann, die vielleicht noch gut ist und mir den Lebenstraum ermöglicht. Aber nix da. Und übrigens: Ich bin keine Karrierefrau, der mit Ende dreißig einfiel, dass ich jetzt gerne ein Kind hätte, oh nein, ich habe erst spät einen Partner kennengelernt, der mich wollte (auch das eines meiner großen Probleme) und der bereit war, mit mir ein Kind zu haben. Und jetzt ist alles aus. Die letzte Möglichkeit besteht nun in einer Eizellspende im Ausland. Nur ist das sehr teuer und es ist dann ja nicht mein eigenes Kind. Es ist für mich so furchtbar, dass ich genetisch unzulänglich bin, ein eigenes Kind zu bekommen, dass ich nach allem auch das nicht wert bin. Es ist in der Tat leider so, das mein ganzes Leben eine einzige Abfolge an Leid und Niederlagen war, die ich so sehr hoffte, noch zu durchbrechen. Und jetzt ist mir klar geworden: Es wird immer so weitergehen. Die einzige Konsequenz, die man daraus im Prinzip ziehen kann, ist doch die, dem Leben ein Ende zu setzen. Nur leider traue ich mich das nicht. Nicht mal das würde ich also auf die Reihe bekommen. Die Hoffnung aber, dass noch jemals etwas Schönes passieren wird, ist für mich mit der gescheiterten künstlichen Befruchtung endgültig dahin. Vielleicht konnte ich es nicht gut erklären, aber ich habe es zumindest versucht.
Ich weiß und habe schon gelesen, dass viele hier grundsätzlich keine Kinder wollen oder es aus dem ein oder anderen Grunde ablehnen, das ist für mich völlig o.k., nicht jeder muss sich fortpflanzen wollen, nur ich wollte es so sehr und habe keine Wahl. Genauso, wie ich im Berufsleben keine Wahl hatte.
Manchmal habe ich die Vision, wie es wäre, eine meiner glücklichen Freundinnen zu sein. Der Wunsch wird oft in mir so stark, dass es weh tut. Nur kann ich nichts machen, ich bin allem völlig hilflos ausgeliefert. Ich wollte immer leben und habe viel aufgenommen, aber das Leben zeigt mir beinahe täglich, das es MICH nicht will ... Trauriger Gruß, N.
Warum_nur?
Beiträge: 10
Registriert: Mittwoch 20. Dezember 2017, 10:43

Re: Unerfüllter Kinderwunsch, Pech im Beruf und überhaupt

Beitrag von Warum_nur? »

Mit jedem positiven Schwangerschaftstest, keimte jedesmal die Hoffnung in mir auf: Es wird doch noch gut, endlich. Und dann jedesmal, entweder einige Tage später oder einige Wochen danach die gnadenlose Feststellung: Nein, es wird wieder nicht gut, wieder wird es Dir genommen, verbunden unter höchsten körperlichen wie seelischen Qualen. Das kann tatsächlich keiner nachempfinden, der das nicht erlebt hat. Und ich kennen niemanden persönlich, der so viele Fehlgeburten hatte. Eine oder zwei und dann ein gesundes Kind, das ja, aber fünf Fehlgeburten und nie ein Kind, nein, das nicht.
Ich bin sicherlich kein perfekter Mensch, in meinem Verhalten meine ich, aber ich glaube dennoch, sagen zu können, dass ich nie jemandem absichtlich oder bewusst geschadet habe, dass ich mich an die Richtlinien gesellschaftlicher Konventionen und Höflichkeiten hielt, und dennoch spielt mir das Schicksal nun so erbarmungslos mit. Wo soll ich in einem solchermaßen verkorksten Leben noch einen Sinn finden. Das, was Abendstern sagt, ist wirklich war: Ich fühle mich tatsächlich inzwischen vom Pech verfolgt, in der Tat sollte es wahrscheinlicher sein, im Lotto zu gewinnen, als ein ganzes Leben lang nur und ausschließlich so viel Pech zu haben.
Agnetha
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Registriert: Donnerstag 11. Februar 2016, 11:34
Wohnort: Schleswig-Holstein

Re: Unerfüllter Kinderwunsch, Pech im Beruf und überhaupt

Beitrag von Agnetha »

Es tut mir leid, dass dein Kinderwunsch bisher unerfüllt blieb und du darunter so sehr leidest.

Ich habe meinen Entschluss, keine Kinder zu bekommen, nie bereut. Ich habe immer Angst gehabt, dass ich schwanger werden könnte.

Ich kann also nicht nachempfinden, welches Bedürfnis als Mutter gestillt wird und ich glaube, das liegt nicht an meiner Depression. Ich glaube, es liegt daran, dass ich immer das Gefühl hatte, dass meine Mutter mich zum Leben brauchte. Vielleicht wäre ich auch eine Mutter geworden, die ALLES für ihre Kinder gibt, aber auch ALLES von ihnen erwartet.
Warum_nur?
Beiträge: 10
Registriert: Mittwoch 20. Dezember 2017, 10:43

Re: Unerfüllter Kinderwunsch, Pech im Beruf und überhaupt

Beitrag von Warum_nur? »

Hallo Agnetha,
ich beneide Dich sehr darum, dass Du keinen Kinderwunsch hast und ohne Kinder gut leben kannst. Ich kann es nicht, der Wunsch ist so tief in mir drin. Seit der gescheiterten künstlichen Befruchtung ist mir endgültig klar, dass ich nie ein leibliches Kind haben werde, das hat mir den letzten Treff gegeben. Nachdem ich vorher schon viermal schwanger war, war ich so sicher, dass es damit klappen und die richtige Eizelle, die nicht genetisch defekt ist, schon gefunden werden wird. Aber wieder nichts. Für mich ist es de facto keine Option, ein schales Leben ohne Kinder weiterzuleben. Ich kann mir einfach nicht einreden, dass es auch ohne Kinder so schön sein kann. Kann es sicher für manche, für mich eben nicht. Ich bin nur noch müde und erschöpft, käme heute eine Fee zu mir, die sagte: "Du kriegst keine Kinder, darfst aber sofort sterben", ich würde keine Sekunde zögern, dieses Angebot anzunehmen. Seit 10 Jahren wünsche ich mir so verzweifelt ein Kind und jetzt bin ich einfach an einem Punkt, wo ich nicht mehr weiter mag und kann. Zumal ich mir ja noch ständig das Mutterglück der Frauen um mich rum ansehen muss.
Wechsel
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Registriert: Montag 4. Juli 2016, 16:19

Re: Unerfüllter Kinderwunsch, Pech im Beruf und überhaupt

Beitrag von Wechsel »

Ich habe eine Bekannte, die sich verzweifelt ein Kind wünschte, seit 20 Jahren, sie hatte die Hoffnung mit über 40 aufgegeben, dann wurde sie unerwartet und überraschenderweise doch schwanger, leider ist das Kind behindert. Richtig glücklich ist sie nun auch nicht.
Aber ist ist ja immer das, was man nicht haben kann, besonders intensiv möchte.
Ich möchte einfach nur gesund sein, aber leider nicht machbar.
Würde das Leben rückwärts laufen, Tod, qualvolles Sterben, Siechtum, Schmerzen, Krankheit, hätten viele die Erkenntnis keine Kinder in die Welt zu setzen, um Ihnen das Elend zu ersparen.
Ich habe in meiner Verwandschaft viele Autoimmunerkrankte, eine Hirngeschädigte (da das Herpes-Virus die Blut-Hirnschranke überschritten hat-äußerst selten, aber alles möglich, usw., usw.), besser keine Kinder in die Welt setzen oder ggf. lieber ein Kind adoptieren....ich habe früher nie so gedacht, aber nun durch schwere Erkrankung, wär es mir lieber, nie geboren zu sein...
Falls du gesund bist, körperlich leistungsfähig, setze deine Energie in Sozialprojekte ein, die notleidende Kinder unterstützen. Es gibt bestimmt genug Kinder, die gern eine "Mama" hätten....
evtl. als Tagesmutter arbeiten...
(Sorry, falls es etwas "platt" klingt)
Peterchen
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Re: Unerfüllter Kinderwunsch, Pech im Beruf und überhaupt

Beitrag von Peterchen »

Abendstern hat geschrieben:Man erkennt plötzlich, daß das Leiden endlos sein kann und daß all das bisher Ertragene keinem vermeintlich höheren Ziel diente, sondern einfach nur eine pure und völlig sinnlose Aneinanderreihung von unglücklichen Umständen war.
Warum sollte die Geburt eines Kindes ein "höheres Ziel" sein? Ein Kind ist kein höheres Wesen, sondern ein genauso banaler Mensch wie seine Eltern. Und wie gesagt: Es gibt keinen Grund zu glauben, dass das Kind ein besseres Leben vor sich hat als man selbst. Man nimmt also in Kauf, dass man zum Urheber einer weiteren Leidensgeschichte wird, nur um das eigene Elend ein bisschen erträglicher zu machen.

Ich verstehe einfach nicht, wie man so stark leiden und dennoch die Erzeugung von neuem Leben und damit neuem Leid so unkritisch sehen kann.
Warum_nur?
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Registriert: Mittwoch 20. Dezember 2017, 10:43

Re: Unerfüllter Kinderwunsch, Pech im Beruf und überhaupt

Beitrag von Warum_nur? »

Mich für die Kinder anderer Eltern in Sozialprojekten einzusetzen, ist genau das, was ich als allerletztes will. Ich will ein eigenes Kind, das mir und meinem Mann ähnlich sieht, für das ich die Erziehungsberechtigung habe und das ich lieben kann, das zu uns gehört. Die Kinder anderer Leute sind nämlich am Ende immer genau das: Die Kinder anderer Leute.
Ich kann, wie gesagt, jeden verstehen, der keine eigenen Kinder haben möchte, für mich ist es aber nun mal - wie für viele andere - der höchste und eigentliche Sinn im Leben, ohne den sich meine eigene Existenz nicht lohnt.
Ich würde alles, wirklich alles für ein leibliches Kind tun und einsetzen. Aber ich kann ja machen was ich will, gerade blutet mir wieder ein potentielles Baby zwischen den Beinen heraus. Diesen Schmerz wird keiner je verstehen, dem es nicht selbst passiert ist. Mir widerfährt es jetzt eben zum fünften Mal.
Warum_nur?
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Re: Unerfüllter Kinderwunsch, Pech im Beruf und überhaupt

Beitrag von Warum_nur? »

Und ja, so paradox es klingen mag: Unter den Umständen meines Lebens wünsche ich mir momentan täglich auch, nie geboren zu sein.
Es gibt aber sehr viele glückliche Menschen, ich kenne jedenfalls eine Menge davon. Warum ich kein solches Leben abbekommen habe, wird mir wohl nie jemand erklären können.
Peterchen
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Re: Unerfüllter Kinderwunsch, Pech im Beruf und überhaupt

Beitrag von Peterchen »

Wechsel hat geschrieben: Würde das Leben rückwärts laufen, Tod, qualvolles Sterben, Siechtum, Schmerzen, Krankheit, hätten viele die Erkenntnis keine Kinder in die Welt zu setzen, um Ihnen das Elend zu ersparen.
Diesen Gedanken hatte ich auch schon. Dass auch die Kinder irgendwann alt sein und Krebs oder Alzheimer bekommen werden, blenden Eltern genauso aus wie die Möglichkeit, dass das Kind schon krank oder behindert zur Welt kommt.
Falls du gesund bist, körperlich leistungsfähig, setze deine Energie in Sozialprojekte ein, die notleidende Kinder unterstützen. Es gibt bestimmt genug Kinder, die gern eine "Mama" hätten....
evtl. als Tagesmutter arbeiten...
Gute Idee. Warum nicht den Kindern helfen, die es bereits gibt, statt neues Leben und Leiden in die Welt zu setzen. Geht es nur um den egoistischen Wunsch, die eigenen Gene weiterzugeben?
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