Borderline

Themenbezogene Diskussionen, die sich nicht nur auf eine Person beziehen; Ursachen und Auslöser für Depressionen und Daseins-Ängste; Bewältigungsstrategien bei Lebensmüdigkeit; psychische Krankheitsformen; Suchtkrankheiten; Alkohol-, Drogen- und Medikamenten-Abhängigkeit; Beziehungsprobleme

Moderatoren: Ludwig A. Minelli, Mediator

gameovernow
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Borderline

Beitrag von gameovernow »

Hey, ich wollte mal fragen, ob es hier evtl noch mehr Borderliner außer mir gibt ?
Ich würde mich nämlich gerne mit anderen Betroffenen austauschen, da der Kontakt mit gesunden Menschen/'Normalos' mittlerweile doch ziemlich ermüdend wird. :/
Man kommt sich irgendwann wie ein außerirdisches Objekt vor, alles, nur nicht normal..
Deshalb wäre es zur Abwechslung vielleicht mal ganz gut, mit Menschen zu kommunizieren, die einen verstehen können..
glycerine
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Re: Borderline

Beitrag von glycerine »

Es sind schon hin und wieder Borderliner hier, sie werden sich dann vielleicht per PN bei dir melden
Dissolved_Alice
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Re: Borderline

Beitrag von Dissolved_Alice »

hm..
ich bin hier ...falls die te noch interesse hat, darf sie mich gerne kontaktieren
Desperatus
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Re: Borderline

Beitrag von Desperatus »

Ich bin auch da, falls noch Bedarf besteht.
existenceispain
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Registriert: Samstag 15. September 2018, 00:48

Re: Borderline

Beitrag von existenceispain »

Auch ich erhielt diese Diagnose, wobei es mir weiterhin schwer fällt zu formulieren, was mich nun hauptsächlich von "Normalos" unterscheidet.. Nur weil man freigeistig genug ist, den Tod nicht als Tabuthema sondern sogar vielleicht als etwas erstrebenswertes zu betrachten (generell Distanz zu Vorurteilen zu haben), ist man noch kein "Borderliner", oder?
Dissolved_Alice
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Re: Borderline

Beitrag von Dissolved_Alice »

Auf keinen Fall...da gehören noch einige weitere Symptome dazu...!
Wie lange hast du denn die Diagnose schon und wie sehr hast du dich damit auseinandergesetzt?
existenceispain
Beiträge: 23
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Re: Borderline

Beitrag von existenceispain »

Dissolved_Alice hat geschrieben:Wie lange hast du denn die Diagnose schon und wie sehr hast du dich damit auseinandergesetzt?
Die bekam ich vor 2,5 Jahren mal nach einem kurzen Aufenthalt in einer Anstalt. Habe seitdem allerlei Informationen darüber, was genau dieser Begriff bezeichnet ,aus einer Vielzahl von Quellen bekommen. Ich bekam den Eindruck, dass es ein Überbegriff für einige ähnliche Persönlichkeitsstörungen ist.
Lovecraft
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Re: Borderline

Beitrag von Lovecraft »

existenceispain hat geschrieben:Auch ich erhielt diese Diagnose, wobei es mir weiterhin schwer fällt zu formulieren, was mich nun hauptsächlich von "Normalos" unterscheidet.. Nur weil man freigeistig genug ist, den Tod nicht als Tabuthema sondern sogar vielleicht als etwas erstrebenswertes zu betrachten (generell Distanz zu Vorurteilen zu haben), ist man noch kein "Borderliner", oder?
An dieser Stelle mal eine kurze Zwischenfrage: Gibt es diese "Krankheit" überhaupt...? anders gefragt - fühlst du, bzw. fühlt ihr, die ihr diese "Diagnose" erhalten habt, euch in irgendeiner Weise tatsächlich krank...? Oder könnte es nicht sein, daß dieses "Borderline" nur eine weitere von der Pharmalobby erfundene Krankheit ist, um mit erfundenen Medikamenten und erfundenen Therapien (=Placebos) echtes Geld zu verdienen -und zwar horrende Summen...?

...ich glaube im übrigen auch nicht an Autismus und nicht an Depressionen -zumindest sehe ich Letztere nicht als Krankheit an, sondern als ungetrübte Erfahrung von innerem Schmerz und Sinnlosigkeit...allerdings glaube ich dafür an den Weihnachtsmann, den Osterhasen, den Yeti, das Loch-Ness-Monster und an Fliegende Untertassen - zumindest wäre ich eher bereit, an all diesen Humbug zu glauben als an zuvor erwähnte "Krankheiten"...
Abendstern
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Re: Borderline

Beitrag von Abendstern »

Lovecraft hat geschrieben: ...ich glaube im übrigen auch nicht an Autismus und nicht an Depressionen -zumindest sehe ich Letztere nicht als Krankheit an, sondern als ungetrübte Erfahrung von innerem Schmerz und Sinnlosigkeit...allerdings glaube ich dafür an den Weihnachtsmann, den Osterhasen, den Yeti, das Loch-Ness-Monster und an Fliegende Untertassen - zumindest wäre ich eher bereit, an all diesen Humbug zu glauben als an zuvor erwähnte "Krankheiten"...
Schön gesagt. :wink:

Ich sehe es ähnlich. Insbesondere Depressionen betreffend. In Hinblick auf Autismus habe ich selbst zu wenig Einblick in die Thematik. Finde jedoch interessant, daß ich auf dem Höhepunkt meiner Traumafolgen den Eindruck hatte, selbst in eine Art Autismus gerutscht zu sein. Zumindest stolperte ich just in dieser Zeit über ein Aufklärungsvideo, in dem Außenstehenden sehr anschaulich gezeigt werden sollte, wie sich die Welt für autistische Kinder anfühlt. Und ich war nicht wenig überrascht darüber, daß ich darin so ziemlich exakt meinen eigenen Zustand widergespiegelt fand. Mich würde interessieren, wie Du die Hintergründe in Bezug auf Autismus einschätzt.
Lovecraft
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Re: Borderline

Beitrag von Lovecraft »

Abendstern hat geschrieben:
Lovecraft hat geschrieben: ...ich glaube im übrigen auch nicht an Autismus und nicht an Depressionen -zumindest sehe ich Letztere nicht als Krankheit an, sondern als ungetrübte Erfahrung von innerem Schmerz und Sinnlosigkeit...allerdings glaube ich dafür an den Weihnachtsmann, den Osterhasen, den Yeti, das Loch-Ness-Monster und an Fliegende Untertassen - zumindest wäre ich eher bereit, an all diesen Humbug zu glauben als an zuvor erwähnte "Krankheiten"...
Schön gesagt. :wink:

Ich sehe es ähnlich. Insbesondere Depressionen betreffend. In Hinblick auf Autismus habe ich selbst zu wenig Einblick in die Thematik. Finde jedoch interessant, daß ich auf dem Höhepunkt meiner Traumafolgen den Eindruck hatte, selbst in eine Art Autismus gerutscht zu sein. Zumindest stolperte ich just in dieser Zeit über ein Aufklärungsvideo, in dem Außenstehenden sehr anschaulich gezeigt werden sollte, wie sich die Welt für autistische Kinder anfühlt. Und ich war nicht wenig überrascht darüber, daß ich darin so ziemlich exakt meinen eigenen Zustand widergespiegelt fand. Mich würde interessieren, wie Du die Hintergründe in Bezug auf Autismus einschätzt.
Damit hier keine Missverständnisse entstehen: ich glaube durchaus, daß es so etwas wie "erweiterte Bewußtseinszustände" gibt - wie sie ja z.B. auch im Zusammenhang mit halluzinogenen Substanzen wie LSD, Meskalin, Psilocybin und ähnlichem künstlich herbeigeführt werden können - Aldous Huxley hat das in seinem bekannten Buch "Die Pforten der Wahrnehmung" ja höchst anschaulich beschrieben -ich denke daher, daß das bei Menschen mit diesem "autistischen" Wahrnehmungshorizont im Grunde ein- und dasselbe ist, nur, daß es für sie der eigentliche, der natürliche Zustand ist - daß es also möglich ist, die Welt auf mehr als nur eine Weise wahrzunehmen...was mit Halluzinogenen für "Normalos" - um es mal salopp zu formulieren - ja auch erreichbar ist, wenngleich auch nur kurzfristig..."Autismus" existiert so gesehen - aber ich sehe darin keine "Krankheit", nichts nachteiliges, sondern nur einen anderen Bezug zur "äußeren" Wirklichkeit, von daher sehe ich lediglich den Begriff als falsch an - nicht aber die damit beschriebene Sache...
Abendstern
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Registriert: Montag 28. September 2015, 08:03

Re: Borderline

Beitrag von Abendstern »

Hm, interessant. Für mich stellt sich Autismus eigentlich so in etwa dar wie die Steigerung von Hyper- oder Hochsensibilität. Weiterhin wie ein Fehlen der typischen Realitätsfilter. Womit mir just wiederum eine Schleife zum Depressed Realism in den Sinn kommt. Mit Realitätsfilter meine ich, daß der normale Mensch die Welt ja gefiltert wahrnimmt und wahrnehmen muß, um ihn ihr funktionieren zu können. Und damit meine ich nicht nur die rosarote Brille als Gegenstück zum depressiven Realismus, sondern in der Tat ganz konkrete Wahrnehmungsmuster. Die optischen Illusionen des Alltags beispielsweise, die verhindern, daß wir in einem Meer von Reizüberflutung den Überblick verlieren oder gar "irre" werden. Der Autist sieht in der Tendenz aber ungefiltert das, was da ist, und nicht das, was das Gehirn typischerweise so an Realität moduliert. Und diese ungefilterte und hypervigilante Wahrnehmung ist ja wiederum auch ganz typisch für Psychotraumata. Wer wiederum die Welt anders wahrnimmt als der Rest, tut sich schwer mit Sozialkontakten. Egal, ob es sich dabei um das Fehlen der rosaroten Brille handelt oder um das Fehlen der selektiven Wahrnehmung im ganz konkreten optischen, akustischen oder haptischen Sinne. Und ja, vielleicht ist es eher eine ganz besondere Befähigung als etwas Krankes. Immerhin kann der depressive Realist unter den Schafen den Rest der Herde vor dem Wolf im Schafspelz warnen. Dafür ist der depressive Realist oder/und wahlweise Autist hypervigilant in seiner Wahrnehmung, was aber nichts Schlechtes ist, sondern eben nur nicht in das System einer normierten Massentierhaltung paßt.
Lovecraft
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Re: Borderline

Beitrag von Lovecraft »

Ja, so in etwa kann man sich das wohl vorstellen...wobei die von dir beschriebene, "hyperrealistische" Wahrnehmung sogenannter Autisten sich haargenau so anhört, wie Huxleys Beschreibungen eines Meskalin-Rausches: Die Welt wird gewissermaßen in extremer "slow motion", fragmentiert wahrgenommen: so daß viele Einzelmomente, die ansonsten wie ein nahtlos fließendes Kontinuum erlebt werden, in Einzelbilder aufgelöst sind - einem Film vergleichbar, der zu langsam abgespielt wird, wobei jeder Moment und jedes Detail mit hyperrealistischer Genauigkeit gesehen werden...vielleicht, ja sogar sehr wahrscheinlich hatten viele Künstler diese "fragmentierte Wahrnehmung" ebenfalls, und haben dies für ihre Werke genutzt...bei Van Gogh z.b. ist das sehr gut sichtbar, da es auch in seinen Bildern erscheint...und es gibt sicher noch viel mehr Beispiele dieser Art...und auch davor gab es sie schon, man nannte diese Leute nur ganz anders, z.B. Weise und Schamanen anstatt Depris und Autisten... nur die moderne Klippschule der Quacksalber-Elite hat das ins Negative umgedreht, und daraus eine Krankheit gebastelt - eben aus den schon von dir angesprochenen Motiven: Weil es einfach nicht in das gleichförmige Mainstream-Neudenk des modernen Herdentiermenschen paßt - und aus dem Rahmen des Erwünschten fällt, anders, fremd ist, sich nicht in die Gleichförmigkeit der Konsumidioten-Gesellschaft einfügen läßt...
Programmer
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Registriert: Samstag 8. September 2018, 18:01

Re: Borderline

Beitrag von Programmer »

Lovecraft hat geschrieben:
Abendstern hat geschrieben:
Lovecraft hat geschrieben: ...ich glaube im übrigen auch nicht an Autismus und nicht an Depressionen -zumindest sehe ich Letztere nicht als Krankheit an, sondern als ungetrübte Erfahrung von innerem Schmerz und Sinnlosigkeit...allerdings glaube ich dafür an den Weihnachtsmann, den Osterhasen, den Yeti, das Loch-Ness-Monster und an Fliegende Untertassen - zumindest wäre ich eher bereit, an all diesen Humbug zu glauben als an zuvor erwähnte "Krankheiten"...
Schön gesagt. :wink:

Ich sehe es ähnlich. Insbesondere Depressionen betreffend. In Hinblick auf Autismus habe ich selbst zu wenig Einblick in die Thematik. Finde jedoch interessant, daß ich auf dem Höhepunkt meiner Traumafolgen den Eindruck hatte, selbst in eine Art Autismus gerutscht zu sein. Zumindest stolperte ich just in dieser Zeit über ein Aufklärungsvideo, in dem Außenstehenden sehr anschaulich gezeigt werden sollte, wie sich die Welt für autistische Kinder anfühlt. Und ich war nicht wenig überrascht darüber, daß ich darin so ziemlich exakt meinen eigenen Zustand widergespiegelt fand. Mich würde interessieren, wie Du die Hintergründe in Bezug auf Autismus einschätzt.
Damit hier keine Missverständnisse entstehen: ich glaube durchaus, daß es so etwas wie "erweiterte Bewußtseinszustände" gibt - wie sie ja z.B. auch im Zusammenhang mit halluzinogenen Substanzen wie LSD, Meskalin, Psilocybin und ähnlichem künstlich herbeigeführt werden können - Aldous Huxley hat das in seinem bekannten Buch "Die Pforten der Wahrnehmung" ja höchst anschaulich beschrieben -ich denke daher, daß das bei Menschen mit diesem "autistischen" Wahrnehmungshorizont im Grunde ein- und dasselbe ist, nur, daß es für sie der eigentliche, der natürliche Zustand ist - daß es also möglich ist, die Welt auf mehr als nur eine Weise wahrzunehmen...was mit Halluzinogenen für "Normalos" - um es mal salopp zu formulieren - ja auch erreichbar ist, wenngleich auch nur kurzfristig..."Autismus" existiert so gesehen - aber ich sehe darin keine "Krankheit", nichts nachteiliges, sondern nur einen anderen Bezug zur "äußeren" Wirklichkeit, von daher sehe ich lediglich den Begriff als falsch an - nicht aber die damit beschriebene Sache...
Mmm das ist nicht vollständig richtig, da man durch ne LSD highdose auch nen ordentlichen Egotod erlebt/erleben kann und nen autist sieht sich ja selbst als Mensch. Außerdem könnte man mit dieser Theorie auch Autist werden, trippe mal jede Woche mit 400-800ug für 3-6 Monate und du hast auch nüchtern Optics und psychedelische Gedankengänge, darauf gebe ich dir mein Wort, eigenerfahrung. Aber du hast recht, auch wenn’s manchmal ziemlich weird ist ist es kein Nachteil, zumindest empfinde ich es nicht als nachteil.

Um zurück zum Thema zu kommen ich bin auch der Meinung das borderline keine Krankheit ist ebensowenig wie Depressionen und Autismus da das lediglich Persönlichkeiten aufgrund von Erfahrungen sind und ich empfinde es als falsch Persönlichkeiten als „Krank“ oder „falsch“ anzusehen.
Abendstern
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Re: Borderline

Beitrag von Abendstern »

Der Junge, der zu viel fühlte
Wie ein weltbekannter Hirnforscher und sein Sohn unser Bild von Autisten für immer verändern

https://www.europa-verlag.com/Buecher/6 ... fhlte.html

"Autisten fehle es an Empathie, sie hätten kaum Gefühle, hieß es in Expertenkreisen. Nach jahrelanger Beschäftigung mit der Störung seines Sohnes ist Markram vom Gegenteil überzeugt: Kai fühlt nicht zu wenig, er fühlt zu viel. Seine Sinne, sein Hören, Fühlen und Sehen sind zu fein für diese Welt. Er muss sich zurückziehen, um sich vor dem Übermaß an Eindrücken zu schützen. Eine Theorie, die immer mehr Anhänger findet."

Ach:

"Ein Team aus Experten, dabei auch Verhaltensforscher. Wir forschten mit autistischen Ratten. Wir untersuchten Neuronen in verschiedenen Hirnarealen. Dazu beobachteten wir das Verhalten der Tiere. Unsere Ergebnisse verglichen wir mit den wichtigen Studien. Aber sie passten nicht zusammen. Eigentlich hätten wir gesagt, okay, wir machen etwas falsch. Aber da war Kai, ich sah ihn jeden Tag. Und auch er verhielt sich nicht so, wie Autisten sich laut den Studien verhalten sollten. Erstmals stellten wir das Erlernte infrage. Kai war damit doppelt wichtig. Ohne ihn hätten wir gar nicht mit der Forschung begonnen. Und ohne ihn hätten wir nicht den Mut gehabt, auf uns zu vertrauen statt auf die gängige Lehrmeinung."
Lovecraft
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Re: Borderline

Beitrag von Lovecraft »

Programmer hat geschrieben:Mmm das ist nicht vollständig richtig, da man durch ne LSD highdose auch nen ordentlichen Egotod erlebt/erleben kann und nen autist sieht sich ja selbst als Mensch. Außerdem könnte man mit dieser Theorie auch Autist werden, trippe mal jede Woche mit 400-800ug für 3-6 Monate und du hast auch nüchtern Optics und psychedelische Gedankengänge, darauf gebe ich dir mein Wort, eigenerfahrung. Aber du hast recht, auch wenn’s manchmal ziemlich weird ist ist es kein Nachteil, zumindest empfinde ich es nicht als nachteil.

Um zurück zum Thema zu kommen ich bin auch der Meinung das borderline keine Krankheit ist ebensowenig wie Depressionen und Autismus da das lediglich Persönlichkeiten aufgrund von Erfahrungen sind und ich empfinde es als falsch Persönlichkeiten als „Krank“ oder „falsch“ anzusehen.

Wie auch immer: Nicht diese Menschen, die einfach nur ganz anders denken und fühlen als die "breite Masse", sind krank - sondern diese von Pharisäertum und Intoleranz gegenüber allem "Abweichenden" geprägte Gesellschaft mit ihrem Zwang zur Gleichförmigkeit - und dies ist auch überhaupt nicht erst seit jüngerer Zeit so...

...so wurde beispielsweise noch bis in die 2. Hälfte des des 20. Jahrhunderts hinein Homosexualität ebenfalls als Krankheit gesehen - und lange davor schon galt es in der absurden Vorstellungswelt der katholischen Kirche als "Sünde", wenn nicht gar als Werk des Teufels, schwul zu sein, obgleich - oder gerade weil? - es unter katholischen Priestern schon immer die meisten Schwulen gab...ähnlich verhält es sich auch heute noch mit Drogenkonsum oder Depressionen - es ist dasselbe Denken, das noch immer fortbesteht, wobei mittlerweile wieder eine deutliche Tendenz zur Radikalisierung der sogenannten "Mitte" festzustellen ist, der wir schließlich auch schon Hitler zu "verdanken" haben...auf den deutschen Michel ist dabei eben in jeder Hinsicht Verlaß...
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