Was ist es wert zu sterben?

Themenbezogene Diskussionen, die sich nicht nur auf eine Person beziehen; Ursachen und Auslöser für Depressionen und Daseins-Ängste; Bewältigungsstrategien bei Lebensmüdigkeit; psychische Krankheitsformen; Suchtkrankheiten; Alkohol-, Drogen- und Medikamenten-Abhängigkeit; Beziehungsprobleme

Moderatoren: Ludwig A. Minelli, Mediator

coldtime

Re: Was ist es wert zu sterben?

Beitrag von coldtime »

Ebenfalls ein intressanter Beitrag Last Escort.

Dazu muss ich mir erst ein paar Gedanken machen..
coldtime

Re: Was ist es wert zu sterben?

Beitrag von coldtime »

Ergibt irgendwie Sinn für mich dein Vergleich. Gefällt mir.

Stimme dem zu.

Der Rest braucht keine weitere Erwähnung.
Bin zufrieden, können gerne mehr ihre Meinung und Ansicht zum Thema preisgeben..
coldtime

Re: Was ist es wert zu sterben?

Beitrag von coldtime »

Hassen. Wer hasst sein Leben und wieso. Sein Leben hassen oder gar das Leben an sich. Auch Verachtung?
Agnetha
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Re: Was ist es wert zu sterben?

Beitrag von Agnetha »

Genau. Menschen, die hassen, machen das leben für mich unerträglich. Die sehen wir in den Medien auch gerade überall
Erloesung
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Re: Was ist es wert zu sterben?

Beitrag von Erloesung »

Last Escort hat geschrieben: Ich habe z.B. diejenigen nie verstanden, die sich dort "entsorgt" haben, wo sie gleich als erstes von ihren Angehörigen entdeckt werden - das muss doch nicht sein.
Doch, sowas kann ich verstehen. Ich kenn einen Fall, da wurde eine junge Frau, 18 Jahre, seit ihrer Kindheit von ihren Eltern psychisch gefoltert (laut ihren Schilderungen) und hat sich dann bewusst dazu entschieden, dass ihre Eltern sie auffinden. Sie hat sich dann atypisch erhängt und ich denke, wenn jemand noch nie eine Leiche gesehen hat, dann wird viele Menschen so ein Anblick sicher traumatisieren.

Und genau das wollte diese junge Frau ja auch. Sozusagen ihren Eltern nochmal "schaden".
Abendstern
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Re: Was ist es wert zu sterben?

Beitrag von Abendstern »

Erloesung hat geschrieben: Donnerstag 22. März 2018, 07:45
Last Escort hat geschrieben: Ich habe z.B. diejenigen nie verstanden, die sich dort "entsorgt" haben, wo sie gleich als erstes von ihren Angehörigen entdeckt werden - das muss doch nicht sein.
Doch, sowas kann ich verstehen. Ich kenn einen Fall, da wurde eine junge Frau, 18 Jahre, seit ihrer Kindheit von ihren Eltern psychisch gefoltert (laut ihren Schilderungen) und hat sich dann bewusst dazu entschieden, dass ihre Eltern sie auffinden. Sie hat sich dann atypisch erhängt und ich denke, wenn jemand noch nie eine Leiche gesehen hat, dann wird viele Menschen so ein Anblick sicher traumatisieren.

Und genau das wollte diese junge Frau ja auch. Sozusagen ihren Eltern nochmal "schaden".
Ja, sehr gut zu verstehen ... Ob es dabei allerdings tatsächlich darum ging, den Eltern zu schaden, sei einmal dahingestellt. Ich denke, es ging vor allem um die unmißverständliche Botschaft ...
Abendstern
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Re: Was ist es wert zu sterben?

Beitrag von Abendstern »

Last Escort hat geschrieben: Montag 20. März 2017, 01:04 Also was ist es wert dafür zu sterben? - ein besseres Leben.
Ein bemerkenswerter Antagonismus.
Orgeluse
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Re: Was ist es wert zu sterben?

Beitrag von Orgeluse »

Als ich den Thread-Titel las, dachte ich: Oh, macht nun einer das Fass ">objektive< Sterbensgründe" auf, also zum Beispiel die Frage, ob es ein Elternleben für die Rettung des Kindes zu opfern 'wert' sei, oder ob es das eigene Leben für die Rettung/die Einführung der Demokratie zu opfern 'wert' sei, oder für den Klimaschutz, für die Verhinderung des Überwachungsstaates, des Dschihad oder der flächendeckenden Verdummung.

Dann las ich im Thread weiter und lernte: Es geht um die Frage, wann ein Suizid 'gerechtfertigt' sei.
Und ich war wieder einmal enttäuscht (mein Problem, ich weiß!).

Meine völlig unbeträchliche Ansicht zu dieser Frage:
Sie stellt sich nicht!

Ein Suizid entzieht sich jeder menschlichen Anhaftung, also auch jeder Moral. (Und "Wertfragen" gehören in die Kategorie Moral/Ethik.)
Solange der/die/das SuizidantIn noch dem Menschlichen stark anhaftet, wird er/sie/es sich schwer tun mit dem eigenen Suizid.
Sobald da ein gewisser Grad an Ablösung vorhanden ist, wird der eigene Freitod sichtbar als etwas, das nur einen selbst etwas angeht. Man löst sich dann nicht von anderen menschlichen Moralvorstellungen. Aber man löst sich von den anderen Menschen.
(Deshalb wünsche ich mir auch für jeden suizidalen Menschen, dass er keine Kinder gezeugt haben möge!)

Ich persönlich arbeite daran, mir sagen zu können:
Ich bin es mir wert zu sterben.

Grüße von der Orgel
Lovecraft
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Registriert: Montag 26. Juni 2017, 12:09

Re: Was ist es wert zu sterben?

Beitrag von Lovecraft »

...ich würde mich niemals für irgendwelche falschen Götter opfern, weder für den christlichen Gott, noch für Allah, noch für die atheistische Neo-Religion Wissenschaft und ihren Kult der Großen Hure Natur, die ich verachte und als meinen Todfeind betrachte ...ich verehre aber durchaus einige Götter - u.a. Seth, Apophis, Tiamat, Pan und Luzifer - der ursprünglich gar nicht aus dem Christentum stammt - also die anti-kosmischen Chaos-Gottheiten...ich denke sogar, daß sie zumindest in ferner Vergangenheit einmal physisch reale Wesenheiten waren, wahrscheinlich "gefallene" Angehörige einer uns weit überlegenen Alien-Rasse, die die Menscheit auf den richtigen Pfad der Erleuchtung durch die Schwarze Flamme gebracht haben...

...der moderne Wissenschaftsglaube ist allerdings noch sehr viel dekadenter und schwachsinniger als selbst das Christentum, das immerhin noch einige interessante Elemente enthält, die vermutlich auf Tatsachen basieren, wie z.B. die Garten Eden und die Sündenfall-Legende (=genetisches Zuchtexperiment mit fatalen Folgen, als die "Schlange" sich gegen ihre Herren und Schöpfer auflehnte - und im Gefolge auch die zuvor versklavten Menschen)
LetzteAusfahrt
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Registriert: Montag 4. Mai 2020, 01:08

Re: Was ist es wert zu sterben?

Beitrag von LetzteAusfahrt »

@orgeluse
Meine völlig unbeträchliche Ansicht zu dieser Frage:
Sie stellt sich nicht!


Absolut Richtig !
Zumindest stellt sich die Frage nicht für mich.

Die Frage nach einem Wert ist in diesem Zusammenhang eigentlich sinnlos, da ein Wert, ein Gegenwert für das Sterben, danach wertlos ist,
wertlos für den Suizidanten.

Ich bin in der glücklichen Lage, dass ich mir über das Leben danach keine Gedanken machen muss. Dass keine Gedanken, Fragen oder Ängste meine Entscheidung beeinflussen können.
Kein Glaube oder Irrglaube, keine Ethik oder Moral
Ich muss mir keine Gedanken zum Wert machen und kann endlich einmal etwas Zeit mit einem glücklichen Lächeln genissen. Mit dem wertvollen Wissen, dass ich bald meine Ruhe habe. Leider weiss ich das danach nicht mehr, weil nichts von mir übrig bleiben wird.

In diesem Sinne ist das Sterben für mich sehr wertvoll.

Aber davor, nicht danach.
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