Ich komme damit nicht zurecht....

Themenbezogene Diskussionen, die sich nicht nur auf eine Person beziehen; Ursachen und Auslöser für Depressionen und Daseins-Ängste; Bewältigungsstrategien bei Lebensmüdigkeit; psychische Krankheitsformen; Suchtkrankheiten; Alkohol-, Drogen- und Medikamenten-Abhängigkeit; Beziehungsprobleme

Moderatoren: Ludwig A. Minelli, Mediator

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Sternenwesen
Beiträge: 92
Registriert: Dienstag 2. Juni 2015, 10:34

Ich komme damit nicht zurecht....

Beitrag von Sternenwesen »

Ich schrieb ja schon einmal, ich erlebe diese Welt hier sehr ambivalent und paradox. Und mit vielen Dingen komme ich schlichtweg nicht klar, man lernt Menschen etwas besser kennen, lernt sie virtuell lieben, achten - und dann schreiben sie auf einmal nicht mehr. Wie gehen andere hier damit um? Mögt ihr was dazu sagen oder blendet ihrs einfach aus?
Leggingshanger
Beiträge: 37
Registriert: Dienstag 16. September 2014, 22:49

Re: Ich komme damit nicht zurecht....

Beitrag von Leggingshanger »

Ich freue mich für diejenigen, die es geschafft haben ihr Leiden zu beenden.
Ist hart aber wenn kein erträgliches Leben möglich ist, ist es wohl so besser.
Girlxxx

Re: Ich komme damit nicht zurecht....

Beitrag von Girlxxx »

Was will man machen (und das Machen scheint hier wesentlich)...wenn ich bedenke wie viel permanentes Leid es sekündlich auf der Erde geben muss, dann erscheint mir das bisschen fremdes Leid welches man sich vergegenwärtigen kann (und einem schon zu viel ist) wie ein Tropfen auf den heissen Stein (und selbst als Tropfen nur ein illusionärer, ja paradoxer, da er in seiner Wirkung doch oft nur als (eigenes) Leid vermehrender existiert). Der Autor Marcel Levy schrieb, dass nur derjenige moralisch zu nennen sei, dessen Empfinden jedes existierende Leid umfasse (wobei mir das allenfalls als notwendige, keinesfalls als hinreichende Bedingung erschiene).
Man geht mit dem Leben um indem man (viel mehr ist es ein automatisches Geschehen und eine funktionale Notwendigkeit jeglicher Lebenstüchtigkeit) `verdrängt`, es sei denn man ist bar jeglichen Empfindens...oder man ist eben unfähig mit dem Leben umzugehen. Mitleid erscheint mir übrigens in einer bestimmten Form als eine Projektion und nachfolgende Identifikation eigenen Leides, d.h. im fremden Leid bemitleide ich mein eigenes Leid...das muss dann nicht einmal schlecht sein (im weitesten Sinne ist es Ursprung jeglichen Mitleides...oder vielleicht genauer: das einzige zu dem der (durchschnittlich-normale und andererseits erleuchtete, aber auf unterschiedliche Weise) Mensch fähig ist). Wer hingegen an seinem eigenen Leben mehr als genug zu leiden hat, dem bleibt kein Vorstellungsraum mehr um anderes, fremdes Leid sich zu vergegenwärtigen (im intensivsten Leid ist aber implizite alles denkbare Leid schon enthalten oder aber der Leidendste ist notwendig der zur Moral Unfähige...).
Sternenwesen
Beiträge: 92
Registriert: Dienstag 2. Juni 2015, 10:34

Re: Ich komme damit nicht zurecht....

Beitrag von Sternenwesen »

Lass mich doch einfach in Ruhe...... :cry:
Girlxxx

Re: Ich komme damit nicht zurecht....

Beitrag von Girlxxx »

Sternenwesen hat geschrieben:Lass mich doch einfach in Ruhe...... :cry:
Nichts lieber als das. Das Denken lass ich mir allerdings nicht verbieten, und da die threads allen offen stehen, werde ich schreiben was und wo ich will. Wenn dir das nicht passt: gehe zum `persönlichen Bereich` und lasse meine Beiträge für dich unsichtbar machen (ja, das geht tatsächlich). Oder lass es bleiben und akzeptiere, dass hier jeder sagen kann was er will (und so wie ich das sehe, ist noch jedes meiner Beiträge primär sachlicher Art gewesen). Zur Erinnerung: dies ist u.a. ein Diskussions-Forum!
glycerine
Beiträge: 951
Registriert: Mittwoch 9. Mai 2012, 16:13

Re: Ich komme damit nicht zurecht....

Beitrag von glycerine »

......................
Zuletzt geändert von glycerine am Donnerstag 31. Dezember 2015, 12:03, insgesamt 1-mal geändert.
Girlxxx

Re: Ich komme damit nicht zurecht....

Beitrag von Girlxxx »

glycerine hat geschrieben:Wie ich damit umgehe, ich sehe das Leben nicht immer als das höchste Gut an, und jeder der nicht mehr lebt der hat keine Probleme mehr,
die Frage ob es mich trifft wenn ich jemanden verliere, klar, wem nicht, aber wenn derjenige wirklich ein unendliches Leid hatte dann überwiegt irgendwann der Glaube dass er es jetzt besser hat und endlich erlöst ist.
Ich wünsche mir auch oft die Erlösung, von selbst wird die aber wahrscheinlich nicht so schnell kommen und aktiv daran zu arbeiten abzuhauen ist mir aus moralischer Pflicht meiner Angehörigen gegenüber noch nicht möglich solange sie noch leben.
Ich bin gezwungen zu leben, weil meine Angehörigen es nicht verkraften würden wenn ich die Sache beende.
Soll/darf ich diesen Beitrag spitzfindig bzw. genau unter die Lupe nehme, d.h. kommentieren?
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