Alkohol - Der Retter in der Not ?

Themenbezogene Diskussionen, die sich nicht nur auf eine Person beziehen; Ursachen und Auslöser für Depressionen und Daseins-Ängste; Bewältigungsstrategien bei Lebensmüdigkeit; psychische Krankheitsformen; Suchtkrankheiten; Alkohol-, Drogen- und Medikamenten-Abhängigkeit; Beziehungsprobleme

Moderatoren: Ludwig A. Minelli, Mediator

volldurch
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Re: Alkohol - Der Retter in der Not ?

Beitrag von volldurch »

Korsakow hat geschrieben:
BadGuardian hat geschrieben:Glückwunsch Korsakow. Hab deine Beiträge hier auch gerne gelesen. Auch wenn ich erst seit dem 9. September 2012 angemeldet bin. ;) Ich versuche auch so wenig wie möglich Alkohol zu trinken. 4x pro Monat, jedes Wochenenende 1x mehr nicht!
Kontrolliertes Trinken kommt für mich nicht in Frage. Sei vorsichtig damit. Alkohol bringt dich nicht weiter.
Kommt wohl drauf an. ich bin jetzt seit längerer Zeit abstinent und kann nicht behaupten, dass es mir dadurch besser geht. Im Gegenteil, es ist eher so, dass gerade Abends die Realität unbarmherzig und klar vor Augen steht, ohne mich davon wenigstens etwas wegbeamen zu können. Andererseits bezweifle ich auch, dass ich ein guter Kandidat für "kontrolliertes" Trinken bin. Einfach traurig das Ganze. Würde sich nur ein wenig was ändern in meinem beschissenen Leben..
Bullmastif
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Re: Alkohol - Der Retter in der Not ?

Beitrag von Bullmastif »

Ich trinke auch schon seit ca. 41 Jahren und sehr oft hat mir der Alk geholfen.
Früher habe ich mehr vertragen. Jetzt trinke ich fast nur mehr Bier.
Man sollte den Alk nicht immer verteufeln, für ist er der Lebensretter.
volldurch
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Re: Alkohol - Der Retter in der Not ?

Beitrag von volldurch »

Bullmastif hat geschrieben:Ich trinke auch schon seit ca. 41 Jahren und sehr oft hat mir der Alk geholfen.
Früher habe ich mehr vertragen. Jetzt trinke ich fast nur mehr Bier.
Man sollte den Alk nicht immer verteufeln, für ist er der Lebensretter.
Richtig regelmäßig trinken mache ich erst seit ein paar Jahren, bin aber auch noch jünger. Unter Alkeinfluss hab ich schon einige peinliche Sachen gemacht und Mist gebaut, aber ganz ehrlich, wirklich bereuen im Sinne von Alkohol verteufeln kann ich das auch nicht. Allenfalls ist es mir peinlich. Ist eben nichts gegen den ganzen anderen psychischen unzulässiges Wort, den ich so zu ertragen hab.

Vielleicht ist ja echt das mit Wochenendtrinken ein guter Kompromiss

Heute ist ja wieder Wochenende, in diesem Sinne Prost! Aber erst Abends natürlich :D
volldurch
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Re: Alkohol - Der Retter in der Not ?

Beitrag von volldurch »

Werdet ihr nach ein paar Bier auch immer so aggressiv...nach 2-4 Bier könnte ich alles kaputtschlagen. Diese verdammte Ungerechtigkeit ohne was tun zu können.
Chron
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Re: Alkohol - Der Retter in der Not ?

Beitrag von Chron »

Mich beruhigt Alkohol, allerdings Schnaps, nicht Bier; weiss nicht ob das eine Rolle spielt. Ohne bin/wäre ich öfters kurz vorm Ausflippen oder dann auch nicht mehr nur "vor", insbesondere wegen allem unzumutbaren Lärm. Und das mal abgesehen von der z. T. bei mir nötigen Schmerzdämpfung durch Alkohol. Trinke ich mehr, schlafe ich ein (was nicht der Sinn davon ist, also höre ich meistens vorher auf, aber manchmal will ich auch nur noch "weg" sein, paar Stunden unbemerkt vergehen lassen).

Es ist aber ja bekannt, dass manche Menschen alkoholisiert aggressiv werden (Kneipen-Schlägereien usw.). Ich vermute, dass das eine sonst auch vorhandene, aber unterdrückte Aggressivität bzw. Wut ist, die dann durchkommt, weil Alkohol ja scheint's enthemmt (erlebe ich aber als gleichgültiger Werden). Also gewissermaßen ein gleichgültiger Werden eigenen sonst als negativ bewerteteten, zurück gehaltenen, sich verbotenen, nicht zugelassenen Emotionen/Empfindungen gegenüber. Gäbe es Möglichkeiten, die in Erinnerung an den letzten Alkoholzustand nüchtern auszuleben (rausschreiben, rausschreien, rausboxen in irgendeinem Club oder so)?

Oder verschwindet das wieder, wenn man (noch) mehr säuft (weil man irgendwann ja dann in jedem Falle einschläft)?
volldurch
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Re: Alkohol - Der Retter in der Not ?

Beitrag von volldurch »

Chron hat geschrieben: Es ist aber ja bekannt, dass manche Menschen alkoholisiert aggressiv werden (Kneipen-Schlägereien usw.). Ich vermute, dass das eine sonst auch vorhandene, aber unterdrückte Aggressivität bzw. Wut ist, die dann durchkommt, weil Alkohol ja scheint's enthemmt (erlebe ich aber als gleichgültiger Werden). Also gewissermaßen ein gleichgültiger Werden eigenen sonst als negativ bewerteteten, zurück gehaltenen, sich verbotenen, nicht zugelassenen Emotionen/Empfindungen gegenüber. Gäbe es Möglichkeiten, die in Erinnerung an den letzten Alkoholzustand nüchtern auszuleben (rausschreiben, rausschreien, rausboxen in irgendeinem Club oder so)?

Oder verschwindet das wieder, wenn man (noch) mehr säuft (weil man irgendwann ja dann in jedem Falle einschläft)?
Ja, damit hast du -was mich betrifft- wohl recht. Ich weiß auch was diese Dinge sind. Es sind einfach viele Probleme, die ich denke nicht lösen zu können. Es ist irgendwie immer dasselbe: Zuerst geht die Stimmung hoch mit Alkohol nach den ersten Gläsern, dann geht es immer mehr in Richtung Ohnmacht und schlechtere Stimmung. Dann trinke ich weiter und die schlechte Stimmung geht in Verzweiflung über. Mein Problem ist dann auch, dass ich mit irgend jemand reden will, aber meistens niemand da ist, der mich irgendwie verstehen könnte. Aus der Verzweiflung kommt dann diese rasende Aggressivität auf, ich weiß auch nicht genau warum das so umschlägt. Aber vielleicht auch logisch: Verzweiflung (ausgeliefert sein usw.) schlägt in eine "Aktion" um...Das dummes ist, wenn ich dann irgend jemand beschimpfe (nur per Mail eigentlich) oder was anderes peinliches mache, führt das dazu dass ich mich am nächsten Tag noch schlechter fühle :( Ich bin wirklich kein bösartiger Mensch von mir aus. :(

Kneipenschlägerei, dazu käme es bei mir garantiert nicht, weil ich sonst total zurückhaltend bin in der Realwelt. Vielleicht eben dann genau die Kehrseite durch den Alk. Aber was bringt es mir letztlich, es macht alles noch schlimmer.

PS Forum: Falls ich gestern hier auch irgendwie etwas ausgetickt bin, tut mir das echt leid. Es war wieder mal so gestern wie beschrieben.
Exekution
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Re: Alkohol - Der Retter in der Not ?

Beitrag von Exekution »

alkohol belebt mich...es kommen andere gedanken auf,die depris sind für den moment weg....und ganz erhlich,mir ist es egal ob es schadet oder nicht....
volldurch
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Re: Alkohol - Der Retter in der Not ?

Beitrag von volldurch »

Ich glaube ich saufe wegen langanhaltendem Liebeskummer oder wie man das nennen soll. Und noch einem Haufen anderem unzulässiges Wort :(
Sadness
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Re: Alkohol - Der Retter in der Not ?

Beitrag von Sadness »

Ich trinke, um zur Ruhe zu kommen, Entspannung zu finden, zu vergessen. Abends. Hab Angst vor der Nacht und die macht der Alkohol weg. Aggressiv werde ich nicht, nur manchmal unendlich traurig, an Tagen wo der Alk meine Emotionen verstärkt.
Ich trinke fast nur Bier und Wein, manchmal Sekt. Schnaps o.ä. nur zum Verdauen, nicht zum Betrinken. Höre auch auf, bevor ich wirklich besoffen bin und geh dann zu Bett. Es ist einfach, weil ich nichts anderes finde was mich abends beruhigt und die beschissenen Erinnerungen unterdrückt. Diazepam u.ä. geht natürlich auch, ist aber ja ähnlich problematisch. Insofern trinke ich meist. So gut wie jeden Abend, seit eineinhalb Jahrzehnten. Nicht viel, nur ein, zwei oder drei Bier. Ne Flasche Wein o.ä. Keine Massen. Aber trotzdem zu viel bzw. zu regelmäßig. Auf der anderen Seite ist es einfach Teil meiner Überlebensstrategie...

LG
Sadness
volldurch
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Re: Alkohol - Der Retter in der Not ?

Beitrag von volldurch »

Mit 3 Weizen und Musik hören fühle ich mich gerade etwas als normaler Mensch. Komisch. Ist anscheinend extrem abhängig davon wie schnell man trinkt oder welche Gedanken man dabei entwickelt. Bestätigt mich in meiner Ansicht, dass alles was passiert komplett und brutal ein Zufall ist.
volldurch
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Re: Alkohol - Der Retter in der Not ?

Beitrag von volldurch »

..auf Wein umgestiegen.

Ich trinke, um meine Probleme zu ertränken, aber diese verdammten Bastarde könne schwimmen.
Korsakow
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Re: Alkohol - Der Retter in der Not ?

Beitrag von Korsakow »

Exekution hat geschrieben:alkohol belebt mich...es kommen andere gedanken auf,die depris sind für den moment weg....und ganz erhlich,mir ist es egal ob es schadet oder nicht....
Ja, alle Sorgen sind für ein paar Stunden weg. Aber nächsten Morgen waren sie alle wieder da, meistens sogar schlimmer als vorher.

Ich bin froh, dass ich von dem Zeug weg bin, aber diese Einsicht muss jeder selbst machen.

Nur du allein kannst es schaffen aber du schaffst es nicht allein.
volldurch
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Re: Alkohol - Der Retter in der Not ?

Beitrag von volldurch »

Habt ihrs mal mit alkoholfreiem Bier versucht? Hat bei mir einen leicht antidepressiven Effekt. Nehme an wegen dem Hopfen.
Chron
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Re: Alkohol - Der Retter in der Not ?

Beitrag von Chron »

http://mitrilkedurchdasjahr.blogspot.ch ... ossen.html

Bestellung

Ein Glas Punsch
Ist mein Wunsch!

Die Welt ist kalt: ich will mich erwärmen -
Und geht das mit dem Herzen nicht,
So geht es mit den Gedärmen!

Die Welt ist traurig: ich will mich erfreuen -
Und geht das mit tiefer Sammlung nicht,
So geht es doch mit dem Zerstreuen!

Die Welt ist schlau: ich will mich betören -
Und geht das bei klarem Verstande nicht,
So geht es mit den Likören!

Ein Glas Punsch
Ist mein Wunsch!

Hanns von Gumppenberg


Hanns Theodor Wilhelm Freiherr von Gumppenberg
* 4. Dezember 1866 in Landshut,
† 29. März 1928 in München,
war ein deutscher Dichter, Übersetzer, Kabarettist und Theaterkritiker.
Er benutzte die Pseudonyme Jodok und Professor Immanuel Tiefbohrer.
glycerine
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Re: Alkohol - Der Retter in der Not ?

Beitrag von glycerine »

Alkohol ist doch auch ok für jemanden der nicht krank wird dadurch
Zuletzt geändert von glycerine am Sonntag 27. September 2015, 23:31, insgesamt 1-mal geändert.
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