Pech im Leben

Persönliche Hoffnungen, Wünsche und Lebensperspektiven

Moderatoren: Ludwig A. Minelli, Mediator

schlauwiener
Beiträge: 24
Registriert: Donnerstag 1. Juni 2017, 00:17

Re: Pech im Leben

Beitrag von schlauwiener »

Abendstern hat geschrieben: Eltern können ihr Kind ablehnen, weil sie es als zu schön oder als zu häßlich betrachten.
Dass Eltern ihr Kind ablehnen, weil sie es als zu schön betrachten, habe ich noch nie gehört, und es wird wohl auch schlicht unwahr sein oder zumindest extremst selten (und dann mit einem völlig pathologischen Hintergrund), aber ich vermute, du hast dir das nur eben ausgedacht.

Abendstern hat geschrieben: Bewerber, und insbesondere Bewerberinnen, können einen Job erhalten oder nicht erhalten, weil sie als zu schön oder zu häßlich betrachtet werden.
Mit Sicherheit werden Bewerber/innen viel häufiger einen Job nicht erhalten, weil sie nicht schön genug sind, als deshalb, weil sie zu schön sind.
Und bei Bewerber/innen mit gleicher fachlicher Eignung wird häufig der/die attraktivere bevorzugt.

Abendstern hat geschrieben: Menschen, und insbesondere Menschinnen, können zu Feierlichkeiten eingeladen werden oder auch nicht eingeladen werden, weil sie als zu schön oder zu häßlich betrachtet werden.
Auch sehr an den Haaren herbei gezogen und vermutlich sehr selten dürfte sein, dass jemand nicht eingeladen wird, weil er oder sie zu schön ist. Für eine Einladung, wozu auch immer, dürften die Wesensmerkmale eine viel größere Rolle spielen als die körperliche Attraktivität. Außer in der Öffentlichkeit, denn da wird äußerliche Schönheit eindeutig bevorzugt.

Abendstern hat geschrieben: Wissenschaftler machen zudem oft den Fehler, Dinge als erstrebenswert zu betrachten, die insbesondere schöne Frauen häufig überhaupt nicht als erstrebenswert erachten.
Was für eine anmaßende, dazu falsche und, sorry, dämliche Aussage...

Abendstern hat geschrieben: Insbesondere die sexuelle Aufmerksamkeit, die ihnen oft in einem Übermaß zuteil wird.
Es dürfte nahezu jeder Frau lieber sein, sexuelle Aufmerksamkeit zu erregen, als übersehen zu werden.

Abendstern hat geschrieben: Und gleichzeitig auf der anderen Seite wiederum Neid und Mißgunst hervorruft.
Ich denke mal, Neid und Mißgunst haben noch niemanden davon abgehalten, genau danach zu streben, was Neid und Mißgunst hervorrufen könnte. Ganz im Gegenteil: Neid und Mißgunst werden oft als Anerkennung betrachtet.

Abendstern hat geschrieben: Andere Studien wiederum legen nahe, daß gerade Attraktivität, und insbesondere wiederum bei Frauen, häufig dazu führt, daß sie bei Beschwerden geringere medizinische Aufmerksamkeit bekommen und dadurch dringend gebotende Untersuchungen und Diagnosen ausbleiben.
Aha... so so... Gestatte, dass ich das anzweifle, bis du belastbare Quellen genannt hast, ansonsten betrachte ich diese Aussage als deine Erfindung, falsch abgeleitet aus persönlichen Erfahrungen.

Abendstern hat geschrieben: Die Dinge sind relativ.
Ja, ja, alles ist relativ... Dann echauffiere dich doch nicht immer wieder so, wenn es um dieses Thema geht.

Abendstern hat geschrieben: Und es ist Banane, krampfhaft so zu tun, als würden sich Glück und Pech im Leben von derlei singulären Parametern ableiten.
Glück und Pech im Leben lassen sich natürlich nicht allein aus körperlicher Attraktivität ableiten, das ist selbstverständlich, und das hat auch niemand behauptet.

Abendstern hat geschrieben: Es gibt Kinder, die kommen mit einer optisch stark beeinträchtigenden Behinderung auf die Welt, werden aber von ihren Eltern vergöttert und versorgt. Andere kommen als kleine gesunde Goldlöckchen auf die Welt und werden vernachlässigt, gedemütigt, mißhandelt, vergewaltigt und ermordet.

Ja, jetzt frage man sich doch mal, wer es da besser hat im Leben.
Wie man sieht, schreckst du auch vor übelstem Zynismus nicht zurück, wenn es darum geht, deine Ansichten zu verteidigen.

...................................................................
Abendstern hat geschrieben: ich habe keine Lust, mich schon wieder zu ärgern.
Tust du ja aber dennoch, wie man sehen kann. Warum fühlst dich von diesem Thema immer wieder so sehr persönlich betroffen?

Hierbei geht es doch um Statistik, also um Wahrscheinlichkeiten. Eine Statistik sagt grundsätzlich nichts über Einzelfälle aus und wird auch nicht per se durch das Vorhandensein von Gegenbeispielen widerlegt. Allein entscheidend ist die Häufigkeit. Und darin dürften sich auch die von dir genannten, zum Teil sehr an den Haaren herbeigezogenen (oder auch schlicht falschen) Für- und Gegenbeispiele stark unterscheiden.

Soll heißen: Selbst wenn es in beide Richtungen Diskriminierung gibt, so tritt sie in eine Richtung viel häufiger auf als in die andere, was du aber permanent zu relativieren und zu verschleiern versuchst - warum?

Und wie verhält es sich z.B. damit, wenn die eigene körperliche Attraktivität durch einen Unfall oder einen misslungenen chirurgischen Eingriff mehr oder weniger stark gemindert wird? Ist das dann ein Grund, am Leben zu verzweifeln, oder sagst du denjenigen dann auch, dass äußere Schönheit bzw. ihr Verlust nicht entscheidend sind dafür, wie man sich fühlt?
Abendstern
Beiträge: 621
Registriert: Montag 28. September 2015, 08:03

Re: Pech im Leben

Beitrag von Abendstern »

Für alle, die das Thema nicht nur einseitig propagiert und verdreht haben wollen, empfehle ich, in der Suchmaschine der persönlichen Wahl Schlagworte wie zum Beispiel "Studie Nachteile Schönheit" einzugeben. Wer des Englischen mächtig ist, kann auch entsprechende Wissenschaftsportale dazu nutzen. Die Diskussion hier macht auf diesem Niveau jedenfalls überhaupt keinen Sinn mehr und ich überlege auch gerade, mich von dieser Plattform zu verabschieden.
alleine
Beiträge: 187
Registriert: Sonntag 30. Dezember 2018, 11:50
Kontaktdaten:

Re: Pech im Leben

Beitrag von alleine »

Freedom hat geschrieben: Donnerstag 9. März 2017, 12:50 Hallo,

ich hab schon öfters über dieses Thema nachgedacht. Und zwar: Ist es im Leben nicht so, dass einige Menschen einfach nur Pech haben im Leben und deshalb ein schlechtes Leben haben?

Und genau das stört mich an diesem "Leben". Dass Glück/Pech eine Rolle spielt. z.B. wenn man einen Unfall hat, und 0 Schuld daran hat und dann massive Gesundheitsprobleme dann hat. Das ist doch einfach nur Pech.

Ich komme überhaupt nicht klar mit diesem Pech/Glück-"System". Es ist irgendwie wie Lotterie, der eine bekommt ein schönes Leben und der andere bekommt ein schlechtes Leben.

Wie empfindet ihr das?

Ja, so ist das.

Und die, die aus irgend einem Grund "Glück" haben, bekommen noch mehr "Glück", indem sie mehr Energien haben, andere zu beherrschen/zu tyrannisieren. Und werden dafür dann noch mehr bewundert.

Das ist von der Evolution so vorgesehen.
alleine
Beiträge: 187
Registriert: Sonntag 30. Dezember 2018, 11:50
Kontaktdaten:

Re: Pech im Leben

Beitrag von alleine »

-
Zuletzt geändert von alleine am Freitag 1. Mai 2020, 04:49, insgesamt 1-mal geändert.
schlauwiener
Beiträge: 24
Registriert: Donnerstag 1. Juni 2017, 00:17

Re: Pech im Leben

Beitrag von schlauwiener »

Ja, ich glaube auch, dass Glück und Pech, also der Zufall, im Leben eine sehr große Rolle spielen, wahrscheinlich sogar die Hauptrolle. Und wenn man sich am linken ("benachteiligten") Ende der Gaußschen Glockenkurve befindet (oder sich zumindest dort einordnet), wird man das auch zurecht als ungerecht empfinden.

Was das ganze noch bitterer macht, ist die Tatsache, dass viele Menschen, insbesondere diejenigen, die sich am rechten ("vorteilhaften") Ende der Glockenkurve befinden, den Zufall zu relativieren oder gar zu negieren versuchen und stattdessen ihr Glück als selbst erarbeitet und verdient ansehen und darstellen (und im Gegenzug ebenso das Pech der anderen, was echt unerträglich ist), obwohl es ganz klar unverdient, rein zufällig und somit nichts anderes als ein Geschenk (Gottes? *kotz*) ist.

Wenn ich Kaiser wäre, würde ich, um die Lebensumstände gerechter zu gestalten, als erstes eine Attraktivitätssteuer einführen. 8)
alleine
Beiträge: 187
Registriert: Sonntag 30. Dezember 2018, 11:50
Kontaktdaten:

Re: Pech im Leben

Beitrag von alleine »

@schlauwiener:

Zum ersten Teil Deines Beitrages mit "Glück und Pech", Zustimmung.

Allerdings finde ich es nicht gerade Okay, wie Du Abendstern angegangen bist. Du hast doch in deinen vorherigen Beiträgen in der Kenntnis geschrieben, dass es da um ein sensibles Thema bei ihr geht und was schonmal Thema war.

Für viele Leute hier ist das hier ja so eine Art letzter Rückzugsort..
schlauwiener
Beiträge: 24
Registriert: Donnerstag 1. Juni 2017, 00:17

Re: Pech im Leben

Beitrag von schlauwiener »

alleine hat geschrieben: Allerdings finde ich es nicht gerade Okay, wie Du Abendstern angegangen bist. Du hast doch in deinen vorherigen Beiträgen in der Kenntnis geschrieben, dass es da um ein sensibles Thema bei ihr geht und was schonmal Thema war.
@alleine, wo bin ich denn Abendstern "angegangen"? Kannst du bitte diesen Teil meines Textes zitieren, damit ich weiß, wovon du sprichst? Denn ich verstehe unter "angehen" sowas wie angreifen, was ich aber nach meinem Empfinden nicht getan habe. Ich denke, wir haben nur eine Meinungsverschiedenheit.

Und was ist ein sensibles Thema? Ich kann mich nicht entsinnen, dass Abendstern hier mal über irgend etwas persönliches berichtet hat.
alleine hat geschrieben: Für viele Leute hier ist das hier ja so eine Art letzter Rückzugsort..
...den ich niemandem streitig machen möchte.
alleine
Beiträge: 187
Registriert: Sonntag 30. Dezember 2018, 11:50
Kontaktdaten:

Re: Pech im Leben

Beitrag von alleine »

@schlauwiener:

Warum muss man beispielsweise jemandem "Zynismus" vorwerfen und damit unterstellen, die Person agiere aus einer moralisch verwerflichen Gesinnung heraus. Das ist doch nicht nötig und trifft sicher nicht auf Abendsterns Motivation zu.
schlauwiener
Beiträge: 24
Registriert: Donnerstag 1. Juni 2017, 00:17

Re: Pech im Leben

Beitrag von schlauwiener »

alleine hat geschrieben: Dienstag 5. Mai 2020, 00:28 @schlauwiener:

Warum muss man beispielsweise jemandem "Zynismus" vorwerfen und damit unterstellen, die Person agiere aus einer moralisch verwerflichen Gesinnung heraus. Das ist doch nicht nötig...
"Übelster Zynismus" war vielleicht etwas dick aufgetragen, das räume ich ein. Als vollends unpassend empfinde ich meinen Zynismusvorwurf dennoch nicht. Oder wie soll man es nennen, wenn zwei sehr traurige Schicksale für einen hinkenden Vergleich unter dem Aspekt "wer hat es besser" instrumentalisiert werden?

alleine hat geschrieben: Dienstag 5. Mai 2020, 00:28 ...und trifft sicher nicht auf Abendsterns Motivation zu.
Selbige würde mich durchaus interessieren.
LetzteAusfahrt
Beiträge: 124
Registriert: Montag 4. Mai 2020, 01:08

Re: Pech im Leben

Beitrag von LetzteAusfahrt »

@schlauwiener
Wäre das hier ein TV-Duell in einem Wahlkampf, Du hättest meine Stimme auf sicher :wink:

Zurück zum eigentlichen Thema.

Glück oder Pech im Leben gibt es genau genommen eigentlich nicht. Es sind subjektive Bewertungen von Ereignissen, die dem eigenen Leben einen Stoss geben. Je nachdem, ob dieser Stoss in eine Richtung geht, die mit der eigenen, subjektiven Vorstellung eines glücklichen Lebens überein stimmt oder nicht, bewerten wir es als Glück oder Pech.

Es gibt aber ein Ereigniss im Leben, für das ich die allgemein gültige Wertung von Glück und Pech akzeptiere, die Geburt.

Je näher die Umstände der Geburt den späteren Vorstellung eines glücklichen Lebens entsprechen, desto mehr Glüch hat man gehabt.
alleine
Beiträge: 187
Registriert: Sonntag 30. Dezember 2018, 11:50
Kontaktdaten:

Re: Pech im Leben

Beitrag von alleine »

.
Zuletzt geändert von alleine am Sonntag 10. Mai 2020, 12:36, insgesamt 1-mal geändert.
LetzteAusfahrt
Beiträge: 124
Registriert: Montag 4. Mai 2020, 01:08

Re: Pech im Leben

Beitrag von LetzteAusfahrt »

@alleine

Interessant, ich scheine da ganz passiv einen Nerv bei Dir getroffen zu haben, einfach Durch meine Existenz :D

Zurück zum Thema Pech im Leben.

Mein schwul sein hat hat zwar einen nicht unerheblichen Teil zu meinem jetztigen Zustand beigetragen.

Allerdings nicht wegen dem schwul sein ansich. Ich bin sehr froh darüber, weil die schwule Liebe nicht vom Gedanken der Fortpflanzung getrieben ist und deshalb ehrlicher ist.

Mein schwul sein hat mich deshalb sehr belastet, weil ich das Pech hatte, von jemandem Erzogen zu werden, der dieselben mittelalterlichen Ansichten wie Du zum Thema hatte.

Sein Hass auf Schwule hat mich in der Kindheit schon phsychisch gefoltert und zerstört. Seine bösartigen, kranken Ansichten zu den Schwulen haben mich zu dem Zeitpunkt genau gleich geschädigt, als wenn ich jahrelang sexuell von im Missbraucht, Vergewaltigt worden wäre.

Aber dass wird Dich ja kaum Interessieren, da Du Dich lieber hinter sinnlosen Vergleichen versteckst, die mit dem Thema nichts zu tun haben.

Zur Info : Liebe und Fortpflanzung sind verschiedene Dinge, die man differenziert betrachten sollte, sofern man dazu überhaupt in der Lage ist.

Zur natürlichen Ordnung der Dinge. Es wird Dich vielleicht schockieten, aber schwule "Ehe" gibt es auch bei Tieren. Gleichgeschlechtliche Paare, die ein Leben lang zusammen bleiben.
alleine
Beiträge: 187
Registriert: Sonntag 30. Dezember 2018, 11:50
Kontaktdaten:

Re: Pech im Leben

Beitrag von alleine »

Ich war nur besoffen.
Zuletzt geändert von alleine am Samstag 23. Mai 2020, 01:08, insgesamt 1-mal geändert.
Jeff1979
Beiträge: 44
Registriert: Dienstag 21. April 2020, 14:35

Re: Pech im Leben

Beitrag von Jeff1979 »

Tschüss 👋
Santander
Beiträge: 1
Registriert: Donnerstag 24. Juni 2010, 16:14

Re: Pech im Leben

Beitrag von Santander »

Ganz so einfach ist es NICHT!
Pech oder Glück im Leben sind nicht zufällig, es sieht für uns nur so aus.
Das Konstrukt, in den wir leben, beinhaltet Resonanz, Analogie, Polarität, Sychronizität und Spiegelungen.

Wen es interessiert, eines der neueren Bücher zu dem Thema ist von Rüdiger Dahlke: die Schicksalsgesetze

Das Buch könnte man in die Esoterik stecken, muss man aber nicht. Es ist einfach zu lesen und einfach zu verstehen. Schwieriger wird es dann bei Büchern, die dies nicht mehr esoterisch rüberbringen, sondern wissenschaftlich, deshalb dieser Tipp.

Auszug aus dem Bucch von Rüdiger Dahlke
"Bevor man ein Spiel spielt, muss man sich zuerst mit den Regeln vertraut machen. Nur beim wichtigsten aller Spiele, dem Leben selbst, glauben wir immer noch, darauf verzichten zu können. Nach dem großen Erfolg von »The Secret«, das mit dem Gesetz der Anziehung eines der Schicksalsgesetze erklärt, beleuchtet Ruediger Dahlke nun mit seinem neuen Buch umfassend alle geistigen Gesetze des Lebens, darunter das Gesetz der Polarität, das Gesetz des Anfangs, das Gesetz vom Teil und vom Ganzen sowie das Resonanzgesetz. Wer diese Gesetze kennt, lebt im Einklang mit dem Kosmos und kann sich unnötiges Leid ersparen. Mit »Die Schicksalsgesetze« fasst Ruediger Dahlke seine langjährige intensive Beschäftigung mit den Prinzipien des Lebens zusammen. Anschauliche Beispiele illustrieren die Wirkungsmechanismen und helfen dem Leser, die eigenen Erfahrungen besser zu verstehen. Dieses Buch eröffnet die Perspektive zu einer völlig neuen Weltsicht."
Antworten