Suizidmethode bezogen auf Akutsymptomatik

Meinungs- und Erfahrungsaustausch zum Thema Suizid; Berichte über gescheiterte Suizidversuche; suizidales Verhalten; Leben mit Suizidgedanken; Hilfestellungen

Moderatoren: Ludwig A. Minelli, Mediator

Peterchen
Beiträge: 738
Registriert: Freitag 30. Januar 2015, 13:02

Re: Suizidmethode bezogen auf Akutsymptomatik

Beitrag von Peterchen »

Vögelchen hat geschrieben:Allein die Vorstellung von Harz4 leben zu müssen ist mir ein Grauen. Täglich lese ich von den Schikanen, mit denen Harz4-Empfänger gequält werden.
Sag ihnen einfach, wie kaputt du bist. Dass du schwer depressiv bist, dass du Suizidgedanken hast. Dann werden sie sich nicht trauen, dich zu sanktionieren.
Und dann die Vorstellung von 409,-€ leben zu müssen. Grauenvoll!!! Ganz ehrlich, dann möchte ich lieber sterben.
Das wundert mich jetzt. So eingeschränkt wie dein Leben ist, hätte ich gedacht, dass du mit 409 euro auskommen würdest.

Ich würde dir aber auch empfehlen, irgendetwas zu machen, um aus der jetzigen Versumpfung rauszukommen. Muss ja kein Aufenthalt in einer Klinik sein. Ich hab schon mal Wwoofing empfohlen: Arbeiten auf ökologischen Bauernhöfen für Kost & Logis. Da hast du Gesellschaft, Tagesstruktur, frische Luft... vielleicht bringt es was.
Riesenschnauzer
Beiträge: 151
Registriert: Mittwoch 13. Dezember 2017, 17:35

Re: Suizidmethode bezogen auf Akutsymptomatik

Beitrag von Riesenschnauzer »

Peterchen hat geschrieben:
Vögelchen hat geschrieben:Allein die Vorstellung von Harz4 leben zu müssen ist mir ein Grauen. Täglich lese ich von den Schikanen, mit denen Harz4-Empfänger gequält werden.
Sag ihnen einfach, wie kaputt du bist. Dass du schwer depressiv bist, dass du Suizidgedanken hast. Dann werden sie sich nicht trauen, dich zu sanktionieren.
Dazu würde ich auch raten. Wenn du dann krankgeschrieben bist beziehungsweise dich vom Hausarzt an einen Psychiater überweisen lässt (mit dem du dann ab- und zu redest), bist du aus den ganzen Dingen wie Maßnahmen usw. raus und musst dich auch nicht bewerben.
Vögelchen
Beiträge: 18
Registriert: Dienstag 7. November 2017, 13:17

Re: Suizidmethode bezogen auf Akutsymptomatik

Beitrag von Vögelchen »

Hallo Hurlinger:
Du hast Recht, es kommt keiner um mir zu helfen. Das erwarte ich auch nicht. Ich weiß, dass mein Freundeskreis damit überfordert wäre. Außerdem hat jeder seine eigenen Probleme. Allerdings vollkommen andersartige als meine. Gestern war ich in einer psychiatrischen Klinik zu einem Vorstellungsgespräch. Soetwas hatte ich vorher nicht erlebt. Es ging dabei tatsächlich um eine Art Auswahlverfahren bis hin zum Chefarzt der Abteilung. Es stellte sich heraus, dass ich die Kriterien für eine Aufnahme erfülle.

Du schreibst:
"Ich habe aber (noch) das Glück in einer Familie eingebunden zu sein, fühle mich aber sehr als Stolperstein meinen nächsten gegenüber.
Das macht für mich die Sache noch schlimmer. Eigentlich ist mein Umfeld ja OK, aber trotzdem ziehe ich alle mit in den Sumpf."
So habe ich das noch nie betrachtet. Dass man eben zu einem Hemmschuh in einer Familie oder im Freundeskreis werden kann. Aber klar, das kann ich mir schon vorstellen. Da habe ich als Einzellebewesen natürlich den Vorteil kein schlechtes Gewissen gegenüber Andere haben zu müssen. Hat Deine Familie Dir denn schon einmal siganalisiert, dass Du sie nervst oder stellst Du Dir das nur vor?

Hallo Peterchen, hallo Riesenschnauzer:
Klar, wenn man nur im Sessel sitzt und fernsieht benötigt man nicht viel Geld. Aber was ist das für ein Leben? Zurzeit lebe ich von meinem Krankengeld. Damit komme ich gut aus, auch wenn es natürlich weit weniger ist als das was ich vorher verdient habe. Danach schließt sich dann irgendwann das Arbeitslosengeld an und dann Harz4. Ihr wisst wie die Sache läuft. So gesehen greife ich mit meiner Angst weit voraus. Das liegt daran, dass ich bedingt durch meinen Beruf jahrelang mit Leuten, die sich am Existenzminimum befinden und chronisch krank sind, zusammen gearbeitet habe. In solchen Berufen soll man eine sogenannte "professionelle Distanz" bewahren. Jetzt muss ich damit klar kommen zu meinem eigenen Klientel zu gehören. Das ist für mich sehr beschämend. Auf der anderen Seite denke ich, wer bin ich, zu denken, ich sei in irgendeiner Form besser als meine ehemaligen Klienten. In meinem Freundeskreis und Familie existieren ausnahmslos gut situierte Menschen. In solchen Kreisen hat niemand eine Vorstellung von einer chronischen Krankheit, die eventuell zur Arbeitslosigkeit führt, von Geldarmut, vom ewigen Singledasein, von Einsamkeit usw.. Aufgrund meines Berufes weiß ich, wie schnell die Spirale nach unten gehen kann und wie schnell man dementsprechend mehr und mehr ins Aus gerät. Menschen, die materiell und sozial vollkommen abgesichert sind können und wollen sich nicht in die Lage Betroffener versetzten. Ganz im Gegenteil, durch das Denken von "die da unten" und "Gott sei Dank geht es mir besser" und "jeder bekommt das was er verdient" sorgen sie dafür, sich in einer scheinbar verdienten Komfortzone sehen zu können.

Genauso verhält es sich wohl auch mit den Gegnern der Sterbehilfe. Anscheinend können Sie sich ein unerträgliches Leid nicht vorstellen. Offensichtlich fehlt es ihnen an Empathie oder/und an Lebenserfahrung. Ich dagegen kann nicht nachvollziehen, wie man einen leidenden Menschen die Erlösung verweigern kann.
Agnetha
Beiträge: 294
Registriert: Donnerstag 11. Februar 2016, 11:34
Wohnort: Schleswig-Holstein

Re: Suizidmethode bezogen auf Akutsymptomatik

Beitrag von Agnetha »

In welche Klinik willst du gehen, @vögelchen? Ich kenne einige ...
Hurlinger
Beiträge: 148
Registriert: Donnerstag 19. Oktober 2017, 19:41

Re: Suizidmethode bezogen auf Akutsymptomatik

Beitrag von Hurlinger »

Hallo Vögelchen.
Du schreibst:
Zitat:
"Es ging dabei tatsächlich um eine Art Auswahlverfahren bis hin zum Chefarzt der Abteilung. Es stellte sich heraus, dass ich die Kriterien für eine Aufnahme erfülle."

Um welche Art Klinik handelt es sich denn hierbei? Um Hürden zu nehmen, um aufgenommen zu werden, kann es sich aber nicht um eine Akut-Klinik handeln.
In den Kliniken, die ich bisher kennengelernt habe braucht man nur die Wörter:" Ich mag nicht mehr...." zu denken und schon hat man einen Platz.
Ärger habe ich bisher nur mit der Krankenkasse bekommen, wenn es sich in deren Augen um eine Psycho-Somatische mit "Kur-Charakter" handelte.
Weil Gut gehen darf es einem ja nicht, das wäre zuviel.

Wenn du die Kriterien erfüllst, dann hast du auch vor dich dahin zu begeben?
Wenn ja, dann wünsche ich Dir auf jeden Fall, dass Du für Dich da nur Gutes rausholen kannst, und sich Dein Zustand und Deine Lebenssituation vielleicht ins Bessere wandeln kann.

Zitat:
"Hat Deine Familie Dir denn schon einmal signalisiert, dass Du sie nervst oder stellst Du Dir das nur vor?"

Tja, das ist etwas schwierig zu beantworten. Meine Familie weiß von meiner gesundheitlichen Problematik und wir reden ziemlich offen darüber. Da Ich aber kaum etwas Positives zum Familienleben beitragen (z.B. Ich unternehme nichts mehr, vegetiere nur noch vor mich hin, erledige das nötigste, blocke fast alle Besuche und sozialen Kontakte ab...usw.)
Das hat körperliche Gründe und daraus resultierend auch Psychische Gründe (Angststörung und Depressionen) und wahrscheinlich umgekehrt.
Ganz offen sagt man mir nicht, dass ich "nerve", jedoch unterschwellig bekomme ich schon häufiger den Hinweis, dass ich meinen Mitmenschen wohl manchmal damit ziemlich auf den Geist gehe.
Und dann kommt der Trigger in mir, der mir dann sagt, dass ich es bin und den Mitmenschen ziemlich lästig bin.
Das sorgt natürlich für noch mehr Rückzug.
Dadurch, dass ich auch kein Smartphone nutze bin ich auch ziemlich abgekoppelt vom Rest der Welt.Die Familie nutzt das jedoch zunehmend.
Aber mit Fratzbuch und Wattsäpp würde ich durchdrehen.

Du hast es sehr schön beschrieben, wie eine Spirale nach unten gehen kann, und dass einige unserer Mitmenschen meinen, sie stehen da drüber.
Ich sage es ganz offen und ehrlich, So habe ich auch mal gedacht als ich noch gesund war!
In Ansätzen verstehen kann wirklich nur jemand, der das selbst erleiden musste, und Hut ab vor denen, die es schaffen da heraus zu kommen, ohne den Lebensmut vollends zu verlieren.
Zitat:
"Genauso verhält es sich wohl auch mit den Gegnern der Sterbehilfe. Anscheinend können Sie sich ein unerträgliches Leid nicht vorstellen. Offensichtlich fehlt es ihnen an Empathie oder/und an Lebenserfahrung. Ich dagegen kann nicht nachvollziehen, wie man einen leidenden Menschen die Erlösung verweigern kann"

Es gibt ja dieses Zitat anscheinend Indianischen Ursprungs:
„Großer Geist, bewahre mich davor, über einen Menschen zu urteilen, ehe ich nicht eine Meile in seinen Mokassins gegangen bin.“

Ich finde, das trifft es genau.
Manchen würde ich schon mal gerne andererleuts Schuhe anbieten.

Gruß
Hurlinger

Ps: Ich schaffe es einfach nicht mit so hübschen hellen Kästchen zu zitieren. Mir wird dann immer ger ganze Block angezeigt.
Peterchen
Beiträge: 738
Registriert: Freitag 30. Januar 2015, 13:02

Re: Suizidmethode bezogen auf Akutsymptomatik

Beitrag von Peterchen »

Hurlinger hat geschrieben:Hallo Vögelchen.

Ärger habe ich bisher nur mit der Krankenkasse bekommen, wenn es sich in deren Augen um eine Psycho-Somatische mit "Kur-Charakter" handelte.
Weil Gut gehen darf es einem ja nicht, das wäre zuviel.
So stelle ich mir das auch vor. Hauptsache, der Patient ist ein paar Wochen verwahrt. Eine schöne Zeit haben und dadurch vielleicht wieder Freude am Leben entwickeln, wäre zu viel verlangt.

Stummfilm schrieb ja kürzlich einen Beitrag über seine Psychiatrieerfahrung:

http://forum.dignitas.ch/viewtopic.php?f=9&t=7824

@Vögelchen:

Klar, wenn man nur im Sessel sitzt und fernsieht benötigt man nicht viel Geld. Aber was ist das für ein Leben?
Gibt ja auch Aktivitäten, die nicht viel Geld kosten. Ich lebe selbst von Grundsicherung und die relative Armut ist meine geringste Sorge.
Menschen, die materiell und sozial vollkommen abgesichert sind können und wollen sich nicht in die Lage Betroffener versetzten. Ganz im Gegenteil, durch das Denken von "die da unten" und "Gott sei Dank geht es mir besser" und "jeder bekommt das was er verdient" sorgen sie dafür, sich in einer scheinbar verdienten Komfortzone sehen zu können.
Das ist halt der Mythos der Chancengleichheit und Eigenverantwortung. Wer im Leben versagt, der muss er etwas falsch gemacht haben und verdient sein Elend. Ich glaube, implizit denken die Menschen selbst dann so, wenn jemand (wie ich) körperlich krank ist.
Agnetha
Beiträge: 294
Registriert: Donnerstag 11. Februar 2016, 11:34
Wohnort: Schleswig-Holstein

Re: Suizidmethode bezogen auf Akutsymptomatik

Beitrag von Agnetha »

Es gibt auch psychosomatische Kliniken, die neben der Therapie auch ein wohlfühlkonzept haben. In der habichtswaldakutklinik in Kassel darf man z. B. 5 mal die Woche 4 stunden in die hessentherme, die direkt an der Klinik liegt.
Vögelchen
Beiträge: 18
Registriert: Dienstag 7. November 2017, 13:17

Re: Suizidmethode bezogen auf Akutsymptomatik

Beitrag von Vögelchen »

Ich war einmal über 9 Wochen in einer psychosomatischen Klinik. Ich war damals hochsuizidal. Mein damaliger Psychotherapeut hat meine schlechte Lage nicht erkennen können oder wollen. Vielleicht passte mein Zustand nicht zu seinen Berichten, die er an die Krankenkasse schrieb. Keine Ahnung. Jedenfalls hat er mich nicht akut eingewiesen, sondern ich musste 3 Monate auf eine Aufnahme warten.

Die Zeit in dieser Klinik war sehr hart, aber auch sehr hilfreich. Ich war damals 47 Jahre alt und habe das erste Mal in meinem Leben verstanden, was alles mit mir schief gelaufen war und warum ich bestimmte psychische Symptome aufweise. Auch habe ich dort ein Antidepressivum bekommen, welches ich nun seit fast 7 Jahren nehme. In dieser Klinik war es auch eher wie in einer Kur: Einzelzimmer mit Balkon, angeschlossene Therme, zu der wir täglich kostenlos Zugang hatten, alle möglichen Therapieen. Ich muss zugeben, die Psychotherapie dort war eine Katastrophe, die Therapeutin hätte besser im Finanzwesen arbeiten sollen, völlig ungeeignet. Nach einem Streit mit ihr, wollte sie mich mit einem Trick aus der Klinik drängen. Da ich jedoch auch eine Art Profi auf diesem Gebiet bin konnte ich mich wehren und habe eine neue, wesentlich kompetentere Therapeutin bekommen. Insgesamt hat mir dieser Klinikaufenthalt die Augen geöffnet und mich vorm Suizid gerettet. Ich wurde arbeitsunfähig entlassen und habe erst ein paar Wochen später langsam mit meiner Arbeit begonnen. Insgesamt war ich mit der ganzen Sache hochzufrieden. Ich muss jedoch auch erwähnen, dass ich sämtliche Therapien sehr ernst genommen habe und diese mich daher wohl auch weiter gebracht haben. Nach dem Klinikaufenthalt ging es mir 5 Jahre recht gut.

Dieses Mal wird es jedoch eine richtige Psychiatrie sein. Abteilung spezielle Psychotherapie. Also für Leute, deren Probleme durch die Basisfamilie entstanden sind und sich daher sehr verfestigt haben. Das Gebäude ist alt, es gibt fast nur Zweibettzimmer, Gemeinschaftstoiletten und Duschen auf dem Flur, die Einrichtung der Gemeinschaftsräume sind total ungemütlich. Ein wenig graust mir deswegen vor dem Aufenthalt, u.a. weil ich mein Zimmer mit einer fremden Person teilen muss und ich keinen Rückzugsort für mich alleine haben werde. Ich hoffe, dass der Aufenthalt mich weiterbringt. Vorallem möchte ich erfahren, ob ich als Selbstbetroffene weiter mit psychisch Kranken arbeiten kann. Auch muss ich lernen, meine Interessen gegenüber anderen durchzusetzen.
Vögelchen
Beiträge: 18
Registriert: Dienstag 7. November 2017, 13:17

Re: Suizidmethode bezogen auf Akutsymptomatik

Beitrag von Vögelchen »

Hurlinger: Nimmst Du kein Antidepressivum welches angsthemmend ist? Oder wirkt Dein Medikament vielleicht nicht mehr?

Peterchen: Auch zu kostenlosen Aktivitäten kann ich mich nicht durchringen, weil ich grundsätzlich nichts gerne alleine mache. Zweimal die Woche helfe ich aber auf einem Pferdehof aus. Kognitiv fühle ich mich vollkommen unausgelastet. Das alleine ist schon eine Ursache für meine Depression. Ich bin eher der Typ für Boreout.

Ein Wort zu Behindertenwerkstätten: für geistig behinderte Menschen sicher eine sinnvolle Sache. Für körperlich eingeschränkte Menschen können sie gut sein, wenn diese tatsächlich Bildung und geistig anspruchsvolle Tätigkeiten anbieten. Bei Menschen mit einer psychischen Störung ist es sehr unterschiedlich. Es gibt Menschen, die fühlen sich dort gut aufgehoben, weil sie irgendetwas zu tun haben und nicht alleine zu Hause bleiben wollen. Diese Leute sind durch ihre jahrelange Medikation meist auch tatsächlich nicht mehr in der Lage auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eine Ansstellung zu finden bzw. zu halten. Außderdem bekommen sie dort Frühstück für wenig Geld und einmal täglich eine warme Mahlzeit. Für alle, die kognitiv gefordert und nicht von anderen psychisch Kranken "belästigt/bedrängt/beleidigt" werden wollen, sind sie nichts.

Und natürlich ist es so: Es gibt große Qualtitätsunterschiede bei den Werkstätten. Leider kann man dort als Werkstattbeschäftigter (Menschen mit Behinderung) nur sehr wenig verdienen. Allerdings muss man bedenken, dass der Arbeitsdruck dort auch sehr gering ist und man sich immer mal wieder eine Krankheitsauszeit nehmen kann ohne befürchten zu müssen, gekündigt zu werden.
Vögelchen
Beiträge: 18
Registriert: Dienstag 7. November 2017, 13:17

Re: Suizidmethode bezogen auf Akutsymptomatik

Beitrag von Vögelchen »

Ach ja, noch etwas: "Stummfilm" hat ganz offensichtlich den Sinn von Ergo-, Musik-, Tanz- usw. therapie nicht verstanden oder er hat eine Symptomatik, die nicht zu dem Behandlungskonzept der Klinik passte.
Agnetha
Beiträge: 294
Registriert: Donnerstag 11. Februar 2016, 11:34
Wohnort: Schleswig-Holstein

Re: Suizidmethode bezogen auf Akutsymptomatik

Beitrag von Agnetha »

Ich bewundere deinen mut für deinen nächsten klinikaufenthalt. Ich brauche meinen Rückzugsbereich.

Es gibt viele Klappspaten als Therapeuten. Ich habe auch schon ein paar kennen gelernt, aber auch drei sehr gute.
Vögelchen
Beiträge: 18
Registriert: Dienstag 7. November 2017, 13:17

Re: Suizidmethode bezogen auf Akutsymptomatik

Beitrag von Vögelchen »

Tja, der Klinikaufenthalt wurde nach 4 Tagen seitens der Klinik beendet. Soll heißen, ich wurde herausgeschmissen. Als Patientin mit schwerer Depression. Das muss man sich mal vorstellen. Jetzt geht es mir schlechter als vorher. Ob ich noch einmal wage in eine Klinik zu gehen weiß ich nicht. Dann wird es aber auf jeden Fall eine Psychosomatik und keine Psychiatrie sein.

Immerhin habe ich etwas gelernt. Ich weiß jetzt, warum ich mich, wenn es mir psychisch sehr schlecht geht nicht bewegen, als auch nicht töten kann (siehe Thema dieses Threads). Man nennt den Zustand "Dissoziation". Nachdem der Herr Oberarzt mir die "Kündigung" aussprach, bin ich in selbigen Zustand geraten. Danach hat er mir "angeboten", entweder nach Hause zu fahren oder mich auf die Geschlossene verlegen zu lassen. Da ich mich nicht in der Lage zu fahren sah, außerdem Angst hatte jemanden zu verletzten, habe ich mich dazu "entschlossen" mich auf die geschlossene Station verlegen zu lassen. Am nächsten Tag bin ich nach Hause gefahren und sitze jetzt wieder alleine zuhause. Ich habe diese unglaubliche Geschichte nach einer Woche immer noch nicht verdaut. Immerhin habe ich heute eine Bewertung der Klinik im Internet abgegeben.
Peterchen
Beiträge: 738
Registriert: Freitag 30. Januar 2015, 13:02

Re: Suizidmethode bezogen auf Akutsymptomatik

Beitrag von Peterchen »

Was war denn der Grund für den Rauswurf?
Vögelchen
Beiträge: 18
Registriert: Dienstag 7. November 2017, 13:17

Re: Suizidmethode bezogen auf Akutsymptomatik

Beitrag von Vögelchen »

Den Grund für meinen Rausschmiss aus der Klinik erkläre ich in meinem neuen Thread: Erfahrungen mit Kliniken und Therapien
Antworten