Was kommt nach dem Tod?

Meinungs- und Erfahrungsaustausch zum Thema Suizid; Berichte über gescheiterte Suizidversuche; suizidales Verhalten; Leben mit Suizidgedanken; Hilfestellungen

Moderatoren: Ludwig A. Minelli, Mediator

Lebensmüder
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitrag von Lebensmüder »

Vermutlich läuft es wie in "The walking dead". Alle beerdigten Toten scharren sich wieder an die Oberfläche und dann steppt der Bär. Deshalb trainiere ich vorsorglich täglich meine Fähigkeiten am Bo Staff :mrgreen:
Lovecraft
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitrag von Lovecraft »

Starless Aeon hat geschrieben:Nach dem Tod werden all die Zillionen Lebewesen auf diesem Planeten weiterleben und ihnen werden unendlich viele weitere nachfolgen. Aus dieser Perspektive ist der individuelle Tod gar nicht der Rede wert, fällt nicht im geringsten ins Gewicht, ist ein Non Event. Aber von dieser Seite des Vorhangs aus sieht der Tod aus wie das Ende von ALLEM. Dies ist eine der heftigsten Paradoxien des Daseins.
Wenn man es in den wirklichen Relationen sieht, läuft es genau darauf hinaus: unsere jämmerliche Existenz ist nicht bedeutender oder wertvoller als die von Einzellern...und wenn man zu den terrestrischen Lebensformen noch alle weiteren hinzurechnet, die es auf unzähligen anderen Planeten vermutlich gab und gibt...dann verblaßt das individuellle Leben und Sterben jedes Einzelnen - und selbst das der gesamten Menschheit von der Steinzeit an bis heute - zur absoluten Bedeutungslosigkeit...
danka
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitrag von danka »

Lovecraft hat geschrieben:
Rasiel hat geschrieben:Hallo Programmer

ab wann kannst du dich erinnern dass du lebst Mutterleib ?? 1-2 Jahre ?

Vielleicht kommt es darauf an, was man selber im Leben erlebt hat um daran zu glauben "da kommt noch was".
Glaube versetzt Berge - und die Wahrheit allemal? klappt nur leider nicht...

Dein "Glaube" hat keinerlei Einfluß auf die äußere Wirklichkeit...dein sich-das- Leben-schönfärben ändert an den Tatsachen nichts...denn auch das ist nur ein "Glaube", Schall und Rauch, Illusionen, so fadenscheinig, sinnlos und vergänglich wie das Leben selbst...nach dem Tod kommt - ebenso wie vor der Geburt - ganz einfach: Nichts - weil es die einfachste und plausibelste von allen denkbaren Möglichkeiten ist, daß das Bewußtsein als biologische Hirnfunktion mit dem Tod des Körpers ebenso stirbt...natürlich hast du das Recht und die Freiheit, etwas anderes zu glauben...nur wird es dadurch leider nicht zur Wahrheit...
Das ist so nicht ganz korrekt. Dass du an das " Nichts" glaubst sagt doch schon alles.
September
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitrag von September »

Lebensmüder hat geschrieben:Vermutlich läuft es wie in "The walking dead". Alle beerdigten Toten scharren sich wieder an die Oberfläche und dann steppt der Bär.
Hitler, Stalin und wie sie alle heißen auf einen Schlag gleichzeitig wieder auf der Erde? Ich frage mich, wie lange es dauern würde, bis die Welt durch einen nuklearen Krieg ausgelöscht wäre :)

@danka: Wenn man nur an das "glaubt", was man sieht, glaubt man ja auch nicht ans "Nichts". Man "glaubt" lediglich, dass es nur das gibt, was man sieht und die Setzung eines Gottes oder von Göttern willkürlich ist.

Und wen man sich entschließt, an irgend einen von den tausenden Göttern zu glauben, die proklamiert werden (und die wohl ausnahmslos sehr menschliche Züge tragen..), muss man die Existenz der anderen tausenden Göttern ablehnen und dafür Gründe finden. Das Ergebnis sind dann lächerliche hypothetische Diskussionen, die eigentlich nichts beweisen, sondern nur auf den Prämissen des jeweiligen Religionssystems aufbauen. Da werden dann hochkomplizierte, fast mathematische Erwägungen angestellt, wieso Gott Einer in drei Personen sein kann.

Und ein abstrakter "Gott der Philosophen" hat eigentlich keinen Wert, den ich sehen kann. Jedenfalls keinen spirituellen oder moralischen. Er hat auf das Leben keine Auswirkung, weil es egal ist, ob man an ihn "glaubt" oder nicht. Er hat ja auch keine irgendwie erkennbaren Eigenschaften.
Lovecraft
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitrag von Lovecraft »

danka hat geschrieben:
Lovecraft hat geschrieben:
Rasiel hat geschrieben:Hallo Programmer

ab wann kannst du dich erinnern dass du lebst Mutterleib ?? 1-2 Jahre ?

Vielleicht kommt es darauf an, was man selber im Leben erlebt hat um daran zu glauben "da kommt noch was".
Glaube versetzt Berge - und die Wahrheit allemal? klappt nur leider nicht...

Dein "Glaube" hat keinerlei Einfluß auf die äußere Wirklichkeit...dein sich-das- Leben-schönfärben ändert an den Tatsachen nichts...denn auch das ist nur ein "Glaube", Schall und Rauch, Illusionen, so fadenscheinig, sinnlos und vergänglich wie das Leben selbst...nach dem Tod kommt - ebenso wie vor der Geburt - ganz einfach: Nichts - weil es die einfachste und plausibelste von allen denkbaren Möglichkeiten ist, daß das Bewußtsein als biologische Hirnfunktion mit dem Tod des Körpers ebenso stirbt...natürlich hast du das Recht und die Freiheit, etwas anderes zu glauben...nur wird es dadurch leider nicht zur Wahrheit...
Das ist so nicht ganz korrekt. Dass du an das " Nichts" glaubst sagt doch schon alles.
...was die Nahtoderlebnisse aus meiner Sicht völlig unglaubwürdig macht - zumindest sofern man sie für Abbilder "realen" Geschehens anstatt vom Gehirn erschaffene Trugbilder ansieht, ist der Umstand, daß in allen in der einschlägigen "Fachliteratur" dargestellten Fällen das Leben der Betroffenen, das in einer sogenannten "Rückschau", die ihnen von einer Art "Gott" wie ein 3-D Film vorgeführt wird, das Leben immer als etwas ganz tolles erscheint, egal wie mies es objektiv betrachtet auch gewesen sein mag...was allein schon der Sozialisation des westlich-bürgerlichen Menschen entspricht...damit sind diese Bilder eher als ein verzerrter Ausdruck der christlich-kleinbürgerlichen "Pro-Life" - Konditionierung zu sehen, der der Mensch in den westlichen Gesellschaften praktisch von der Kindheit an ausgesetzt ist...in dieses Schema passt im übrigen auch der wohl prominenteste Verfechter der Überzeugung, daß diese Erlebnisse ein reales Geschehen abbildeten: Raymond R. Moody....in seinen insgesamt 3(?) Büchern zu der Thematik versucht er zwar immer, sich als seriöser Forscher zu profilieren, der nur an Fakten interessiert ist, entlarvt sich dabei jedoch in fast jeder Zeile als christlicher "Pro-Life" -Fundamentalist, der seine extrem engstirnigen, kleinbürgerlichen und reaktionären Ansichten zu Politik, Religion und Gesellschaft in die Erlebnisberichte hineinfantasiert...daß Moody sich dabei als radikaler Gegner von Sterbehilfe und Suizid entpuppt, braucht gar nicht erst gesagt zu werden...
Programmer
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitrag von Programmer »

lebensueberdruss hat geschrieben:Nicht nur, dass etwas nach dem Tod kommt, sondern alles unserem Bewusstsein entsprechend, weiter fliesst, ist so gut wie sicher. Energie kann nicht sterben oder kaputtgehen. Ich möchte hier nicht zu lang werden, aber dafür gibt es viele Hinweise, denen bereits einige Wissenschaftler auf der Spur sind.(Vom Buddhismus tibetisches Totenbuch mal abgesehen).Unser Bewusstsein hängt nicht vom Gehirn ab. Das Gehirn übersetzt quasi nur unsere Empfindungen. Es produziert nichts. Das Hirn hat nur eine unterstützende, übersetzende Funktion. Die Botenstoffe, Hormone usw. werden nur aufgrund unseres Empfinden unserer "Bewusstseinsqualität" produziert, wenn sie nicht gerade medikamentös zugeführt werden.

Das wir das Gefühl haben, vor unserer jetzigen Existenz sei nichts gewesen, liegt nur daran, das wir uns nicht mehr an vorherige Leben erinnern können. Wir erinnern uns ja auch nicht mehr an unsere Geburt; dennoch hat sie stattgefunden. Es ist im Prinzip wie mit einem Fernseher. Wenn das Gerät kaputt ist, ist die Sendung deswegen nicht hinüber. Wir sind nur der Fahrer unseres Körpers. Wir sterben und steigen aus. Danach ist unser Bewusstsein ohne Hülle. Bis wir uns wieder verkörpern. Es ist quasi ein Kreislaufprinzip.

Begehen wir Suizid, könnte das für den Geist/Bewusstsein sehr verwirrend sein. Es wird wahrscheinlich aber keine Verbesserung nach sich ziehen. Wenn ich das Land verlasse, weil ich Kummer habe, nehme ich die Probleme mit. Bei Depressionen z.b. Unsere Emotionen werden durch das Bewusstsein gesteuert nicht durch das Gehirn.
Sorry ist doch sehr lang geworden.

Ich habe mich viele Jahre mit solchen Themen befasst, weil ich starke Depressionen und Angst vorm Tod habe. Man weiß ja schließlich nicht wie es weiter geht. Nur, dass ein absolutes Nichts unlogisch wäre.

Alles Gute Euch

PS. Bei einer Narkose (habe gerade etwas dazu hier gelesen) befinden wir uns in einem sehr tiefen Schlaf. Die Träume haben wir in der Regel anschließend vergessen. Fanden aber statt. Wir haben immer zu jeder Zeit ein Bewusstsein.
Wenn du im gbl koma bist, hast du keine träume, da ist dein körper komplett ausgeknockt und zu NICHTS mehr in der lage ausser überleben z.b. atmen und auch diese fähigkeit ist stark verlangsamt..
Ausserdem kannst du nach dem tod nichts mehr fühlen, da dein gehirn ALLE DEINE GEDANKEN QUASI ERSTELLT UND ALLE PROZESSE SOWIE GEFÜHLE UMLEIITET. WENN DIESES NICHT MEHR EXISTIERT, KANNST DU NICHTS MEHR FÜHLEN UND DENKEN, WIE VOR DEINER GEBURT, DA WAR AUCH NICHTS UND WIRD NIE WAS SEIN, WEIL DU NICHT EXISTIERT HAST.

ich stimme peterchen voll und ganz zu
danka
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitrag von danka »

Naja, ich würde mal sagen, probieren geht über studieren.
Lebensmüder
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitrag von Lebensmüder »

OT:
September hat geschrieben:
Lebensmüder hat geschrieben:Vermutlich läuft es wie in "The walking dead". Alle beerdigten Toten scharren sich wieder an die Oberfläche und dann steppt der Bär.
Hitler, Stalin und wie sie alle heißen auf einen Schlag gleichzeitig wieder auf der Erde? Ich frage mich, wie lange es dauern würde, bis die Welt durch einen nuklearen Krieg ausgelöscht wäre :)
Kennst du die Serie Preacher? Falls nicht, unbedingt anschauen :mrgreen:
September
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitrag von September »

Muss ich mir mal anschauen, danke.

Im Grunde geht es ja darum, was vor dem Tod kommt.
danka
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitrag von danka »

Vielleicht zählt was davor und danach kommt. Wer weiß das schon? Niemand! Vielleicht ist das, was wir als unser Leben, unser einziges Leben, bezeichnen, ja etwas anderes als wir denken. Vielleicht ist es nur ein Stadium. Vielleicht ist es ein Stadium wie bei einer Raupe, die sich verpuppt, und letztlich zu einem Schmetterling wird.
Vielleicht ist es bei uns ähnlich, sodass unser feinstofflicher Körper erst im Leib reifen muss bzw. geformt werden muss, bis er am Lebensende, ab dem Tod des Leibes allein existieren kann.
Vielleicht ist das alles auch so scheinbar sinnfrei wie unsere derzeitige Existenz.
Vielleicht ist das ein ganz "banaler" Prozess. Was passiert mit denen, die früh aus dem Leben gerissen werden? Vielleicht ist bei ihnen dann der Prozess unterbrochen und ihre "unfertigen", feinstofflichen Körper hängen dann tatsächlich irgendwo " dazwischen" fest.
Lovecraft
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitrag von Lovecraft »

Der größte Widerspruch, der mich davon abhält, an irgendeine Form der Existenz nach dem Tod zu glauben, besteht in der Frage, warum ein hypothetischer Gott uns überhaupt erst diese offenkundig sinn- und bedeutungslose Existenz "vor" dem Tod aufgehalst hat, wenn er vorhat, uns erst danach den Kaviar und den Champagner zu kredenzen und das Konfetti über uns auszuschütten...man muß sich einfach mal reinziehen, wie lächerlich diese Vorstellung ist - ein Gott, der zu so etwas fähig ist, gehört wirklich zum Psychiater geschickt - denn im Gegensatz zu all den gesunden Menschen, die dieses Leben vorzeitig verlassen wollen, hätte der wirklich schwer einen an der Waffel...

...nein, falls Gott trotz alledem doch existiert, dann erwarte ich von ihm, daß er die Karten auf den Tisch legt - und mir explizit und klipp und klar Rechenschaft und Auskunft über Sinn und Zweck meines Daseins, bzw. deren Abwesenheit gibt - und zwar sofort und nicht erst als große Überraschungsparty "danach"...
Lebensmüder
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitrag von Lebensmüder »

Lovecraft hat geschrieben:...nein, falls Gott trotz alledem doch existiert, dann erwarte ich von ihm, daß er die Karten auf den Tisch legt - und mir explizit und klipp und klar Rechenschaft und Auskunft über Sinn und Zweck meines Daseins, bzw. deren Abwesenheit gibt - und zwar sofort und nicht erst als große Überraschungsparty "danach"...
Wenigstens alle 2.000 Jahre könnte sich der große Meister schon mal kurz zeigen. Ist sicher nicht zu viel verlangt :mrgreen:
Starless Aeon
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitrag von Starless Aeon »

Ich sehe es so: Wir können nicht zweifelsfrei wissen, ob das individuelle Bewusstsein mit dem Tod endet oder nicht. Ziemlich sicher tut es das, aber genau wissen kann es keiner. Es besteht also die vage Möglichkeit eines Weiterlebens nach dem irdischen Tod, ABER: Auf diese vage Spekulation sollte man nicht setzen, wie so viele es tun. Man sollte seine Entscheidungen hier auf der Erde NUR auf den Fakten dieser Welt basieren. Also zum Beispiel: Wenn jemand Kinder in die Welt setzt, weil er sich sicher ist, dass diese ja eines Tages in den Himmel kommen, dann ist das eine Rechtfertigung, die ausschließlich auf metaphysischer Spekulation beruht. Oder genau so wenn jemand sich nicht traut sich umzubringen, aus Angst vor einer Strafe nach dem Tod. So sollte man nicht denken, denn dann handelt man irrational. Allerdings: Davon abgesehen kann man ruhig spekulieren. Ich denke nicht, dass unsere heutige Wissenschaft der Weisheit letzter Schluss ist.
Peterchen
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitrag von Peterchen »

Einige Fakten über die Welt sind inzwischen so gut belegt, dass sie wohl nicht mehr revidiert werden. Dazu gehört auch, dass unser Gehirn die Grundlage von allem ist, was man früher der Seele zugeschrieben hat.

Eine prinzipielle Irrtumsmöglichkeit gibt es natürlich immer, aber das gilt z.B. auch für Solipsismus oder Lastthursdayism.
Lovecraft
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitrag von Lovecraft »

Peterchen hat geschrieben:Einige Fakten über die Welt sind inzwischen so gut belegt, dass sie wohl nicht mehr revidiert werden. Dazu gehört auch, dass unser Gehirn die Grundlage von allem ist, was man früher der Seele zugeschrieben hat.

Eine prinzipielle Irrtumsmöglichkeit gibt es natürlich immer, aber das gilt z.B. auch für Solipsismus oder Lastthursdayism.
...die Sache mit den "getürkten" Fossilien finde ich dabei besonders witzig, da es aus der Sicht des christlichen Gottes extrem kontraproduktiv wäre...denn das würde ja bedeuten, daß Gott seinen Haustieren- also uns, falsche Fährten liegt, die uns von der einzigen Wahrheit - also ihm- wegführen...was ja gar nicht in seinem Sinne wäre, wenn man mal vom christlichen Gottesbild ausgeht, wo es doch gerade sein oberstes Ziel ist, daß alle Welt an ihn glaubt und ihm zu Füßen liegt...

...dann würde sich der Christengott genauso verhalten wie sein "böser" Rivale und Widersacher Luzifer/Satan, dessen Aufgabe nach der Auffassung vieler Christen, insbesondere der Katholiken, ja genau darin besteht, die Menschen durch Lügen und Falschinformationen vom "Rechten Weg" abzubringen...

...im Grunde könnte man das Ganze noch weiter auf die Spitze treiben, indem man annimmt, daß die Welt samt allem darin enthaltenem und sämtlichen Naturgesetzen - gar nicht real sondern selbst eine Illusion ist...dann müsste man sich fragen, ob wir selber, als Teil dieser 'Welt, nicht ebenso Illusionen (eines anderen Wesens) sind, was in dem Fall wahrscheinlich wäre...würde das zutreffen, dann gäbe es keine Gewißheit, keine Garantie, daß das uns bekannte "Ursache-Wrkung"-Prinzip nicht schon im nächsten Moment versagt, die Schwerkraft aufhört zu existieren, die Luft sich in Methan verwandelt...oder Feuer Kälte anstelle von Hitze ausstrahlt...so wie in der einen STAr Trek TNG-Folge mit dem Loch im All, in dem ein bösartiges Wesen haust, das die Realität nach Belieben verändern kann...
...in dem Fall gäbe es überhaupt keine Möglichkeit für rational begründete Entscheidungen, die darauf basieren, was für eine Wirkung eine Handlung mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit haben wird, also daß z.B. ein Stein, den ich fallen lasse, nach unten fällt...
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