Gescheiterte Suizidversuche

Meinungs- und Erfahrungsaustausch zum Thema Suizid; Berichte über gescheiterte Suizidversuche; suizidales Verhalten; Leben mit Suizidgedanken; Hilfestellungen

Moderatoren: Ludwig A. Minelli, Mediator

Thanatos
Beiträge: 1580
Registriert: Freitag 5. Februar 2010, 10:48

Re: Gescheiterte Suizidversuche

Beitrag von Thanatos »

cabinas hat geschrieben:
Thanatos hat geschrieben:
cabinas hat geschrieben:...
Ich sehe, du scheinst mit solchen Nachfragen ueberfordert zu sein.
Diesen Satz betrachte ich als Projektion. Ähnliches hat ja wohl schon Peterchen bemerkt....
Ja, erst unterstellst du mir, ich wolle dich abhalten von deinem "kill-my-self", nun unterstellst du, da dies nicht funktionierte, was anderes.

...
Ich kenne zwar die Ursache nicht, habe aber den Eindruck, dass du mit den hierzulande üblichen Gepflogenheiten der Kommunikation nicht – oder nicht mehr? - vertraut bist (schon alleine damit, wozu zum Beispiel solch ein Zeichen dient: :wink: ) – oder anders ausgedrückt: „überfordert bist“. Letzteres meinte ich mit „Projektion“, dass du nämlich eigene Unzulänglichkeit auf andere projizierst.
Überdies wirfst du anderen vor, dich nicht oder falsch zu verstehen. Vielleicht liegt es daran, dass du dich missverständlich ausdrückst?
Meine Worte sollen lediglich die Mitteilung dessen darstellen, was mir auffiel. Vielleicht lebst du ja in einer anderen Kultur, wodurch dein Verhalten verständlich würde. Kulturen reden schließlich schon seit Menschengedenken aneinander vorbei. :wink:
Gut, ich werde mich weiterer Spekulationen enthalten.
Da du in deiner Antwort auf Peterchens Beitrag aber Dinge von dir gibst, die ich auch auf mich beziehen könnte, muss ich doch noch etwas sagen: Ich finde es sehr überheblich, wie du Leuten, die du nicht einmal persönlich kennst, Charaktereigenschaften zu- bzw. absprichst, was wiederum Schlüsse auf deinen eigenen Charakter zuließe....
Das sollte noch gesagt sein. Da ich allerdings keine Lust habe, mich hier im Forum zu ärgern, werde ich mal eine Weile von hier verschwinden oder zumindest nichts mehr zu deinen Beiträgen sagen.
Schönen Rest vom Tag,
wünscht Thanatos
wagwiser
Beiträge: 36
Registriert: Freitag 9. Oktober 2009, 17:27

Re: Gescheiterte Suizidversuche

Beitrag von wagwiser »

Ich war ja frueher schon hier im Forum, eine ganze Zeit lang, da gab es wenigstens noch Diskussionen, auch auf einem bestimmten guten Niveau, [/quote]
hallo cabinas,
unter welchem Namen warst Du früher im Forum. Würde mir gerne mal diese Diskussionen ansehen.
LG wagwiser
cabinas
Beiträge: 91
Registriert: Sonntag 17. Juli 2016, 19:53

Re: Gescheiterte Suizidversuche

Beitrag von cabinas »

wagwiser hat geschrieben:Ich war ja frueher schon hier im Forum, eine ganze Zeit lang, da gab es wenigstens noch Diskussionen, auch auf einem bestimmten guten Niveau,
hallo cabinas,
unter welchem Namen warst Du früher im Forum. Würde mir gerne mal diese Diskussionen ansehen.
LG wagwiser[/quote]
Das klingt mir ein wenig wie Kontrolle ob das stimmt was ich behaupte.
Oder welchen Zweck soll das lesen "uralter" Beitraege haben von Menschen die nicht mehr leben oder im Forum sind?
Peterchen
Beiträge: 738
Registriert: Freitag 30. Januar 2015, 13:02

Re: Gescheiterte Suizidversuche

Beitrag von Peterchen »

cabinas hat geschrieben:Es gibt einige Foren fuer, na, ich sage mal "Autoren", Leute die gerne schreiben. Und viele berufen sich dann auf irgendwelche arrivierte Autoren, ob tot oder lebendig ist egal, und sagen, der Boell, die Drewitz, die haben aber gesagt....
Die nehmen also diese Autoren als Vorbild, wie man schreiben sollte, als Lehrkoerper quasi, und das ist erst mal nichts falsches.
Aber irgendwann gehoert zur Entwicklung, dass man sich aus den Vorbildern hinaus entwickelt, zur eigenen Struktur, zum eigenem Stil, also zur persoenlichen Identitaet findet.
Alles andere ist ein Nachahmen, ein Nachaeffen.
Ich hab die Stoiker gar nicht ins Spiel gebracht, sondern nur einen Faktencheck geliefert.
Die Absurditaet, sich einer Weltanschauung wegen umbringen zu wollen, uebertrifft sogar m.E. die absurditaet der unzulässiges Wort nach Erscheinen des Buches "Leiden des jungen Werther".
Ich glaube, dass kein glücklicher Mensch sich wegen einer Weltanschauung umbringt. Das Umgekehrte gibt es durchaus: Dass unglückliche Menschen sich nur wegen einer religiösen Weltanschauung gezwungen fühlen weiterzuleben.
cabinas
Beiträge: 91
Registriert: Sonntag 17. Juli 2016, 19:53

Re: Gescheiterte Suizidversuche

Beitrag von cabinas »

Peterchen hat geschrieben:
Ich glaube, dass kein glücklicher Mensch sich wegen einer Weltanschauung umbringt. Das Umgekehrte gibt es durchaus: Dass unglückliche Menschen sich nur wegen einer religiösen Weltanschauung gezwungen fühlen weiterzuleben.
So so, Du glaubst.... :lol:

Wenn es dir also in den Kram passt, ist der Glaube dir ein Gut.
Da bist du ja mit den ungluecklichen religioesen Menschen auf der gleichen Ebene.
Und ich dachte du glaubst nicht , sondern weisst alles biologisch-genetisch zu begruenden.
Peterchen
Beiträge: 738
Registriert: Freitag 30. Januar 2015, 13:02

Re: Gescheiterte Suizidversuche

Beitrag von Peterchen »

Ach Kleiner, was sind das für Albernheiten?

Das Wort "glauben" bezeichnet in der deutschen Sprache nicht nur religiöse Überzeugungen, sondern auch begründete Vermutungen. Wenn ich sage "Ich glaube, es wird heute Regen geben" oder "Ich glaube, ich werde krank", dann ist das ja auch kein blinder/religiöser Glaube.
SSchluSS2
Beiträge: 459
Registriert: Mittwoch 1. September 2010, 08:12

Re: Gescheiterte Suizidversuche

Beitrag von SSchluSS2 »

Hats jemand schon mal mit Nasenbluten versucht ? Eigentlich ein friedlicher und schmerzfreier Tot. Man wird müder und müder, hat jetzt halt nach stunden wieder aufgehört, aber besser als sich die arme aufzuschneiden usw
Naznik
Beiträge: 15
Registriert: Samstag 10. September 2016, 23:46

Re: Gescheiterte Suizidversuche

Beitrag von Naznik »

Mit 16 habe ich versucht, mir die Pulsadern zu öffnen. Als es geblutet hat wie sonst was, habe ich es notdürftig verbunden und bin ins KH mit einem Taxi. Danach war neurologische Klinik angesagt.


Und ganz aktuell (aber kein Versuch - eher eine verpasste Chance)
Ich war mit meinem Sohn (18 J) unterwegs im Auto. Wir sind so 120 Kmh gefahren. Da kam uns ein Wagen entgegen mit der gleichen Geschwindigkeit, welcher in einer Kurve überholte. Ich habe nur gedacht wie geil und echt im letzten Moment an meine Beifahrer gedacht und gebremst. Wäre ich allein gewesen... Es hätte 100 Pro geknallt.
Thorsten3210
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Re: Gescheiterte Suizidversuche

Beitrag von Thorsten3210 »

Naznik hat geschrieben:Wäre ich allein gewesen... Es hätte 100 Pro geknallt.
Dann hätte es aber 2 Tote gegeben, der andere Autofahrer ja auch. Oder Rollstuhl, auch gut möglich.
Naznik
Beiträge: 15
Registriert: Samstag 10. September 2016, 23:46

Re: Gescheiterte Suizidversuche

Beitrag von Naznik »

Klar, das ist mir natürlich bewusst. Zumindest jetzt. Aber in dem Moment geistiger Umnachtung, war ich jenseits vom logischen Denken. Zumal dieser Wunsch, der hoffentlich endgültigen Ruhe mein täglicher Begleiter ist.
Thorsten3210
Beiträge: 1140
Registriert: Dienstag 29. September 2009, 17:27
Wohnort: Niedersachsen

Re: Gescheiterte Suizidversuche

Beitrag von Thorsten3210 »

Verstehe, ich kenne solche Art Gedanken, wenn ich z.B. auf der Landstrasse fahre und recht dicke Bäume stehen, dann kommen Zwangsgedanken wie "jetzt einen winzigen Ruck am Lenkrad, und das wars". Gegen solche Gedanken kann man sich nicht wehren, je mehr man dagegen ankämpft, umso drängender werden sie.
Lebensmüde

Re: Gescheiterte Suizidversuche

Beitrag von Lebensmüde »

...
Zuletzt geändert von Lebensmüde am Mittwoch 26. Oktober 2016, 10:54, insgesamt 1-mal geändert.
glycerine
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Re: Gescheiterte Suizidversuche

Beitrag von glycerine »

Erhängen ohne Henkersknoten, Versuch ging schief, wahrscheinlich aufgrund des Knotens
Ich war damals psychotisch und nicht zurechnungsfähig
Seit Jahren
Beiträge: 52
Registriert: Montag 6. Juni 2016, 15:31

Re: Gescheiterte Suizidversuche

Beitrag von Seit Jahren »

Um 12:00 das erste Antiemetikum genommen. Dann um 14:45 ein bisschen* Digitalis. Später irgendwann das zweite Antiemetikum. Nach ca. 2-3 Stunden nach dem Digitalis musste ich mich trotzdem übergeben, konnte es nicht zurückhalten, es kam einfach wie ein Schwall. Und von da an wurde es immer schlimmer, mir war quasi permanent extremst übel. Das ging die ganze Nacht so. Als es draussen hell wurde, merkte ich wie es mich stark blendete, es erschien mir draussen stark überbelichtet und blendete mich.

Ungefähr um 10:00 rief ich dann den Krankenwagen. Mir war so elend, ich konnte/wollte das nicht mehr aushalten. Im Krankenwagen stellte man Herzrythmusstörungen bei mir fest. Ich wurde ins Spital gebracht, zuerst in den Schockraum und dann auf die Intensivstation, wo ich drei Nächte verbrachte.

Dass ich den Krankenwagen gerufen habe redete ich mir schön mit "Ich wäre nach so viel vergangener Zeit sowieso nicht mehr gestorben". Allerdings stimmt das vielleicht nicht unbedingt. So gesehen bin ich einfach selber schuld dass es nicht geklappt hat.

*Eine Menge die sicher tödlich sein sollte unter Berücksichtigung von Dingen wie Bioverfügbarkeit, Umwandlung etc.
Peterchen
Beiträge: 738
Registriert: Freitag 30. Januar 2015, 13:02

Re: Gescheiterte Suizidversuche

Beitrag von Peterchen »

War das jetzt ein aktueller Suizidversuch oder einer von denen, über die du schon berichtet hast?

http://forum.dignitas.ch/viewtopic.php? ... 475#p93469
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