Ich mag nicht mehr

Für alle, die ihre Lebensprobleme und Schickale mit anderen teilen möchten

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Wolkenkratzer

Ich mag nicht mehr

Beitrag von Wolkenkratzer »

Bin körperlich sehr krank und mag nicht mehr.
Was sind eure Erfahrungen mit der Angst vor dem Sterben.
Der Prozess mit Dignitas dauert leider zu lange.
LG
Wolkenkratzer
MortiDebitus
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Re: Ich mag nicht mehr

Beitrag von MortiDebitus »

Ganz salopp gesagt, sollte man eher Angst vor dem Leben haben, weil nichts so ungewiss ist, wie die Zukunft!
Nach dem Suizid merkt man nichts mehr, hat also weder Ängste, noch Schmerzen. Eigentlich ein wünschenswerter Zustand, möchte man meinen.

Ich für meinen Teil habe keine Angst vor dem Sterbeprozess, da ich genau weiss, wie ich sterben will: Ruhig und möglichst Schmerzfrei!
Und vor dem Tod Angst zu haben, ist genauso irrational, weil diese Angst nicht nur unbegründet ist, sondern auch einem Zustand vorgreift, der keinerlei belegbaren Tatsachen entnommen werden kann. Es fehlen einfach die nötigen Erfahrungsberichte von Personen hier im Forum, die schon einmal tot waren und wieder zurück kamen.
Ist aber alles absolut subjektiv zu sehen.

Nur meine ungeteilte Meinung! :wink:
Thanatos
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Re: Ich mag nicht mehr

Beitrag von Thanatos »

Sobald die Angst vor dem Leben (oder das Leiden unter dem Leben) die Angst vor dem Sterben übertrifft, sollte es eigentlich keine Probleme mehr mit dem Sterben geben, sondern, im Gegenteil, man sollte das Sterben als Erlösung betrachten können. - Das ist allerdings nur rein theoretisches Gefasel von mir, denn ich lag noch nie im Sterben.
Den Sterbeprozess selbst gilt es allerdings, sich möglichst schmerzfrei zu gestalten. Methoden dazu gibt es schließlich genug. Falls jemand immer wieder große Bedenken hinsichtlich sicherer Suizidmethoden hat, dann schließe ich daraus, dass er oder sie „noch nicht soweit ist“, soll heißen, dass die Angst vor dem Leben eben noch nicht überwiegt.
Es grüßt,
Thanatos
Thorsten3210
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Re: Ich mag nicht mehr

Beitrag von Thorsten3210 »

Es ist so, wenn der Sterbeprozess im Krankenhaus stattfindet, wie das ja meistens der Fall ist, sorgen die Ärzte dafür, dass der Sterbende möglichst schmerzfrei und - ganz wichtig - ohne Ängste oder gar Atemnot hinübergleitet in den Tod. Das wird auch in Krankenhäusern ohne Palliativstation so gemacht. Trotzdem sollte man als Patient eine Pateintenverfügung verfassen, die alles regelt, sodass das Sterben nicht unnötig in die Länge gezogen wird durch intensivmedizinische Massnahmen oder künstlliche Ernährung. In der Praxis sieht es so aus, dass der Sterbende einen Tropf bekommt mit Morphium (gegen Schmerzen und Luftnot) und Diazepam (gegen Angst/Unruhe), er dämmert quasi in den letzten Stunden oder Tagen vor sich hin, er leidet dabei nicht. Die Dosierung wird in manchen Fällen extra hoch gewählt, der Tod billigend in Kauf genommen (gesetzlich erlaubt).

Ich glaube auch, wenn der Leidensdruck übermächtig wird, wird die Angst vor dem Tod sehr klein, man freut sich sogar auf das baldige Ende, das ja Erlösung von den körperlichen oder seelischen Qualen bedeutet.
MortiDebitus
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Re: Ich mag nicht mehr

Beitrag von MortiDebitus »

Warum hast Du eigentlich Angst, und wovor? :?:
MelperRitus
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Re: Ich mag nicht mehr

Beitrag von MelperRitus »

Was will man eigentlich vom Leben so unheimlich geiles erwarten, ausser mal in gewissen Jahren seine Grobtriebe durchzusetzen und ein paar Steine auf die Anderen zu mauern. Das Überleben sichern unter welchen Umständen auch immer ist doch der Urinstinkt. Es selbst über die seltsame Kante zu schaffen, da gehört eine ordentliche Portion Entschlossenheit bei keinen Lichtblicken dazu.
Rasiel
Beiträge: 1380
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Re: Ich mag nicht mehr

Beitrag von Rasiel »

Wolkenkratzer hat geschrieben:Bin körperlich sehr krank und mag nicht mehr.
Was sind eure Erfahrungen mit der Angst vor dem Sterben.
Der Prozess mit Dignitas dauert leider zu lange.
LG
Wolkenkratzer
Klar kann man bei Dignitas nicht einfach hingehen und sagen: Tag auch, hätte gerne nächste Woche einen Termin zum sterben !!

Aber in der Vorbereitungsphase setzt man sich auch intensiv mit dem eigenen Tod auseinander... und wenn das Leben durch schwere Krankheit nicht mehr lebenswert ist ... was macht mir dann eine gewisse Zeit
noch aus, das Ziel kenne ich doch.
Viele Menschen können genau diese Zeit noch einmal intensiv erleben.
Denn Sie kennen ihren Termin zum sterben.
Wenn ich Angst hätte vor dem sterben, dann würde ich mich damit befassen, nur so lernst du das sterben ein bisschen kennen.
Was danach kommt ist eine Überraschung, die weiss keiner :wink:
Chron
Beiträge: 642
Registriert: Samstag 10. Juli 2010, 20:56

Re: Ich mag nicht mehr

Beitrag von Chron »

Ich finde, es kommt auf die Todesmethode/Sterbeart an. Auch, ob man dazu und/oder dabei Hilfe hat oder es ganz allein tun und erleben muss oder will. Und was man darüber so weiss, gelesen hat, sich dazu denkt oder (richtig oder falsch, das ergibt sich ja dann letztlich erst) vorstellt, wie viele Erfahrungsberichte es von wem und wo wie dazu gibt usw..

Ein bisschen Aufregung vor dem Neuen, Erstmaligen und gleichzeitig Letzten (das man niemandem mehr erzählen kann oder so) ist wohl immer dabei und finde ich normal - ausser man mache es "mit dem Mut der Verzweiflung", was aber, so denke ich, eher das Risiko erhöht, es könnte schief gehen (von langem Leiden bis Überleben/Weiterleben noch schlechter als vorher).
Thanatos hat geschrieben:Sobald die Angst vor dem Leben (oder das Leiden unter dem Leben) die Angst vor dem Sterben übertrifft, sollte es eigentlich keine Probleme mehr mit dem Sterben geben, sondern, im Gegenteil, man sollte das Sterben als Erlösung betrachten können.
Das Sterben oder den Tod? Das ist für mich zweierlei!
Thanatos hat geschrieben:Den Sterbeprozess selbst gilt es allerdings, sich möglichst schmerzfrei zu gestalten. Methoden dazu gibt es schließlich genug.
Die nicht alle für jedermann möglich/zugänglich sind.
Thanatos hat geschrieben:Falls jemand immer wieder große Bedenken hinsichtlich sicherer Suizidmethoden hat, dann schließe ich daraus, dass er oder sie „noch nicht soweit ist“, soll heißen, dass die Angst vor dem Leben eben noch nicht überwiegt.
Du plädierst also für "den Mut der Verzweiflung", sonst sei es Einem nicht Ernst (wenn man es sicher haben will, und sicher nur einmalig)?
Und wenn man krank/behindert ist und nur noch leidet, hat das nichts mit Angst vor dem Leben zu tun (wie du oben in Klammern ja immerhin noch berücksichtigt, jetzt aber weggelassen hast).

Generell hat man wohl eher Angst vor Unbekanntem, Neuem, als vor dem Gewohnten, und sei das auch noch so schlecht. Was durch eine Änderung entsteht, ob Besseres oder Schlechteres, weiss man nicht wirklich vorher; man kann es nur hoffen/meinen. (Beispiele dafür sind lange schlechte Beziehungen, Arbeitsverhältnisse, Wohnsituationen, aber auch Ängste vor Operationen und vieles mehr).
Thorsten3210 hat geschrieben:Ich glaube auch, wenn der Leidensdruck übermächtig wird, wird die Angst vor dem Tod sehr klein, man freut sich sogar auf das baldige Ende, das ja Erlösung von den körperlichen oder seelischen Qualen bedeutet.
Das stimmt für mich so - aber eben, Tod und Sterben sind zweierlei (man kann sich auf den Tod freuen und trotzdem Angst vor dem Sterben bzw. der letzten Lebensphase vor dem Tod haben).
Widersinnig, aber in meinem Denksystem (bisher) nicht auszurotten, ist, dass ich etwas möchte und mich (sobald ich dazu die konkrete Möglichkeit sehe) darauf freue - obwohl ich, so meine ich, den Tod selbst gar nicht mitbekommen werde, also ist das irgendeine Fantasie-Vorfreude auf ... nichts.
MelperRitus hat geschrieben:Das Überleben sichern unter welchen Umständen auch immer ist doch der Urinstinkt. Es selbst über die seltsame Kante zu schaffen, da gehört eine ordentliche Portion Entschlossenheit bei keinen Lichtblicken dazu.
Das ist wohl oft ein kaum lösbarer Gegensatz: Wenn man so kaputt, elend, schwach ist, dass man sterben will, dann fehlt die Energie oder Möglichkeit für eine Entschlossenheit, Handlung(splanung)/Durchführung, entsprechende spezielle Tätigkeiten an sich und für sich (darum werden ja viele Sterbende entsprechend umsorgt, gepflegt). Und wenn man noch Vieles kann und will, gibt es wohl weniger Gründe zum Sterben.
Man müsste also zum (absichtlichen, selbstgemachten) Sterben noch ein Mal gesünder, fitter, entschlossener, mutiger, ... (was auch immer) sein / werden können, dabei aber den Todeswunsch behalten (können).
Vielen gelingt es letztlich irgendwie ... und vielen nicht oder erst nach vielen Versuchen ...

Oder um's mit dem Titel zu schreiben:
Wolkenkratzer hat geschrieben:Ich mag nicht mehr
= was magst du nicht mehr?
Spontan gedacht: leben.
Nach dem Lesen des Beitrags: warten.
Aber du magst (noch) sterben? Da ist er wieder, dieser Widerspruch: Was ist, wenn man gar nichts mehr mag??
Rasiel hat geschrieben:Klar kann man bei Dignitas nicht einfach hingehen und sagen: Tag auch, hätte gerne nächste Woche einen Termin zum sterben !!
Warum eigentlich nicht?
Jaja, Politik usw. - aber so "klar" ist das für mich nicht (jetzt nicht speziell auf Dignitas bezogen gemeint)! Und sich was wünschen, das besser werden könnte/müsste, darf man ja noch ;-).
Rasiel hat geschrieben:Aber in der Vorbereitungsphase setzt man sich auch intensiv mit dem eigenen Tod auseinander... und wenn das Leben durch schwere Krankheit nicht mehr lebenswert ist ... was macht mir dann eine gewisse Zeit
noch aus, das Ziel kenne ich doch.
Viele Menschen können genau diese Zeit noch einmal intensiv erleben.
Denn Sie kennen ihren Termin zum sterben.
Letzteres bezieht sich wohl wieder auf Hilfe durch Dignitas, also wenn das Todesmittel-Rezept vorhanden ist und das Mittel nur noch abgeholt und gebracht werden muss (wobei man aber den Termin so viel ich weiss noch beliebig verschieben kann).
Allgemein habe ich schon mehrfach gelesen/gehört, dass Leute, die wissen, sie leben nur noch beschränkte Zeit (Endstadium einer Krankheit oder so, auch ohne geplante Sterbehilfe), es dann besonders intensiv erleben oder geniessen.
Ich kann das nachvollziehen, wenn jemand (noch) nicht sterben will und nicht extrem leidet (also noch Vieles tun, erleben, mitmachen kann, was er/sie noch will). Aber nicht, wenn jemand leidet und/oder sterben will; dann ist diese Zeit nur unnötige, sinnlose Leidenszeit ohne Zweck und Sinn und Ziel, und hat überhaupt nichts Großartiges an sich.
Es kommt aber vielleicht auch darauf an, wie man vorher gelebt hat. Wer nur oberflächlich mit der Masse mitschwamm, entdeckt vielleicht noch etwas Wichtiges in sich - und wer sich vorher schon um Vieles Gedanken gemacht hat, hat dann eben nichts mehr zu tun.
Thanatos
Beiträge: 1580
Registriert: Freitag 5. Februar 2010, 10:48

Re: Ich mag nicht mehr

Beitrag von Thanatos »

Chron hat geschrieben:
Thanatos hat geschrieben:Falls jemand immer wieder große Bedenken hinsichtlich sicherer Suizidmethoden hat, dann schließe ich daraus, dass er oder sie „noch nicht soweit ist“, soll heißen, dass die Angst vor dem Leben eben noch nicht überwiegt.
Du plädierst also für "den Mut der Verzweiflung", sonst sei es Einem nicht Ernst (wenn man es sicher haben will, und sicher nur einmalig)?
Und wenn man krank/behindert ist und nur noch leidet, hat das nichts mit Angst vor dem Leben zu tun (wie du oben in Klammern ja immerhin noch berücksichtigt, jetzt aber weggelassen hast).
Ich schließe das eben so. Selbstverständlich gibt es Ausnahmen. Menschen sind nun mal Individuen und lassen sich nicht über einen Kamm scheren. Aber wenn ich immer und überall an eventuelle Ausnahmen denken sollte, dürfte ich wohl gar nichts mehr schließen. :wink: - Für diese meine Meinung hat man mich hier im Forum schon einmal fast gesteinigt. Ich denke allerdings, dass es erlaubt sein sollte, unterschiedliche Meinungen hier zu vertreten.
Falls ich dich mit meinen Worten dennoch gekränkt haben sollte, so bitte ich dich hiermit, mir das zu verzeihen. Gerade dich möchte ich gewiss nicht kränken....
Es grüßt,
Thanatos
Wolkenkratzer

Re: Ich mag nicht mehr

Beitrag von Wolkenkratzer »

Ich sterbe leider nicht von meiner Krankheit, hab irre Schmerzen und suche seit Wochen nach DER Methode. Was ist mit Zyankali?
Was haltet ihr davon?
Welches Stockwerk muss es sein, damit man tot ist.
Es geht nicht mehr, bitte helft mir!!!
LG
W
Chron
Beiträge: 642
Registriert: Samstag 10. Juli 2010, 20:56

Re: Ich mag nicht mehr

Beitrag von Chron »

Und wie kommst du an Zyankali?
So viel ich weiss, ist bzw. wäre das ein sehr schmerzhafter Tod, mit Krämpfen usw..

Es kommt immer auf die Dosierung an. Man kann sich z. B. auch mit schlichtem (Koch-)Salz umbringen.
Aber eben: Muss/will man sich diese Zusatzqualen antun; hielte man das durch (oder würde, mit unerträglichen Schmerzen, Krämpfen, Durstgefühlen usw. sich in ein Krankenhaus bringen lassen und an einen Tropf legen lassen oder so)?

Für Höhensprünge gibt es keine tödliche Garantie, bei keiner Höhe. Von einer berühmten "Suizidbrücke" wo in den USA (L. A.?), so viel ich im Kopf habe min. 100 m hoch (das wären etwa 33 Stockwerke, bei 3 m/Stockwerk), gibt es auch Überlebensberichte.
Kommt darauf an, worauf (hart, weich) und wie (Kopf, Füße, ...) man aufschlägt. Und wie widerstandsfähig (entgegen dem bewussten Willen) man ist. Oder was Einem der Instinkt noch dazwischen macht (mir käme da wohl die mal gelernte Falltechnik in den Weg - von einer sehr hohen norwegischen Klippe aus könnte ich es mir vorstellen, aber da käme ich nicht mehr hin).

Ich kenne das Problem und kann dir deine Stimmung nachfühlen - aber so schnell und einfach und trotzdem sicher und möglichst schmerzlos geht es eben leider nicht, heutzutage.

Ich empfehle dir, etwas gegen die Schmerzen zu tun bzw. tun zu lassen (verschreiben lassen oder so), damit du in Ruhe überlegen kannst, wie weiter (und/oder zu Ende). Es gibt ja wohl noch stärkere Mittel (Morphium usw.), auch andere Darreichungsformen (statt Pillen z. B. Tropfen, und/oder Infusionen, Pumpen die es automatisch regulieren und was weiss ich noch; evtl. zu einer speziellen Schmerzambulanz-Stelle in einem größeren Krankenhaus gehen oder sich bringen lassen?) - und auch Alkohol (Schnaps) hilft (mir, jedenfalls, wobei es nicht darum geht, besoffen zu sein und ja doch nur wieder zu erwachen, sondern dauernd etwas gedämpft zu sein).
berlinichbins
Beiträge: 218
Registriert: Dienstag 25. September 2012, 11:37

Re: Ich mag nicht mehr

Beitrag von berlinichbins »

ich schließe mich rasiel an. wenn deine Krankheit bei dignitas anerkannt wird und du dort hilfe bekommen könntest und langsam, aber dafür sicher begleitet zum ziel kommst - würde ich das für mich wählen und mich wahrscheinlich bis dahin mit Schmerzmitteln gut versorgen lassen.
darf ich fragen, an was du erkrankt bist?

guter Gruß!
nahla2
Beiträge: 4
Registriert: Samstag 28. Juni 2014, 08:53

Re: Ich mag nicht mehr

Beitrag von nahla2 »

hallo!

mir geht es genauso. es ist so schlimm.
glycerine
Beiträge: 951
Registriert: Mittwoch 9. Mai 2012, 16:13

Re: Ich mag nicht mehr

Beitrag von glycerine »

nahla2 hat geschrieben:hallo!

mir geht es genauso. es ist so schlimm.
du bist ganz neu, erzähl doch ein bisschen was von dir, was ist bei dir genauso?
Michael
Beiträge: 49
Registriert: Freitag 23. April 2010, 14:36
Wohnort: Baden Württemberg

Re: Ich mag nicht mehr

Beitrag von Michael »

Hallo Wolkenkratzer, hallo nahla 2,

mir geht es wie euch beiden, Schmerzen unerträglich, bin seit nunmehr 15 Jahren Schmerzpatient, und zusätlich körperlich komplett kaputt, bin Mitglied im Paliativclub.

War die ersten Jahre auf Morphium, Oxigesic etc., d.h. ein Horor Trip, daß meinen Körper noch mehr geschädigt hatt!

Sterben stelle ich mir einfach vor, ich schalte einfach Nachts mein Beatmungsgerät ab, daß mich jede Nacht regelmäßig aus dem jenseits zurückbeamt, und meine Lungen wieder mit Druck aufpumpt!

Zum sterben: Meine Empfindungen sind ein helles warmes Licht, daß mich zu meinem Traumstrand führt, einfach geil! Bei mir schlagen die normalen Schmerzmittel wieder einmal nach 1 Jahr, nicht mehr an! Helfen kann mir kein Arzt mehr! Sind einfach zu viele Baustellen, und nicht mehr reparabel!

Ich hab mir geschworen, wenn die Schmerzen unerträglich werden, schalte ich einfach mein Gerät ab.

Im moment kämpfe ich jedoch noch! Die Lebensqualität ist nicht mehr vorhanden! Mein Psychotherapeut hat auch schon aufgegeben, und kann mich nicht mehr psychisch stabilisieren, da er für mein körperliches Kaos kein Behandlunskonzept für mich hat! Verückt nicht wahr.

Ich würde mich gerne mit euch über die Schmerzbewältigung und Steigerung der Lebenqualität unterhalten.
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