Langeweile kann tödlich sein, Motivierung nötig

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cabinas
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Re: Langeweile kann tödlich sein, Motivierung nötig

Beitrag von cabinas »

Thanatos hat geschrieben:Ich muss es wieder kurz machen, was insofern nicht schlimm ist, da ich sowieso mit dem meisten, was du hier schreibst, übereinstimme.
Auch ich wollte immer schon erkennen, „was die Welt im Innersten zusammenhält“. Aber erst recht spät begann ich, systematisch nach Antworten zu suchen. Wirklich überzeugende „letzte Antworten“ (Gewissheiten) gibt es nicht, wie du weißt, wenn du „alle studiert“ hast (hast du tatsächlich Philosophie studiert?), aber meine systematische Suche brachte mich zu (vorläufigen) Ergebnissen und dadurch zu einer Lebensweise, die ich viel eher akzeptieren kann als das oberflächliche Leben, das die meisten meiner Mitmenschen führen und das ich früher auch führte.
Ich fühle mich seither einfach besser, und eben weil die Philosophie keine letzten Antworten bereithält, kann ich das Spielchen bis ans Lebensende fortsetzen. Die Philosophie hat mich jedenfalls noch nie gelangweilt.
Wenn man mir stichhaltig beweisen könnte, dass ich einen „völlig freien“ (na, so einen wohl nicht) Willen habe? ....., wäre ich vielleicht mal kurz frustriert, würde aber anschließend auch nicht anders weiterleben.
Dass Freud heute kaum noch richtig für ernst genommen wird, ist mir klar. Aber dennoch hat er ein paar schlaue Dinge gesagt, finde ich. Übrigens werden die Phasen der kindlichen Entwicklung nach Freud heute noch bei der pädagogischen Ausbildung gelehrt, wie ich vor noch nicht langer Zeit von einer angehenden Erzieherin erfuhr. Das hätte ich nicht gedacht.
Schopenhauers „Welt als Wille und Vorstellung“ würde mich heute auch nicht mehr interessieren, aber seine „Preisschrift über die Freiheit des Willens“ finde ich immer noch lesenswert.
Freundin? Ja, vorhanden. Lustigerweise ist die – im Vergleich zu mir – noch relativ junge Dame seit einigen Monaten ein Fan von Schopenhauer. Das ist nicht meine Schuld! :wink:
Okay, wie war das Thema des Threads? „...Motivierung nötig“. Vielleicht kannst du mal etwas dazu sagen, damit wir nicht wegen Verfehlung des Themas gerügt werden. :)
Jetzt aber genug für heute....
Mit "studiert" meine ich kein Universitaetsstudium, sondern eine ernsthafte Auseinandersetzung. Mit den ganzen bekannten Philosophen, Phaidon von Platon etwa ist sehr empfehlenswret. Und solange die Philosophie das Geruest ist, an den man sich festhalten kann (und das brauchen wir alle) ist es ja auch legitim.
Ja, dann liebt euch ernstlich, auch wenn es Auseinandersetzungen gibt, das ist Teil des Ernst nehmens.

Langeweile kann toedlich sein....deshalb habe ich mir den Strang auch angeklickt.
Lassen wir mal Extrembeispiele wie Gefeangnis und Isolationshaft aussen vor.
Im Normalleben duerfte es keine Langeweile geben. In jenem Moment,wo ich eine Motivierung von aussen brauche, mache ich mich abhaengig, entwickle ich kein eigenes Ich, kein Selbstwert, keine Autostimmulacion. (Wenn Mama mich jetzt nicht gleich weckt,komme ich zu spaet zur Schule...)
Wer sich langweilt, in einer Welt, die voller unendlicher Reize ist, der will diese Reize nicht wahrnehmen und der will seine Sinne nicht oeffnen.

Das sage ich jetzt erst mal einfach so dahin. Autisten und Depressive klammere ich dabei auch aus.
Ich bin ein Gegner von allen Motivierungen die von aussen an mich herangetreten werden. Weil, wenn es nicht in mir ist, bricht es wieder zusammen.
Ich glaube, man muss sich innerlich beruehren lassen.
glycerine
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Re: Langeweile kann tödlich sein, Motivierung nötig

Beitrag von glycerine »

Psychopharmakons können leider manchmal aus einem spannendem Leben eine bleierne Leere machen. Schizophrene Menschen sind meist sehr sensibel gegenüber Reizen von Außen, aber der Grad Richtung Psychose ist leider schwer zu begehen. Ich beneide jeden, der eine Krankheit mit psychotischen Anflügen ohne Medikamente in den Griff bekommt, aber ich konnte diesen Spagat noch nie wirklich schaffen, ich hänge oft in einer Zwickmühle zwischen Todlangweilig oder voll psychotisch. Ich habe alle Freunde von früher durch die Krankheit verloren.

Wahnvorstellungen sind das letzte, aber todunglücklich ist auch nicht lustig.
Thorsten3210
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Re: Langeweile kann tödlich sein, Motivierung nötig

Beitrag von Thorsten3210 »

glycerine hat geschrieben:ich hänge oft in einer Zwickmühle zwischen Todlangweilig oder voll psychotisch
Kennst Du denn nur diese beiden Zustände, todlangweilig und Psychotisch ? Nix dazwischen, oder auch mal gute Laune ? Ich kenne es von manisch depressiven Menschen, da kommt es oft so, dass sie direkt von der Manie in die Depression (und umgekehrt) fallen, also nicht etwa erst in eine "normale" Stimmungslage. Aber mittlerweile gibt es ja einiges an Stimmungsgstabilisierer, die mehr oder weniger gut wirken. Dass man mit der Zeit seine Freunde verliert kann ich mir gut vorstellen, wer bringt schon die Geduld und vor allem das Verständnis für eine oft jahrelange psychische Krankheit auf ?
cabinas
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Re: Langeweile kann tödlich sein, Motivierung nötig

Beitrag von cabinas »

glycerine hat geschrieben:Psychopharmakons können leider manchmal aus einem spannendem Leben eine bleierne Leere machen. Schizophrene Menschen sind meist sehr sensibel gegenüber Reizen von Außen, aber der Grad Richtung Psychose ist leider schwer zu begehen. Ich beneide jeden, der eine Krankheit mit psychotischen Anflügen ohne Medikamente in den Griff bekommt, aber ich konnte diesen Spagat noch nie wirklich schaffen, ich hänge oft in einer Zwickmühle zwischen Todlangweilig oder voll psychotisch. Ich habe alle Freunde von früher durch die Krankheit verloren.

Wahnvorstellungen sind das letzte, aber todunglücklich ist auch nicht lustig.
Stimme dir voellig zu !
Es gibt eine "Selbstheilung der Seele", bei traumatas oder aehnlichem, aber ich bin kein Spezialist um da tieferes nennen zu koennen, ich weiss nur, wenn deine Seele einigermassen gesund ist, stabil, (und auf dem Schalter "Leben" steht), ueberwindet man zeitweilige schwere seelsische Probleme.
Ich will das aber nicht fuer Schizophrenie und Borderline und endogene Depressionen behaupten. Ich fuerchte da muessen chemische Stoffe helfen.
Das tut mir sehr leid fuer dich, der Verlust deiner Freunde, das ist als wenn Wurzeln abgehackt werden, auch sehr schmerzhaft.

Todlangweilig - wie ein Vacuum in dir? Mit dem Begriff "psychotisch" kann ich nur wenig anfangen. Meiner Ansicht nach liegen die Ursachen immer in der fruehen Kindheit, ich glaube nicht an genetische oder sonstige Veranlagungen, eher daran, dass die kalte, weil herzlos aufgewachsene, vereinsamte Mutter ihre Kaelte an ihr Kind weitergibt , das wiederum, durch fehlende seelische Warme, seelisch kalt wird. Und das fuehrt zu Stoerungen die man dann als psychotisch bezeichnet. So sehe ich das. Und damit zusammen haengt die innere Leere, die "Langeweile", das Vacuum, das durch nichts aufgefuellt werden kann (ausser durch die Liebe der Mutter im Babyalter, aber nun ist es schon lange vorueber....)

Ist schon seltsam, ich bin mit jede Menge Pruegel aufgewachsen, vom Vater, aber wenn du mich fragst, was meine erste Erinnerung ist wenn man seinen Namen nennt: Liebe. Errinnerungen an tiefgehende momente wo er uns Maerchen erzaehlte, mit mir ins Museum ging und alles erklaerte und so weiter, das geht viel tiefer als Pruegel.
Das bedeutet auch, nie das Vacuum kennen gelernt zu haben, weil mein Innenleben mit etwas gefuellt war, eben, dass man Liebe nennt, Vertrauen, Geborgenheit. Ich bin ueberzeugt dass viele, sehr viele psychische Probleme damit zusammen haengen, dass es dieses Urvertrauen nie gab.

Aber wie gesagt, Spekulation. Ihc will auch nichts verharmlosen! Und Depressionen kenne ich auch, grandios....(Ironie aus)
cabinas
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Re: Langeweile kann tödlich sein, Motivierung nötig

Beitrag von cabinas »

Thorsten3210 hat geschrieben:
glycerine hat geschrieben:ich hänge oft in einer Zwickmühle zwischen Todlangweilig oder voll psychotisch
Kennst Du denn nur diese beiden Zustände, todlangweilig und Psychotisch ? Nix dazwischen, oder auch mal gute Laune ? Ich kenne es von manisch depressiven Menschen, da kommt es oft so, dass sie direkt von der Manie in die Depression (und umgekehrt) fallen, also nicht etwa erst in eine "normale" Stimmungslage. Aber mittlerweile gibt es ja einiges an Stimmungsgstabilisierer, die mehr oder weniger gut wirken. Dass man mit der Zeit seine Freunde verliert kann ich mir gut vorstellen, wer bringt schon die Geduld und vor allem das Verständnis für eine oft jahrelange psychische Krankheit auf ?
Ja, das ist das Problem: wer bringt schon die Geduld auf....es muss ja alles schnell gehen, man lebt ja in einer Witz- und Scherzgesellschaft, kannst du dich nicht mal zusammen reissen, dir gute Gedanken kommen lassen, und so weiter.
Weisst du, meine Tochter (eigentlich Stieftochter, aber sie ist wie mein eigenes Kind, seit mehr als 20 Jahren) braucht ihr Leben lang unterstuetzung, das weiss ich, und ich tu es, ich stelle mich voellig hinten an, und ich bin ganz fuer sie da, (wir leben nur fuer unsere Kinder), na gut, ich bin inolviert, es ist manchmal sehr anstrengend, belastend, aber, um Benn zu zitieren: "...dir wurde erst spaet bewusst/es gibt nur eines, ertrage/ob Sucht ob Sinn ob Sage/ dien fernbestimmtes "Du musst".
Und glaube mir, einfach macht sie es mir nicht....
Aber ich will mich da nicht ins Zentrum stellen. Sorry.

Ich weiss halt auch keinen Rat auf solche Luecken und Vaccuums.
Es kommt aber ein Punkt hinzu: Was das ertragen betrifft, also ich bin religioes, meine Tochter auch, und manchmal hilft es ungeheuer , dieses Vacuum, diesen Leiden, bessre zu ertragen (nicht beseitigen) , wenn man denkt, Gott wird einem helfen, er liebt einem, - man darf nicht denken, er hilft konkret, Fingerschippen und alles ist Okay, nein, es ist eine seelische Kraft, die dadurch vermittelt wird, das Leiden durchzuhalten.
In Europa/Deutschland ist so etwas ja verpoent. Da stehen am Grab dann die Biologen und Chemiker und Astrophysiker und troesten die leidenenden Hinterbliebenen mit den Worten: Ist eh alles nur Biologie, vergiss es, flenn nicht so rum.
glycerine
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Re: Langeweile kann tödlich sein, Motivierung nötig

Beitrag von glycerine »

Ich kenne auch einigermaßen zufriedene Tage, ich komme eigentlich sehr oft gut klar. Manchmal komme ich aber auch den ganzen Tag nicht aus dem Bett außer zum Essen und Rauchen.

an cabina:
Aber zum Thema Schizophrenie und Depression:
Psychosen treten ja hauptsächlich bei Schizophrenen (wie mir), manisch depressiven (bzw. bipolaren), Borderlinern und dergleichen auf.

Ich verstehe nicht ganz wie du mit dem Begriff Psychose nicht viel anfangen kannst und gleichzeitig die Meinung vertrittst dass manche Störungen nur mit Medikamenten wirklich behandelt werden können? Habe ich da was falsch verstanden?

Ich werde jetzt im Moment nicht weiter auf eure Beiträge eingehen, weil ich mir erst Gedanken dazu machen muss.
Agnetha
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Re: Langeweile kann tödlich sein, Motivierung nötig

Beitrag von Agnetha »

Was versteht ihr unter psychotisch? Wie erlebt ihr das?
glycerine
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Re: Langeweile kann tödlich sein, Motivierung nötig

Beitrag von glycerine »

Das wäre jetzt zu viel zum Schreiben, aber ich stelle mal einen Link rein zu einer Erklärung.
http://www.psychose.de/wissen-ueber-psychosen-05.html
cabinas
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Re: Langeweile kann tödlich sein, Motivierung nötig

Beitrag von cabinas »

glycerine hat geschrieben:Das wäre jetzt zu viel zum Schreiben, aber ich stelle mal einen Link rein zu einer Erklärung.
http://www.psychose.de/wissen-ueber-psychosen-05.html
Genau deshalb kann ich nichts damit anfangen, es ist ein Sammelsurium, wie es auch in Goggle zu finden ist, ich neige eher dazu die Sache genau zu betrachten, und keine Sammelbegriffe zu verwenden.
Und wenn,egal wer, von Psychose redet, sollte er schcon ein paar Symptome nennen, damit man auch als Nichtfachmann sich damit auseinandersetzen kann.
glycerine
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Re: Langeweile kann tödlich sein, Motivierung nötig

Beitrag von glycerine »

Wie wäre es mit Wahnvorstellungen:

Akustische Halluzinationen wie Stimmen hören
Das Gefühl der Radio berichtet über einen, der Fernseher auch, Youtube ist da auch dabei.
Zu den Stimmen kann es vorkommen, dass man glaubt man könnte Gedanken lesen und
Deine Mitmenschen sprechen mit einem über Thelepathie.
Irgendwie kommt dann auch das Gefühl auf, dass die ganze Welt einen kennt.
Die Tiere können auch mit einem reden, das Vogelgezwitscher wird als Sprache verstanden,
Die Katze ist vom Teufel besessen und die Krähenschreie sind Zeichen des Teufels.
Man will der Welt eine Botschaft vermitteln, weil man glaubt man wäre dazu bestimmt, der nächste
Messias zu sein. Die Richtung des Zigarettenrauches weißt darauf hin, dass der Teufel
einen in Besitz hat.

Solche Zustände musste ich mehrmals durchmachen, teils über ein halbes Jahr lang. Man kann
Nichts mehr wirklich tun, man kann schon alleine spazieren gehen, aber
Es ist alles andere als leicht, wenn man von Dauerbeschallung dutzender Stimmen verfolgt wird, die dir alle
Sagen, dass du der letzte Dreck bist, dass du dich am besten sofort umbringen solltest.

Kannst du dir damit was vorstellen?

Es ist der Inbegriff des Wahnsinns, in unendlich vielen Spielarten
cabinas
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Re: Langeweile kann tödlich sein, Motivierung nötig

Beitrag von cabinas »

glycerine hat geschrieben:Wie wäre es mit Wahnvorstellungen:

Akustische Halluzinationen wie Stimmen hören
Das Gefühl der Radio berichtet über einen, der Fernseher auch, Youtube ist da auch dabei.
Zu den Stimmen kann es vorkommen, dass man glaubt man könnte Gedanken lesen und
Deine Mitmenschen sprechen mit einem über Thelepathie.
Irgendwie kommt dann auch das Gefühl auf, dass die ganze Welt einen kennt.
Die Tiere können auch mit einem reden, das Vogelgezwitscher wird als Sprache verstanden,
Die Katze ist vom Teufel besessen und die Krähenschreie sind Zeichen des Teufels.
Man will der Welt eine Botschaft vermitteln, weil man glaubt man wäre dazu bestimmt, der nächste
Messias zu sein. Die Richtung des Zigarettenrauches weißt darauf hin, dass der Teufel
einen in Besitz hat.

Solche Zustände musste ich mehrmals durchmachen, teils über ein halbes Jahr lang. Man kann
Nichts mehr wirklich tun, man kann schon alleine spazieren gehen, aber
Es ist alles andere als leicht, wenn man von Dauerbeschallung dutzender Stimmen verfolgt wird, die dir alle
Sagen, dass du der letzte Dreck bist, dass du dich am besten sofort umbringen solltest.

Kannst du dir damit was vorstellen?

Es ist der Inbegriff des Wahnsinns, in unendlich vielen Spielarten
Oh mein Gott!
Entschuldige wenn ich das so schreibe und spontan meiner Erschuetterung Ausdruck gebe. Ich wusste das nicht.
So etwas kann ich nicht einfach kommentieren.
glycerine
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Re: Langeweile kann tödlich sein, Motivierung nötig

Beitrag von glycerine »

hmm...kannst du nicht kommentieren? Wie meinst du das?
Bist du wirklich erschüttert oder ist das jetzt ironisch gemeint, fände ich echt nicht fair, ich stelle mich da hin und mache verletzlich, da wäre es nicht sehr nett, wenn sich jemand darüber lustig macht.
cabinas
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Re: Langeweile kann tödlich sein, Motivierung nötig

Beitrag von cabinas »

glycerine hat geschrieben:hmm...kannst du nicht kommentieren? Wie meinst du das?
Bist du wirklich erschüttert oder ist das jetzt ironisch gemeint, fände ich echt nicht fair, ich stelle mich da hin und mache verletzlich, da wäre es nicht sehr nett, wenn sich jemand darüber lustig macht.
Wie kaeme ich dazu mich ueber dich lustig zu machen?
Im Gegenteil.

Es hat mich, als ich es las, ehrlich erschuettert. Allein die Vorstellung so zu leben ist ein Alptraum.
Wie soll man so etwas "kommentieren", ich, der so etwas nie erlebt habe, kann es nur aufnehmen und in mir wirken lassen. Sollte ich etwa schreiben "armer Mensch"? Das huelfe dir nicht und waere nur gebabbel.

Ich meine, ich habe viele Buecher gelesen, ueber Kindererziehugn, Psychologie usw., aber es ist doch ein gewaltiger Unterschied das abstrakt zu lesen oder durch einen betroffenen, einem darunter leidenden Menschen direkt zu erfahren.
(Und glaube mir, ich habe zwar nicht dein Leiden, aber selber genuegend leiden hinter mir, um sensibel genug zu wissen was Leid dem Menschen antun kann).
Peterchen
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Re: Langeweile kann tödlich sein, Motivierung nötig

Beitrag von Peterchen »

cabinas hat geschrieben:
Aber über die Chance auf ein gutes Leben. Unintelligente Menschen haben meist schlechtere Jobs, verdienen weniger Geld, sind häufiger kriminell und alkoholabhängig.

Ja, ich hoere schon die Abwertung ueber Menschen die nicht deine Intelligenz besitzen..
Du verstehst mich falsch. Es geht nicht darum, Menschen mit unvorteilhaften Eigenschaften runterzumachen. Im Gegenteil: Ich sehe diese Menschen als Opfer. Menschen werden millionenfach zu einem Leben mit miserablen Eigenschaften gezwungen, und wenn sie dann nichts zustande bekommen, heißt es "Selbst schuld".

Unsere Empathie mit schwachen und gescheiterten Menschen wäre viel ausgeprägter, wenn wir einsehen würden, wie sehr das Leben von biologischen Voraussetzungen abhängt, die sich außerhalb unserer Kontrolle befinden.
Auf der Welt gibt es eine Fuelle von Menschen, die weder Intelligent sind, noch deshalb kriminell oder alkoholabhaengig wurden.
Schön. Es gibt auch Kettenraucher, die 100 Jahre alt werden. Statistisch sind die Zusammenhänge trotzdem vorhanden.
Weisst du, dieses Zusammenwerfen von rassistischen Merkmalen (der Nigger ist von Natur aus duemmer – kennst du das Beispiel?) und menschlicher Abwertung ist einfach widerlich.
Nicht diskussionswürdig.
Merke: Jedes menschliche Leben hat einen hohen Wert und wer den Menschen einteilt in gut und schlecht, der wartet bald mit der Gaskammer auf.
Nicht diskussionswürdig.
Es gibt keine guten, es gibt keine schlechten Charaktere, es gibt nur Eigenschaften, die man gefaelligst zu respektieren hat.
Du denkst offenbar immer noch, meine Aussagen wären despektierlich gemeint. Dabei ist das überhaupt nicht der Fall. Mir geht es nicht darum, diese Menschen runterzumachen. Ich sehe diese Leute eher als Betrogene, die mit schlechten Eigenschaften ausgestattet wurden, und denen man jetzt auch noch die Schuld gibt, wenn sich diese Eigenschaften in einem unglücklichen Leben manifestieren.
Ja, und du bist es, der bestimmt, was ein gutes Leben zu sein hat? Merkst du eigentlich noch die Arroganz die hinter diesen Worten steckt? Ich glaube nicht. Wer gibt dir das recht zu sagen wessen Leben „gut“ ist und wessen Leben „nicht gut“ ist? Wer gibt dir das Recht im Extremfall den „Dorftrottel“ als Lebensunwert abzustufen?
Ich denke, die meisten Menschen - auch die Betroffenen - finden ein Leben als Alkoholiker oder Hartz IV-Empfänger oder als schwer Depressiver nicht gut. Ich denke, die meisten würden lieber anders leben. Das ist also keine Wertung, die ich mir aus den Fingern sauge.
Ein schwacher Antrieb ist eine Charaktereigenschaft, was denn sonst?
Das habe ich auch im „Mein Kampf“ gelesen. Hitler hatte Recht. Er muss rehabilitiert werden
Nicht diskussionswürdig :mrgreen:
Du naeherst dich dem Rassismus. Waere es so wie du sagst, gaebe es keinerlei Lernmoeglichkeit und Entwicklung im Menschen, da ja alles vorbestimmt ist. Im Geirn und Mutterleib.
Mehr als die Rassismus-Keule bringst du ja nicht. Dabei ist das eine absolute Thema-Verfehlung. Es geht um Unterschiede zwischen Individuen, nicht zwischen Rassen. Und dass Charakter- und kognitive Eigenschaften eine hohe Erblichkeit haben, und darüber hinaus durch die Entwicklung des Gehirns in der Schwangerschaft beeinflusst werden, steht wissenschaftlich außer Frage.
Warum plaedierst du nicht gleich fuer die Genomanalyse, damit wir den Dreck von faulen Charaktern sofort ausmerzen koennen?
Ich bin ja dafür, die Präimplantationsdiagnostik in einem viel größeren Stil anzuwenden. Damit könnte man nicht nur die meisten Erbkrankheiten ausrotten, sondern in einigen Jahren auch nach Eigenschaften wie Intelligenz screenen.

Und eine schwere psychische Krankheit als "verkorkstes Leben" abzuwerten, ist schon ein starkes Stueck Selbstherrlichkeit.
Wie gesagt: Du denkst offenbar immer noch, dass ich "verkorkst" im Sinne von "selbst schuld" meine. Ich meine aber das genaue Gegenteil.

Wir sprechen von "verkorkst" und nicht von Optimal. Und: wer bestimmt was Optimal ist? Der Richter? Frau Merkel? Der Homosexuelle? Du?
Alles was nicht optimal ist, ist fuer dich also verkorkst. Du erwartest doch nicht, dass man mit jemanden, der eine solche Einstellung hat, diskutieren koennte.
Merke: Es gibt kein optimales Leben!
Nein, aber es gibt bessere und schlechtere Lebensqualität.


Du scheinst ein seelisch sehr armer Mensch zu sein, wenn du das Menschsein auf reine Biologie reduzierst. Spiritualitaet, Liebe, Zuwendung; alles Teil der Naturwissenschaft? Neurologisch optimiert, genetisch festgelegt? Wou!
Für alle menschlichen Gefühle und Handlungen gibt es neurologische Grundlagen.
Ich gehe davon aus, das beim Tod eines deiner Angehoerigen dann ein Biologe dich troestet und ein Chemiker dir Mut zuspricht.
Ja und? Das Wetter wird auch nicht von Teilchenphysikern hervorgesagt, sondern von Meteorologen. Trotzdem ist das Wetter ein rein physikalisches Phänomen.
Frage deinen naechsten Blumenhaendle oder Gaertner.
Das ist natürlich eine Superquelle :roll:

Bitte beim nächsten mal nicht solche Romane schreiben, zumal da eine erhebliche Redundanz drinsteckt.
cabinas
Beiträge: 91
Registriert: Sonntag 17. Juli 2016, 19:53

Re: Langeweile kann tödlich sein, Motivierung nötig

Beitrag von cabinas »

Peterchen hat geschrieben:
cabinas hat geschrieben:
Aber über die Chance auf ein gutes Leben. Unintelligente Menschen haben meist schlechtere Jobs, verdienen weniger Geld, sind häufiger kriminell und alkoholabhängig.

Ja, ich hoere schon die Abwertung ueber Menschen die nicht deine Intelligenz besitzen..
Du verstehst mich falsch. Es geht nicht darum, Menschen mit unvorteilhaften Eigenschaften runterzumachen. Im Gegenteil: Ich sehe diese Menschen als Opfer. Menschen werden millionenfach zu einem Leben mit miserablen Eigenschaften gezwungen, und wenn sie dann nichts zustande bekommen, heißt es "Selbst schuld".

Unsere Empathie mit schwachen und gescheiterten Menschen wäre viel ausgeprägter, wenn wir einsehen würden, wie sehr das Leben von biologischen Voraussetzungen abhängt, die sich außerhalb unserer Kontrolle befinden.
Auf der Welt gibt es eine Fuelle von Menschen, die weder Intelligent sind, noch deshalb kriminell oder alkoholabhaengig wurden.
Schön. Es gibt auch Kettenraucher, die 100 Jahre alt werden. Statistisch sind die Zusammenhänge trotzdem vorhanden.
Weisst du, dieses Zusammenwerfen von rassistischen Merkmalen (der Nigger ist von Natur aus duemmer – kennst du das Beispiel?) und menschlicher Abwertung ist einfach widerlich.
Nicht diskussionswürdig.
Merke: Jedes menschliche Leben hat einen hohen Wert und wer den Menschen einteilt in gut und schlecht, der wartet bald mit der Gaskammer auf.
Nicht diskussionswürdig.
Es gibt keine guten, es gibt keine schlechten Charaktere, es gibt nur Eigenschaften, die man gefaelligst zu respektieren hat.
Du denkst offenbar immer noch, meine Aussagen wären despektierlich gemeint. Dabei ist das überhaupt nicht der Fall. Mir geht es nicht darum, diese Menschen runterzumachen. Ich sehe diese Leute eher als Betrogene, die mit schlechten Eigenschaften ausgestattet wurden, und denen man jetzt auch noch die Schuld gibt, wenn sich diese Eigenschaften in einem unglücklichen Leben manifestieren.
Ja, und du bist es, der bestimmt, was ein gutes Leben zu sein hat? Merkst du eigentlich noch die Arroganz die hinter diesen Worten steckt? Ich glaube nicht. Wer gibt dir das recht zu sagen wessen Leben „gut“ ist und wessen Leben „nicht gut“ ist? Wer gibt dir das Recht im Extremfall den „Dorftrottel“ als Lebensunwert abzustufen?
Ich denke, die meisten Menschen - auch die Betroffenen - finden ein Leben als Alkoholiker oder Hartz IV-Empfänger oder als schwer Depressiver nicht gut. Ich denke, die meisten würden lieber anders leben. Das ist also keine Wertung, die ich mir aus den Fingern sauge.
Ein schwacher Antrieb ist eine Charaktereigenschaft, was denn sonst?
Das habe ich auch im „Mein Kampf“ gelesen. Hitler hatte Recht. Er muss rehabilitiert werden
Nicht diskussionswürdig :mrgreen:
Du naeherst dich dem Rassismus. Waere es so wie du sagst, gaebe es keinerlei Lernmoeglichkeit und Entwicklung im Menschen, da ja alles vorbestimmt ist. Im Geirn und Mutterleib.
Mehr als die Rassismus-Keule bringst du ja nicht. Dabei ist das eine absolute Thema-Verfehlung. Es geht um Unterschiede zwischen Individuen, nicht zwischen Rassen. Und dass Charakter- und kognitive Eigenschaften eine hohe Erblichkeit haben, und darüber hinaus durch die Entwicklung des Gehirns in der Schwangerschaft beeinflusst werden, steht wissenschaftlich außer Frage.
Warum plaedierst du nicht gleich fuer die Genomanalyse, damit wir den Dreck von faulen Charaktern sofort ausmerzen koennen?
Ich bin ja dafür, die Präimplantationsdiagnostik in einem viel größeren Stil anzuwenden. Damit könnte man nicht nur die meisten Erbkrankheiten ausrotten, sondern in einigen Jahren auch nach Eigenschaften wie Intelligenz screenen.

Und eine schwere psychische Krankheit als "verkorkstes Leben" abzuwerten, ist schon ein starkes Stueck Selbstherrlichkeit.
Wie gesagt: Du denkst offenbar immer noch, dass ich "verkorkst" im Sinne von "selbst schuld" meine. Ich meine aber das genaue Gegenteil.

Wir sprechen von "verkorkst" und nicht von Optimal. Und: wer bestimmt was Optimal ist? Der Richter? Frau Merkel? Der Homosexuelle? Du?
Alles was nicht optimal ist, ist fuer dich also verkorkst. Du erwartest doch nicht, dass man mit jemanden, der eine solche Einstellung hat, diskutieren koennte.
Merke: Es gibt kein optimales Leben!
Nein, aber es gibt bessere und schlechtere Lebensqualität.


Du scheinst ein seelisch sehr armer Mensch zu sein, wenn du das Menschsein auf reine Biologie reduzierst. Spiritualitaet, Liebe, Zuwendung; alles Teil der Naturwissenschaft? Neurologisch optimiert, genetisch festgelegt? Wou!
Für alle menschlichen Gefühle und Handlungen gibt es neurologische Grundlagen.
Ich gehe davon aus, das beim Tod eines deiner Angehoerigen dann ein Biologe dich troestet und ein Chemiker dir Mut zuspricht.
Ja und? Das Wetter wird auch nicht von Teilchenphysikern hervorgesagt, sondern von Meteorologen. Trotzdem ist das Wetter ein rein physikalisches Phänomen.
Frage deinen naechsten Blumenhaendle oder Gaertner.
Das ist natürlich eine Superquelle :roll:

Bitte beim nächsten mal nicht solche Romane schreiben, zumal da eine erhebliche Redundanz drinsteckt.
Ich habe gelernt zu gestalten und nicht einfach zu behaupten, wie du es tust.
Dein "Nicht diskussionswuerdig" ist eine Bewertung. Sie zeugt von deiner Ueberheblichkeit.
Alles was du schreibst klingt bewertend. Ob du es anders "meinst" kann ich nicht riechen. So wie der Satz "Nicht diskussionswuerdig" bewertend ist. DU bewertest, was es Wert ist zu diskutieren. Du hast also den Alleinvertretungsanspruch.

Du kommst mir vor wie der Blinder, der sich nicht mal vorstellen kann, dass es Farben gibt. Fuer dich gibt es nur Leid. Alle leiden. Und sind Opfer. Gut dass es einen gibt, der das alles durchschaut. Dich.
Das ist dein Denkfehler.

Zitat: "Ich denke, die meisten Menschen - auch die Betroffenen - finden ein Leben als Alkoholiker oder Hartz IV-Empfänger oder als schwer Depressiver nicht gut. Ich denke, die meisten würden lieber anders leben. Das ist also keine Wertung, die ich mir aus den Fingern sauge."

Nicht diskussionswuerdig. Es sei denn du bringst objektive Statistiken die dich bestaetigen. Ansonst ist es leere Behauptung.
Weil DU diese Menschen als Opfers siehst - ohne zu wissen, ob es ihnen ueberhaupt Recht ist, von dir als Opfer missbraucht zu werden.

Es gibt Menschen , die sich im Leid wohl fuehlen. Es gibt Alkoholiker , die sich in der Krankheit wohl fuehlen. Es gibt Arbeitlsose , die sich darin wohl fuehlen.
Lese mal "Kapitulatiopn. Aufstieg einer Krankheit". Ueber Alkoholiker. Koennte ein Lernprozess werden.

Noch ein Zitat: "Ich bin ja dafür, die Präimplantationsdiagnostik in einem viel größeren Stil anzuwenden. Damit könnte man nicht nur die meisten Erbkrankheiten ausrotten, sondern in einigen Jahren auch nach Eigenschaften wie Intelligenz screenen."

Himmler war nichts gegen dich. Bevor du "nicht diskussionswuerdig" meinst, mach dich sachkundig, das fehlt dir naemlich, und lese mal was ueber Lebensborn e.V. :mrgreen:
Gute Nacht (aber da steckst du wohl schon lange drin) .
Gesperrt