Schierlingsbecher

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Seit Jahren
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Schierlingsbecher

Beitrag von Seit Jahren »

Schierlingsbecher ist die Bezeichnung für den Becher, in dem sich in der Antike ein Getränk aus dem Saft des Gefleckten Schierlings befand, das bei Hinrichtungen und freiwilligen Selbsttötungen zur Vergiftung verwendet wurde. Der Verurteilte leerte den Becher und führte damit selbst seinen Tod herbei. Mit dem Begriff „Schierlingsbecher“ wird hauptsächlich die Hinrichtung des Sokrates 399 v. Chr. verbunden. Er heißt auf Griechisch kōneion (κώνειον). [...]"

"Bei einer Vergiftung bewirkt das enthaltene Coniin eine von den Füßen her aufsteigende Lähmung des Rückenmarks, welche schließlich zum Tod durch Atemlähmung führen kann. Der Vergiftete erstickt bei vollem Bewusstsein. Nur wenn der Verurteilte schnell und schmerzlos aus dem Wege geräumt werden sollte – und das war meistens bei politischen Gegnern der Fall –, wurde dem Schierlingsbecher betäubender Mohnextrakt beigegeben. [...]


Quelle


Coniin wird von Schleimhäuten und der intakten Haut gut resorbiert und entfaltet eine Nicotin- und Curare-ähnliche Giftwirkung, wobei die motorischen Nerven zunächst erregt, später jedoch gelähmt werden. Bei Berührung mit dem Saft der Pflanze kann eine Hautreizung, einhergehend mit Brennen, auftreten. Coniin ist bei der Einnahme durch einen besonders charakteristischen, brennenden Geschmack erkennbar. Im Hals- und Rachenbereich ruft es nach der Einnahme Mundschleimhautreizungen sowie vermehrten Speichelfluss hervor. Schwindel, Atemnot, Bronchialspasmen, Bewusstseinstrübung, Sehstörungen und Lähmungserscheinungen sind weitere Symptome. Die tödliche Dosis des Stoffes beträgt bei erwachsenen Menschen etwa 500 mg, was sechs bis sieben Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht entspricht. [9] Der Tod tritt nach 0,5 bis 5 Stunden bei vollem Bewusstsein durch Lähmung der Brustkorbmuskulatur ein. [...]

Quelle




Die ganze Pflanze ist sehr stark giftig. Hauptsächlich kommt es zu Vergiftungen, wenn die Früchte mit Anis oder Fenchel verwechselt wurden oder die Wurzel mit denen von Petersilie oder Meerrettich. Aber die Gifte können nicht nur über den Darm, sondern auch über die Haut aufgenommen werden. Die mittlere tödliche Menge (LD50) für den Menschen beträgt gemäß der Literatur oral ca. 10 mg/kg Körpergewicht und intravenös ca. 3 mg/kg Körpergewicht. Das heißt, daß bei einem erwachsenen Menschen ca. 0.5-1.0 Gramm reines Coniin tödlich sind. Wenn man von einem Gehalt von 1% der Früchte ausgeht, entspricht das 50-100 g Früchte, Abweichungen nach oben und unten möglich. Bei Tieren ist die Giftigkeit sehr unterschiedlich: Schafe sind relativ unempfindlich (240 mg/kg i.m.), für Kühe reichen aber schon 16 mg/kg Körpergewicht i.m. [...]

Quelle



Was haltet ihr von dieser Methode?
Zuletzt geändert von Seit Jahren am Montag 20. Juni 2016, 18:23, insgesamt 2-mal geändert.
Conium
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Re: Schierlingsbecher

Beitrag von Conium »

Auch wenn mein Nickname der wiss. Name von Schierling* ist, halte ich von dieser Methode nicht viel.
Für einen Laien ist der Schierling nicht so leicht bestimmbar. Er gehört der Familie der Doldenblütler an. Die haben meist sowieso weiße Blüten, selten auch gelbe. Sie sind im Habitus oft sehr ähnlich.
In Deutschland kommt Conium maculatum zwar recht häufig vor, ist aber sehr unterschiedlich verteilt. Noch giftiger soll sogar der Wasserschierling (Cicuta virosa) sein aus der gleichen Familie.

http://www.floraweb.de/webkarten/karte.html?taxnr=1621


*genauer der gefleckte Schierling Conium maculatum
Seit Jahren
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Re: Schierlingsbecher

Beitrag von Seit Jahren »

Conium hat geschrieben:Auch wenn mein Nickname der wiss. Name von Schierling* ist, halte ich von dieser Methode nicht viel.
Wieso nicht? Und in Kombination mit Schlafmohn? Zum Beispiel alle 10 Minuten eine Dosis oder so.
Conium hat geschrieben:Für einen Laien ist der Schierling nicht so leicht bestimmbar. Er gehört der Familie der Doldenblütler an. Die haben meist sowieso weiße Blüten, selten auch gelbe. Sie sind im Habitus oft sehr ähnlich.
Hab ihn relativ sicher bestimmt und einen Sack voll gesammelt :wink:
Conium hat geschrieben:In Deutschland kommt Conium maculatum zwar recht häufig vor, ist aber sehr unterschiedlich verteilt. Noch giftiger soll sogar der Wasserschierling (Cicuta virosa) sein aus der gleichen Familie.
http://www.floraweb.de/webkarten/karte.html?taxnr=1621


*genauer der gefleckte Schierling Conium maculatum
Ich lebe nicht in Deutschland, hab aber für mich Schierlingsbestände gefunden. Sofern es wirklich Schierling ist. Hab Respekt vor Doldenblütlern, was die Bestimmung angelangt. Wie Du schon gesagt hast. Er hat auf jeden Fall die charakteristischen rot-bräunlichen Flecken, ich glaube die hat z.B. Hundspetersilie nicht oder?

Bin noch am recherchieren, optimal wäre es wenn sich das Ganze haltbar machen liesse. Am Besten trinkfertig. Beim Trocknen soll er an Giftigkeit verlieren, aber es gibt ja noch andere Möglichkeiten...
Peterchen
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Re: Schierlingsbecher

Beitrag von Peterchen »

Seit Jahren hat geschrieben:
Bin noch am recherchieren, optimal wäre es wenn sich das Ganze haltbar machen liesse. Am Besten trinkfertig. Beim Trocknen soll er an Giftigkeit verlieren, aber es gibt ja noch andere Möglichkeiten...
Das klingt nach einer guten Methode...

um in die Psychiatrie zu kommen.


Pflanzen sind schon deshalb unsicher, weil die Wirkstoffkonzentration stark variieren kann. Wenn man die Pflanze dann auch noch bearbeitet, ohne große Ahnung, wie sich das auf den Wirkstoffgehalt auswirkt, dann geht es stark in Richtung russisches Roulette.

Außerdem: Woher willst du wissen, wie viel Schlafmohn du brauchst, um die Giftwirkung zu verschlafen? Beim Chloroquin/Diazepam-Cocktail gibt es eine bewährte Dosierung. Bei Schlafmohn gibt es die vermutlich nicht, zumal auch hier wieder das Problem der unklaren Wirkstoffkonzentration hinzukommt.


Weiterhin verstehe ich nicht, warum solche Methoden überhaupt diskutiert werden, wenn mit der Kusch-Methode eine relativ sichere und leicht beschaffbare Methode existiert.
Seit Jahren
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Re: Schierlingsbecher

Beitrag von Seit Jahren »

Peterchen hat geschrieben:
Seit Jahren hat geschrieben:
Bin noch am recherchieren, optimal wäre es wenn sich das Ganze haltbar machen liesse. Am Besten trinkfertig. Beim Trocknen soll er an Giftigkeit verlieren, aber es gibt ja noch andere Möglichkeiten...
Das klingt nach einer guten Methode...

um in die Psychiatrie zu kommen.
Nur wenn ich ins Spital gehe oder so. Ausserdem habe ich mir vielleicht einen Smoothie mit selbstgesammelten Kümmel gemacht für den Magen.
Pflanzen sind schon deshalb unsicher, weil die Wirkstoffkonzentration stark variieren kann. Wenn man die Pflanze dann auch noch bearbeitet, ohne große Ahnung, wie sich das auf den Wirkstoffgehalt auswirkt, dann geht es stark in Richtung russisches Roulette.
Ich denke ab einer gewissen Menge kann man davon ausgehen, dass es tödlich ist. Egal ob der Pflanzenteil jetzt 0.1% oder 1% Coniin enthält. Der berühmteste Fall, Sokrates, ist ja daran gestorben. Man kann zumindest daran sterben.
Außerdem: Woher willst du wissen, wie viel Schlafmohn du brauchst, um die Giftwirkung zu verschlafen? Beim Chloroquin/Diazepam-Cocktail gibt es eine bewährte Dosierung. Bei Schlafmohn gibt es die vermutlich nicht, zumal auch hier wieder das Problem der unklaren Wirkstoffkonzentration hinzukommt.
Ich habe schon ein paar mal Schlafmohn konsumiert und kann es bis da abschätzen. Ob sich die Giftwirkung damit verschlafen lässt kann ich nicht sagen. Leider kann ich meiner Erfahrung nach die Schläfrigkeit auf die Seite schieben und dann ist es bald vorbei mit der Intensität der Wirkung. In Kombination mit dem Schierlingsbecher stelle ich es mir so vor, dass ich ein Schlafmohnkonzentrat herstelle und immer nachdosiere. Müsste noch recherchieren oder besser, experimentieren. Der Mohn wächst am selben Standort, zur gleichen Zeit. Dürfte keine grosse Sache sein mit der unklaren Wirkstoffkonzentration. Relativiert sich ja auch bei einer grösseren Menge, wenn manche Pflanzen aus irgendwelchen Gründen potenter oder weniger potent sind.
Weiterhin verstehe ich nicht, warum solche Methoden überhaupt diskutiert werden, wenn mit der Kusch-Methode eine relativ sichere und leicht beschaffbare Methode existiert.
Ich weiss nicht wie ich an Chloroquin kommen soll. Seid dem mein Tramadol am Zoll abgefangen wurde und ich zusätzlich für die Vernichtung CHF 300.- zahlen musste, bin ich da sehr vorsichtig. Es liegt einfach nicht drin, ich habe keinen einzigen Rappen momentan. Diazepam könnte man sich ja noch irgendwie verschreiben lassen. Weiss auch nicht ob ich das möchte. Fühle mich sehr stark mit Pflanzen verbunden. Zum Thema Methodendiskussion: das musst du wohl die Person fragen, die dieses Unterforum "Erfahrung mit Suizidmethoden" erstellt hat. Ich nutze dieses Angebot lediglich. :wink:

Hab meinen Schierling eingefroren, das Coniin gefriert bei -2 Grad. Werde natürlich recherchieren und ihn dann schonend weiterverarbeiten. :mrgreen:
dysthymo1
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Re: Schierlingsbecher

Beitrag von dysthymo1 »

Weiterhin verstehe ich nicht, warum solche Methoden überhaupt diskutiert werden, wenn mit der Kusch-Methode eine relativ sichere und leicht beschaffbare Methode existiert.
Tja, wenn man an das Märchen von der leichten Beschaffbarkeit glaubt, ist die Realität natürlich umso schwerer zu verstehen...
Peterchen
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Re: Schierlingsbecher

Beitrag von Peterchen »

dysthymo1 hat geschrieben:
Weiterhin verstehe ich nicht, warum solche Methoden überhaupt diskutiert werden, wenn mit der Kusch-Methode eine relativ sichere und leicht beschaffbare Methode existiert.
Tja, wenn man an das Märchen von der leichten Beschaffbarkeit glaubt, ist die Realität natürlich umso schwerer zu verstehen...
Dieses Forum ist nicht der richtige Ort für Beschaffungsfragen. Aber wenn du dir vor Augen hältst, dass Chloroquin eine übliche Reiseprophylaxe ist und in Ländern wie Frankreich sogar rezeptfrei verkauft wird, dann müsste dir einleuchten, dass die Beschaffung kein großes Problem darstellt.

@seit Jahren:
Nur wenn ich ins Spital gehe oder so. Ausserdem habe ich mir vielleicht einen Smoothie mit selbstgesammelten Kümmel gemacht für den Magen.
Abgesehen davon, dass das nicht sehr glaubwürdig klingt, zumal wenn deine Ärzte deine Vorgeschichte rausfinden: Das Hauptrisiko ist nicht der Zwangsurlaub in der Psychiatrie, sondern das Überleben mit Dauerschäden.
Ich denke ab einer gewissen Menge kann man davon ausgehen, dass es tödlich ist. Egal ob der Pflanzenteil jetzt 0.1% oder 1% Coniin enthält. Der berühmteste Fall, Sokrates, ist ja daran gestorben. Man kann zumindest daran sterben.
Dass man an etwas sterben kann, macht es nicht zu einem geeigneten Suizidmittel.
Seit Jahren
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Re: Schierlingsbecher

Beitrag von Seit Jahren »

Peterchen hat geschrieben:
dysthymo1 hat geschrieben:
Weiterhin verstehe ich nicht, warum solche Methoden überhaupt diskutiert werden, wenn mit der Kusch-Methode eine relativ sichere und leicht beschaffbare Methode existiert.
Tja, wenn man an das Märchen von der leichten Beschaffbarkeit glaubt, ist die Realität natürlich umso schwerer zu verstehen...
Dieses Forum ist nicht der richtige Ort für Beschaffungsfragen. Aber wenn du dir vor Augen hältst, dass Chloroquin eine übliche Reiseprophylaxe ist und in Ländern wie Frankreich sogar rezeptfrei verkauft wird, dann müsste dir einleuchten, dass die Beschaffung kein großes Problem darstellt.
Wie schon erwähnt habe ich keine 300.- übrig. Eine Frankreichreise ist wohl auch nicht viel günstiger. Momentan habe ich CHF 00.00. Ich habe den nächsten Monat noch nicht geplant, aber wahrscheinlich werde ich, wie üblich, auf minus irgendwas kommen. Gut vielleicht meinst Du eine Lügengeschichte erzählen, darüber, dass ich in ein Malarialand reise und es dann vor Ort in einer Apotheke erwerben. Naja, keine Ahnung.
Peterchen hat geschrieben:@seit Jahren:
Peterchen hat geschrieben:
Seit Jahren hat geschrieben: Nur wenn ich ins Spital gehe oder so. Ausserdem habe ich mir vielleicht einen Smoothie mit selbstgesammelten Kümmel gemacht für den Magen.
Abgesehen davon, dass das nicht sehr glaubwürdig klingt, zumal wenn deine Ärzte deine Vorgeschichte rausfinden: Das Hauptrisiko ist nicht der Zwangsurlaub in der Psychiatrie, sondern das Überleben mit Dauerschäden.
Ich habe keine "meine Ärzte". War einmal bei einem Arzt, der mein neuer Hausarzt werden sollte. Als ich wieder einen Termin bei ihm wollte nach Monaten, war er nicht mehr da. Hab dann einen Termin bei einem anderen gemacht, der mir gesagt hat ich soll zum Zahnarzt. Die Sprechstunde dauerte so ca. 5 Minuten. Wie sollte ein fremder Arzt meine Vorgeschichte rausfinden? Das mit den Dauerschäden ist etwas, was mich von Suizidversuchen abhält. Irgendwo muss ich es wohl "in Gottes Hände legen". Ich bin aktuell gut "eingestellt" auf ein opioidig wirkendes Legal High. Irgendwann wird es mir ausgehen und dann ist der Leidensdruck vielleicht hoch genug. Hätte neulich fast Paracetamol geschluckt. Trotzdem ich weiss, dass es höchstwahrscheinlich einen bleibenden Leberschaden gibt. Und ich jemand bin, der auf seine Gesundheit achtet und auch regelmässig mal fastet oder Engiftungstees trinkt. Wie gesagt, fast. Zu der Schierlingsgeschichte: ich werde es entweder "blind vor Schmerzen" tun, oder eben sehr gut durchdenken und dann entscheiden ob es sicher ist oder nicht. Perfekt wäre es, wenn ich es dann konservieren kann und die Möglichkeit habe, mich jederzeit umzubringen. Denn so wie es jetzt ist, habe ich diese Möglichkeit nicht. Keine Wahl. Keine Macht. Ich lebe nur weil ich keine andere Wahl habe. Kein besonders toller Grund.
Peterchen hat geschrieben:
Seit Jahren hat geschrieben: Ich denke ab einer gewissen Menge kann man davon ausgehen, dass es tödlich ist. Egal ob der Pflanzenteil jetzt 0.1% oder 1% Coniin enthält. Der berühmteste Fall, Sokrates, ist ja daran gestorben. Man kann zumindest daran sterben.
Dass man an etwas sterben kann, macht es nicht zu einem geeigneten Suizidmittel.
Ansichtssache. Du würdest staunen, woran man praktisch nicht sterben kann (es stirbt z.B. nur einer von hundert), und was dennoch allgemein als tödlich gilt. Weiss nicht wie es beim Schierling aussieht statistisch. Aber ich weiss ja jetzt immerhin, dass es verdammt viel davon braucht, jedenfalls für mein Empfinden. Der Fehler anderer Vergifteter könnte demzufolge sein, dass sie zu niedrig oder viel zu niedrig dosiert haben.
Peterchen
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Re: Schierlingsbecher

Beitrag von Peterchen »

Seit Jahren hat geschrieben:
Wie schon erwähnt habe ich keine 300.- übrig. Eine Frankreichreise ist wohl auch nicht viel günstiger. Momentan habe ich CHF 00.00. Ich habe den nächsten Monat noch nicht geplant, aber wahrscheinlich werde ich, wie üblich, auf minus irgendwas kommen. Gut vielleicht meinst Du eine Lügengeschichte erzählen, darüber, dass ich in ein Malarialand reise und es dann vor Ort in einer Apotheke erwerben.

Möglicherweise. Ansonsten musst du halt wieder zu Geld kommen. Aber auf gut Glück irgendeine stümperhafte, unsichere Methode zu probieren, ist der falsche Weg. Und du hast ja schon Erfahrungen in der Beziehung.

Ansichtssache. Du würdest staunen, woran man praktisch nicht sterben kann (es stirbt z.B. nur einer von hundert), und was dennoch allgemein als tödlich gilt.
Genau das ist doch der Punkt! Eine Dosis kann als "tödlich" gelten und trotzdem kann das Überleben (mit Folgeschäden) wahrscheinlicher sein als der Tod. Deshalb frisst man nicht irgendetwas, woran man sterben kann, sondern man wählt eine bewährte Methode.
Seit Jahren
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Re: Schierlingsbecher

Beitrag von Seit Jahren »

Peterchen hat geschrieben:
Seit Jahren hat geschrieben:
Wie schon erwähnt habe ich keine 300.- übrig. Eine Frankreichreise ist wohl auch nicht viel günstiger. Momentan habe ich CHF 00.00. Ich habe den nächsten Monat noch nicht geplant, aber wahrscheinlich werde ich, wie üblich, auf minus irgendwas kommen. Gut vielleicht meinst Du eine Lügengeschichte erzählen, darüber, dass ich in ein Malarialand reise und es dann vor Ort in einer Apotheke erwerben.

Möglicherweise. Ansonsten musst du halt wieder zu Geld kommen. Aber auf gut Glück irgendeine stümperhafte, unsichere Methode zu probieren, ist der falsche Weg. Und du hast ja schon Erfahrungen in der Beziehung.
Da Du ja bestens über meine Erfahrungen bestens bescheid zu wissen scheinst und auch bei fast allen meinen anderen Threads etwas geschrieben hast, dürfte Dir nicht entgangen sein, dass ich arbeitsunfähig bin und niemanden habe der mir Geld zusteckt. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich kein Lotto spiele. Meinen Methoden, denen allen mindestens viele Wochen aktiven Nachdenkens vorausgegangen sind, als stümperhaft zu bezeichnen, schiesst hier ein wenig am Thema vorbei, würde ich sagen.

Ich weiss, ich habe Dir in anderen Threads ein wenig rechtgegeben damit, dass sie planlos/unsicher sind. Wenn ich jedoch so tue als wäre ich eine Person mit einem gesunden Selbstwertgefühl, muss ich sagen, dass man das einfach so nicht sagen kann. Ich habe mich bereits als Kind intensiv mit Giftpflanzen befasst. Meine Exit-Bag Methode habe ich mit Hilfe meiner zahlreichen praktischen Erfahrungen mit "Sniffen" entwickelt. Die Kombimethode mit Erhängen ist ebenfalls durchdacht. Desweiteren bin ich mir sicher, dass ich, wenn ich mich innerlich voll für Suizid entscheiden könnte, mir die Pulsadern gekonnt aufschneiden würde (wie oft habe ich sie schon ertastet...) und von niemanden gerettet werden würde, da ich einen Zeitpunkt wählen würde, an dem ich ein paar Stunden ungestört bin. Noch mal zur Repetition: Nein, meine Mama würde nicht anrufen und sich Sorgen machen. Meine Methoden sind jedenfalls theoretisch für mich realistischer durchführbar als Kuschs.
Peterchen hat geschrieben:
Seit Jahren hat geschrieben:Ansichtssache. Du würdest staunen, woran man praktisch nicht sterben kann (es stirbt z.B. nur einer von hundert), und was dennoch allgemein als tödlich gilt.
Genau das ist doch der Punkt! Eine Dosis kann als "tödlich" gelten und trotzdem kann das Überleben (mit Folgeschäden) wahrscheinlicher sein als der Tod. Deshalb frisst man nicht irgendetwas, woran man sterben kann, sondern man wählt eine bewährte Methode.
Langsam geht es hier in die Richtung Schleichwerbung mit Deiner Kusch-Methode. Ich nehme an auf die spielst Du an, mit "bewährte Methode", oder? Sowieso: es ist wie ein Ping Pong. Ich glaube wir kommen auf keinen grünen Zweig damit. Was ich verstanden habe: du hältst offenbar nicht viel von der Methode mit dem Schierlingsbecher. Ist okay. Jedem das seine.

Weiterhin ist mir "aufgefallen", dass Du dir sehr gut Dinge merkst, die du hier abwerten kannst, aber Dinge wie "ich habe kein Geld und bin arbeitsunfähig" hingegen überhaupt nicht bei Dir hängenbleiben. Wieso ist das so? :?
dysthymo1
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Re: Schierlingsbecher

Beitrag von dysthymo1 »

Peterchen hat geschrieben:
dysthymo1 hat geschrieben:
Weiterhin verstehe ich nicht, warum solche Methoden überhaupt diskutiert werden, wenn mit der Kusch-Methode eine relativ sichere und leicht beschaffbare Methode existiert.
Tja, wenn man an das Märchen von der leichten Beschaffbarkeit glaubt, ist die Realität natürlich umso schwerer zu verstehen...
Dieses Forum ist nicht der richtige Ort für Beschaffungsfragen. Aber wenn du dir vor Augen hältst, dass Chloroquin eine übliche Reiseprophylaxe ist und in Ländern wie Frankreich sogar rezeptfrei verkauft wird, dann müsste dir einleuchten, dass die Beschaffung kein großes Problem darstellt.
Nur wird dir Chloroquin allein nicht reichen. Und wenn die Medikamente mal abgelaufen sind, geht das ganze von vorn los. Also eher etwas für akut suizidale, die trotzdem noch genug Zeit und Nerven für eine Ärzte-Odyssee und/oder Frankreich-Reise haben... nicht sehr realistisch. Aber diese Diskussion hatten wir schon mal.
Peterchen
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Re: Schierlingsbecher

Beitrag von Peterchen »

1. So schnell laufen die Medikamente nicht ab.

2. Auch Diazepam ist relativ einfach zu bekommen. Mir fallen aus dem Stegreif drei verschiedene Möglichkeiten ein.

Also wer mit der Kusch-Methode gehen will, der findet einen Weg, sich die Medis zu besorgen. Aber jetzt schluss mit dieser Diskussion, sonst kriegt der Mediator Blutdruck :)
dysthymo1
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Re: Schierlingsbecher

Beitrag von dysthymo1 »

Also wieder nur schwammige Verallgemeinerungen. Da schlafen dem Mediator höchstens die Füße ein.
TraurigER
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Re: Schierlingsbecher

Beitrag von TraurigER »

Ich möchte zurück zum Eröffnungspost kommen und zitiere:
Bei einer Vergiftung bewirkt das enthaltene Coniin eine von den Füßen her aufsteigende Lähmung des Rückenmarks, welche schließlich zum Tod durch Atemlähmung führen kann. Der Vergiftete erstickt bei vollem Bewusstsein. Nur wenn der Verurteilte schnell und schmerzlos aus dem Wege geräumt werden sollte – und das war meistens bei politischen Gegnern der Fall –, wurde dem Schierlingsbecher betäubender Mohnextrakt beigegeben. [...]
Willst du das???
Eine Lähmung die bei den Füssen beginnt und in der Lunge endet, während das Gehirn den ganzen Prozeß mitbekommt?
Mohnextrakt? Naja, vielleicht, aber ich glaube nicht, dass das obige Zitat die tatsächliche Prozedur beschreibt.
Pflanzen sind unzuverlässig, die eine hat mehr, die andere weniger Gift. Dazu muss man bei den meisten auch noch wissen, wie ich das Gift optimal extrahiere oder zu mir nehme.

Aber: Je exakter man den Suizid plant, je mehr man sich Zeit lässt und auch Rückschläge in der Methodenüberprüfung hin nimmt, desto eher wird es gelingen, egal welche Methode man wählt. Denke das gilt auch für Pflanzen.
Seit Jahren
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Re: Schierlingsbecher

Beitrag von Seit Jahren »

Will ich das? Ja. Nein. Keine Ahnung.

Das Ding ist, ich stelle es mir so vor, dass ich mich eher dazu überwinden kann einen Schierlingsbecher zu trinken als vor einen Zug zu springen oder mir die Pulsadern aufzuschneiden. Weil beim Schierlingsbecher vorerst mal nichts passiert. Es besteht quasi kein Zusammenhang zwischen dem Trinken und den Qualen die irgendwann einsetzen. Und wenn sie da sind sind sie eben da.

Soweit die Theorie.
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