Kann man sich nur selbst helfen?

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glycerine
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Kann man sich nur selbst helfen?

Beitrag von glycerine »

Würdet ihr sagen dass man sich eigentlich nur selbst helfen kann?
Dass lebensnotwendige medizinische Versorgung auch wichtig ist ist klar! Und dabei meine ich nicht Psychopharma, die meiner Meinung nach keine wirklich sichere Hilfe anbieten, weil sie vielen nicht helfen und die schlimmsten Nebenwirkungen haben können.
Deadly Snowflake

Re: Kann man sich nur selbst helfen?

Beitrag von Deadly Snowflake »

glycerine hat geschrieben:Würdet ihr sagen dass man sich eigentlich nur selbst helfen kann?
Dass lebensnotwendige medizinische Versorgung auch wichtig ist ist klar! Und dabei meine ich nicht Psychopharma, die meiner Meinung nach keine wirklich sichere Hilfe anbieten, weil sie vielen nicht helfen und die schlimmsten Nebenwirkungen haben können.
Gott, in einem thread willst du nichts von Psychopharmaka-Kritik wissen , dann argumentierst du selber so...ist dir das schon mal aufgefallen?
Ansonsten: natürlich kann man sich nicht nur selber helfen...warum diese Entweder-oder Frage? Fang mal an zwischen den Extremen zu denken...
glycerine
Beiträge: 932
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Re: Kann man sich nur selbst helfen?

Beitrag von glycerine »

O.K. Das mit den Psychopharmaka das ist ein schwieriges Thema, nur wenn jemand noch nie eine chronische Schizophrenie gehabt hat dann kann er nicht wirklich wissen wie sich das anfühlt, ich wäre ja prinzipiell dafür dass man Alternativen zu Psychopharmaka anbietet die man nicht in Tablettenform bekommt sondern bei denen man nichts an Chemie konsumieren muss, aber das ist eben derzeit noch zu kostenintensiv und nicht wirklich umfassend erforscht.

Ich sage so, ich würde diese Psychopharmaka nicht fressen wenn ich wüsste dass es eine Alternative bei der Behandlung einer chronischen Schizophrenie gäbe.
MelperRitus
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Re: Kann man sich nur selbst helfen?

Beitrag von MelperRitus »

Ich verstehe die Fragestellung sehr gut und schildere Dir meine Meinung zu dem Thema:

Ich war und bin teilweise so im Eimer, dass es zwangsläufig zu fremder Hilfe aus dem System heraus kommen musste und vielleicht auch wieder und erneut kommen wird, weil ich ja in dem System mitschwimmen möchte, soll oder muss und mir damit die Gelegenheit durch Therapie im System geboten wird.

Jetzt ist der Heiler nicht unbedingt der Heiler ansich. Der Heiler hat die Profession und macht das was der Heiler gelernt hat.

Im Mittelalter wäre ich durch Fremdeinwirkung, um die ich nicht betteln hätte müssen, längst drauf gegangen. Wenn ich Musik höre, bin ich froh am Leben zu sein. Ich bin auch mal gerne in die Schule gegangen, besonders gerne in meine Berufausbildung.

Medikamente nimmt man die, die einem der Arzt verordnet. Je besser man dort seine nicht gestellte Krankenakte erörtern kann, desto besser kann ein ordentlicher und gut gewählter Arzt medikamentös therapieren.

Als ich 1994 so schrecklich an der HLA-B27 positiven Quasimodo Arthritis den Bach runter gegangen bin, da konnte ich, weil ich noch die Kraft hatte, mit den Ärzten und weiss, hellblau, dunkelblauen Fach- und Kittelbüchern schwingen.

Im Alter der schweren Major Depression fehlt mir persönlich ehrlich gesagt der Antrieb- und auch die Konzentrationsfähigkeit, mich noch einmal so medizinisch intensiv mit einer Depression auseinanderzusetzen. Ich lasse DOC das versuchen.

Als ich mal mit einer Acht auf dem Rücken in die Geschlossene kam, es war gar nichts passiert, da sagte der Oberarzt nen paar Tage später am Bett zu mir: SIe haben die schwerste psychische Erkrankung die es gibt, die Zahlen sind schlecht, schlechter als bei Depression.

85% Selbsthilfe, 15 % Hilfe von Anderen. Das ist die Quote.

Ob Du eingehst wie eine trockene Kartoffel, ist den Anderen sowas von egal. Je mehr Probleme Du mitbringst, desto egaler wird es dem System.

Zu mir kamen mal die Polizei und die Feuerwehr. Herr M., wir müssen sie mitnehmen. Aber sowas von sofort.

Wenn man die Kraft, die Sinne und sein Ego hat, sein eigenes Leben zu Leben !? Es soll nichts schöner als das sein. Ich mache leichte Fortschritte. Gestern habe ich eine 21km Radtour gemacht, es war danach schön - das Gefühl, nicht währenddessen. Es war eine positive Quälerei, diese Höhenmeter rauf und wieder runter. Diese Radtour ist gar nicht schlecht.

Du hast - wenn auch mit Probs, das Zepter Deines Lebens noch in der Hand. höre gute Musik, mache Pflichterfüllungen und geniesse so gut es eben geht.
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