Chronische Dauerbauchschmerzen

Praktische Erlebnisberichte und Hilfestellungen aus der Foren-Community; erfolgreiche und gescheiterte Therapien; Erfahrungen mit Psychotherapien und Therapeuten

Moderatoren: Ludwig A. Minelli, Mediator

Thorsten3210
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Re: Chronische Dauerbauchschmerzen

Beitrag von Thorsten3210 »

Ja klar, ich musste ja auch zuerst darüber schmunzeln, und ich kenne das ja auch aus Filmen, die in der Zeit spielen. Untertanen wurde so angesprochen. Ich fürchte nur, Osiris meint es wirklich ernst damit (ich kenne ihn ja nicht)! Ausserdem irrt Osiris sich (Hörst Du, Osiris ? :mrgreen: ), denn es gibt ja nun mal einen klaren Zusammenhang zwischen Schmerzen und Depressionen (siehe obige Links), und ich weiss das deshalb so genau, weil ich mehrere Jahre (!) lang bei einem Schmerzforum mitmoderiert habe, dort war dieses Problem wwirklich an der Tagesordung, und ich habe dutzende Beiträge dazu geschrieben. Übrigens habe ich selber auch beides.
osiris
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Re: Chronische Dauerbauchschmerzen

Beitrag von osiris »

Depression und Schmerzen hängen übrigens IMMER eng zusammen.
Diese Aussage ist aufgrund des eingefügten "immer" definitiv falsch, da beides autark auftreten kann. Darein lässt sich auch keine Relevanz herbeireden.
osiris
Beiträge: 256
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Re: Chronische Dauerbauchschmerzen

Beitrag von osiris »

Depression und Schmerzen hängen übrigens IMMER eng zusammen.
Diese Aussage ist aufgrund des eingefügten "immer" definitiv falsch, da beides autark auftreten kann. Dies geht aus den bislang erwähnten Zitaten bei sorgfältiger und mutmasslich auch oberflächlicher Lektüre unmissverständlich hervor.
Thorsten3210
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Re: Chronische Dauerbauchschmerzen

Beitrag von Thorsten3210 »

Hoheit "osiris", ich erlaube mir - wenn Sie mir gütigst noch einmal wenige Minuten Ihre Aufmerksamkeit widmen würden - nochmal auf die in meinen vorherigen Beitrag genannten Links zu verweisen, in denen der Zusammenhang "chronische Schmerzen" und "Depressionen" ausführlich beschrieben wird. Damit beende ich diese Diskussion für meinen Teil - "Bis repetita non placent" - wie der Lateiner sagen würde :mrgreen: Schönen Tag noch, Thorsten.
Deadly Snowflake

Re: Chronische Dauerbauchschmerzen

Beitrag von Deadly Snowflake »

Thorsten3210 hat geschrieben:Wer ständig unter Schmerzen leidet, ist auch von einer Depression häufig nicht weit entfernt. Und umgekehrt. Welches von beiden die sprichwörtliche Henne und welches das Ei ist, ist dabei oft nur schwer zu entscheiden, kann aber Auswirkungen auf die Behandlung haben.
Ich denke, dass das Wörtchen häufig das entscheidende ist: "häufig" ist ja nicht dasselbe wie "immer". Immer impliziert, dass es keine Ausnahme gibt. Dass Depressionen ohne Schmerzen und Schmerzen ohne Depressionen nie vorkommen ist unwahrscheinlich (ich würde sagen, dass ich trotz 17 Jahre Schmerzen nie depressiv war). Das "immer" könnte allenfalls besagen, dass wer depressiv ist immer anfälliger ist für Schmerzen (und umgekehrt) im Vergleich zu Personen wo diese Symptome fehlen, ohne dass sich das `komplementäre` Symptom allerdings in jedem einzelnen Fall auch manifestieren müsste.
Thorsten3210
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Re: Chronische Dauerbauchschmerzen

Beitrag von Thorsten3210 »

@Deadly Snowflake, das Wort "immer" in diesem Kontext sollte eigentlich auch nur den Zusammenhang "chron. Schmerzen" und "Depressionen" nochmals unterstreichen bzw. hervorheben. Aber Du hast natürlich recht, streng genommen ist "immer" = 100%, also ohne irgendeine Ausnahme. Der Ausdruck "so gut wie immer" oder "beinahe immer" wäre da wohl präziser gewesen. Ich hatte aber im Laufe der Diskussion den Eindruck gewonnen, dass "osiris" grundsätzlich den Zusammenhang "Depression- Schmerzen" anzweifeln oder gar gänzlich in Abrede stellen wollte. Zum Bleistift durch seine Äusserung
Osiris hat geschrieben:Hä? Wo hat er denn diese Weisheit her?"
Und die pronominale Anredeform, die er verwendete - die kann man auch schnell im Sinne von "der da" als Beleidigung mißverstehen :roll: Ich kenne zwar diese Anredeform, habe aber in diesem Forum nicht damit gerechnet, sie hier anzutreffen und so angesprochen zu werden. Mir war nach der Lektüre seines Beitrages im ersten Augenblick so, als würde er "Der da" zu einem Dritten im Forum sagen :evil:
And
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Re: Chronische Dauerbauchschmerzen

Beitrag von And »

ich würd´ behaupten, das ist recht individuell (auch wenn es gewisse symptom-parallelen gibt). ich habe bspw. selten depressionen & in jenen eigtl. nie schmerzen. dafür kenne ich somatische qualen im bauch, die weit über angst hinausgehen & für die es keinen medizinischen begriff gibt. diese verwandeln sich bei unterdrückung oft in extremen kopfschmerz mit suizidpotenzial.
doch im urprung ist es kein schmerz, keine depression, angst, auch kein psychotischer / mutipler zustand - & topt trozdem alles derart, dass es tag für tag nah am wahnsinn entlangschlittert. & niemand kann es genau benennen oder lokalisieren.
will sagen, es gibt offenbar zustände / prozesse, die irgendwo tiefer im menschlichen system stattfinden als es der verstand zu (be)greifen vermag & die in keine der bekannten schublädchen mehr passen...
Tornado

Re: Chronische Dauerbauchschmerzen

Beitrag von Tornado »

Da sich an meinem physischen und psychischen Zustand immer noch nichts geändert hat, sehe ich nur noch ein ganz kleines verschwommenes Licht am Ende des Tunnels. Aber in diesem Forum müsste ich mich mal durchlesen mit welchen Arten man "Die Türe hinter sich endgültig schliessen kann" Aber bis im August müsste ich sicher noch warten, bis meine kleinste Schwester die Lehrabschlussprüfung hinter sich hat. Aber Schlussendlich wird es wieder daran scheitern, dass ich keine "geeignete Methode" finde oder weil der Überlebenstrieb immer noch zu gross ist aus welchen Gründen auch immer.
glycerine
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Re: Chronische Dauerbauchschmerzen

Beitrag von glycerine »

wieso bist du dir denn so sicher dass es nicht psychisch ist?
wenn sie doch nichts körperliches finden können ist es doch möglich
Tornado

Re: Chronische Dauerbauchschmerzen

Beitrag von Tornado »

Nunja ich bin jetzt seit 1 Jahr in der Psychotherapie, paralell zur Physiotherapie und Schmerztherapie. Und weiter bin ich immer noch nicht. Auch die div. AD die ich schon probiert habe, haben überhaupt nichts geholfen, von den normalen Schmerzmittel bis und mit Morphium müssen wir gar nicht erst diskutieren die haben auch nichts gebracht.
Deadly Snowflake

Re: Chronische Dauerbauchschmerzen

Beitrag von Deadly Snowflake »

Tornado hat geschrieben:Nunja ich bin jetzt seit 1 Jahr in der Psychotherapie, paralell zur Physiotherapie und Schmerztherapie. Und weiter bin ich immer noch nicht. Auch die div. AD die ich schon probiert habe, haben überhaupt nichts geholfen, von den normalen Schmerzmittel bis und mit Morphium müssen wir gar nicht erst diskutieren die haben auch nichts gebracht.
Welches AD? Solche mit dem Wirkstoff Amitriptylin?
Tornado

Re: Chronische Dauerbauchschmerzen

Beitrag von Tornado »

Zur Zeit Valium, Cypralex und Zolpidem. Bisher ohne Wirkung.
Deadly Snowflake

Re: Chronische Dauerbauchschmerzen

Beitrag von Deadly Snowflake »

Tornado hat geschrieben:Zur Zeit Valium, Cypralex und Zolpidem. Bisher ohne Wirkung.
Folgende habe ich probiert gegen chronische Schmerzen, mit unterschiedlichem Erfolg: Lyrica (Antikonvulsiva): zu starke Nebenwirkungen, Amitriptylin: teilweise wirksam (Saroten: selber Wirkstoff aber retard, mit deutlich schlechterer Wirkung), Cymbalta: keine Wirkung aber starke Nebenwirkungen, Nortrilen: keine Wirkung. Diese AD werden gegen neuropathisch bedingte chronische Schmerzen eingesetzt, ob ein Versuch bei dir angebracht ist, kann ich allerdings nicht beurteilen.
Tornado

Re: Chronische Dauerbauchschmerzen

Beitrag von Tornado »

Lyrica, Cymbalta und Saroten hab ich auch schon durch. Plus Rückenmarkspritze und wie gesagt halt die üblichen Schmerzmitteln bis zu Morphin. Die Narben wurden auch schon unterspritzt. Nortrilen hatte ich auch schon, die sind doch mehr zum schlafen wie z.B. Zolpidem oder Remeron?
And
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Re: Chronische Dauerbauchschmerzen

Beitrag von And »

es gibt in DE zigtausende mit sog. seltenen, unbekannten oder unerkannten krankheiten. in marburg existiert DE-weit einzigartig das "Zentrum für unerkannte Krankheiten". vllt. eine chance für dich, eine diagnose zu finden. http://www.ukgm.de/ugm_2/deu/umr_zuk/27260.html
glycerine hat geschrieben:wieso bist du dir denn so sicher dass es nicht psychisch ist?
wenn sie doch nichts körperliches finden können ist es doch möglich
dass körperl. leid sich irgendwann auch chronisch auf die psyche niederschlägt bzw. wechselseitig wirkt, ist ja eine mttlw. wohlbekannt. die technisierte gesellschaft & medizin funktionieren aber meist noch immer nach dem entweder-oder-prinzip. mit den oft entsprechenden folgen: physisches / örtliches gebundensein > soziale isolation > depressionen / ängste > suizidalität...
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