Psychiater wechseln?

Praktische Erlebnisberichte und Hilfestellungen aus der Foren-Community; erfolgreiche und gescheiterte Therapien; Erfahrungen mit Psychotherapien und Therapeuten

Moderatoren: Ludwig A. Minelli, Mediator

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Lilablau
Beiträge: 105
Registriert: Sonntag 11. November 2012, 18:54

Psychiater wechseln?

Beitrag von Lilablau »

Hallo!

Ich habe folgendes Problem: Ich bin jetzt seit ca. einem Jahr bei meinem Psychiater, wobei wir die letzten 6 Monate nur sporadisch Sitzungen hatten. Darüber war ich eigentlich auch froh, weil ich nie wirklich das Gefühl hatte, dass mir die "Gespräche" bei ihm etwas nützen. Es ging meistens eh nur um die Anpassung der Medikamentendosis. Was mich bei ihm störte, war, dass er öfters mal zu spät kam und mir auch oft die Termine verschoben hat. Und heute hat es mir nun endgültig "dr Nuggi useghaue". Ich hatte nach langer Zeit wieder einen Termin (der während meiner Arbeitszeit war) und ich war wie immer pünktlich da. Eine dreiviertel Stunde wartet ich, bis dann eine Mitarbeiterin von ihm kam und meinte, dass er heute nicht kommt. Er habe meine Handynummer nicht gehabt, weswegen er mir nicht Bescheid geben konnte. Das ist allerdings völliger Blödsinn, denn wir haben schon einige male telefoniert. Und das alles wo es mir im Moment so besch*** wie noch nie geht.

Nun ja, jetzt überlege ich halt ob und wie es wohl am besten ist weiterzumachen. Falls ich wechseln würde, müsste ich da nochmal zum Hausart? Oder muss ich das direkt mit der Krankenkasse regeln? Oder kann man einfach selber zu einem anderen gehen?
Ach ja, ich lebe in der Schweiz.

Eigentlich habe ich gar keine Geduld und Kraft mehr mich darum zu kümmern. Aber einfach gar nichts mehr zu machen, ertrage ich auch nicht. Und leider bin ich auch noch sehr wählerisch, weil es mir wahnsinnig schwer fällt einem wildfremden Menschen zu vertrauen und mich zu öffnen...
Ich hoffe der eine oder andere von euch kann mir helfen.
Glg
Lilablau
the passenger
Beiträge: 54
Registriert: Dienstag 26. November 2013, 04:57

Re: Psychiater wechseln?

Beitrag von the passenger »

Hallou,

gaaaaaanz klar, da muß n neuer her, sowas geht ma gar nich. End der Saftladen, superdünne Ausrede. Weis nich wie das in der Schweiz is, klär das mal mitte Kasse ab. In D is das kein Ding, hir kann man einfach beim anderen n Termin holen und Ende, dauert allerdings immer so 3 Monate, also vorher ausrechend Gift horten :wink:, auch da weis ich nich wie das in der Schweitz ist, also auch da Kasse anrufen, in D darf sogar der Hausarzt übergangsweise Pillen schmeißen, wenn die Befunde vorliegen und daraus die Regelmedikamentation hervorgeht. Anderes Thema is, obs der neue dann besser macht, aber versuchen würd ichs. Sind eh alles Pfeifen, der letzte richtige Psychater, sprich der Pillen schmeißen und labern darf, ist mir vor gut 8 Jahren begegnet und mittlerweile leider verstorben. Der war der Held, man kam rein, er verzog keine Miene, er begrüßte einen Sachlich neutral, sah einen ca. 3-4 sekunden an, schrieb, sagte manchmal dies und das, was immer stimmte, fragte ob noch was währe und fertig. Da mußte man nichts sagen, der Mann SAH was mit einem los war und so muß das auch sein. Aber leider leider.... sind die Zeiten schlecht und jeder dahergelaufene Dorfwilli, der gerade mal mit ach und krach seinen Schein gekriegt hat, darf hir mit den übelsten Pillen rumschmeißen und n haufen Geld damit machen.
the passenger
Beiträge: 54
Registriert: Dienstag 26. November 2013, 04:57

Re: Psychiater wechseln?

Beitrag von the passenger »

Ach ja, wenn du abkac.kst, sprich garnich mehr klar kommst, frag die Kasse auch gleich, welches Spital für deine Gegend zuständig ist, da kannst du, so wie ich das kenne, rund um die Uhr als Notfall aufschlagen. Is zwar nich toll, aber es lebt sich doch gleich viel entspannter, wenn man weis wohin, wenn die Wände mal wieder zu nahe kommen. :wink:
Hans
Beiträge: 247
Registriert: Mittwoch 6. Juli 2011, 18:57

Re: Psychiater wechseln?

Beitrag von Hans »

Also mein Psychiater kennt mich nicht im Detail, er ist aber entsprechend abgezockt. Die KK ging mir einmal auffen Sack bei 78 Wochen Krankheit. Er so, ach ich schreibe sie so lange krank, wie es dauert.

Benzos gibt er mir nicht, Pülleken Promethazin, damit darf ich spielen.


Er sagte jetzt Ende Dezember, dann werden wir wohl mal bald so im April die Rente beantragen. Ich so, kriegt man die Rente einfach so durch. Er so nein, braucht meistens zwei Anläufe.

Der Typ ist voll korrekt.

Ich ihm gebeichtet, 60mg Tavor 3x 20mg vonne Hausärztin. Er so, ihre Alkoholsucht ist ein Dreck gegen ihre Benzosucht, die sie psychisch schon entwickelt haben. Sie sind bereits abhängig, körperlich noch nicht und das behalten wir auch so bei. Ich appeliere da an Ihren Verstand. Wenn Sie vollkommen durch den Wind sind und wir brauchen dann Benzos, dann ja, aber nicht im Operativen Tagesgeschäft. Das sind meine stärksten Waffen unter noch stärkeren Waffen.

Ich so, ja ich will die auch nur wenn ich inne Notaufnahme tiger. Er so ja vom Notarzt verordnet kurzfristig ist ok. Aber nicht jeden Tag...
the passenger
Beiträge: 54
Registriert: Dienstag 26. November 2013, 04:57

Re: Psychiater wechseln?

Beitrag von the passenger »

Hmm, das mit der Rente kann ich so nich stehen lassen, da hat er herzlich wenig zu melden. Er gibt die Befunde nach Berlin und die melden dann. Allerdings mach ich mir da wenig sorgen. Wenn wirste die ersten 3x2 Jahre sowiso nur immer für ebend besagte 2 Jahre geschrieben, war zumidest bei mich so, doch begab es sich vor nem Monat, das ich die "t7" in Briefkasten hatte und nu is bis 2047, toll, getz wos eh nix mehr bringt.
glycerine
Beiträge: 901
Registriert: Mittwoch 9. Mai 2012, 16:13

Re: Psychiater wechseln?

Beitrag von glycerine »

ich habe eine befristete rente wegen meinem nervenleiden(schizophrenie+depressionen)
perry
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Registriert: Samstag 13. November 2010, 15:53

Re: Psychiater wechseln?

Beitrag von perry »

Hallo,

@lilablau: ähnliche Erfahrungen hatte ich mit mehreren gemacht, bei meinem letzten Plüschiater, nein - der letzte war Psychologe - hat er mich während der insgesamt 4 Sitzungen die ich hatte die ersten beide Male jeweils ne halbe u. dreiviertel Std. warten lassen, die dritte Sitzung abgesagt als ich schon im Wartezimmer saß (ca. 40 Min.) und beim vierten Mal bin ich nach ca 40 min. gegangen mit nem schönen Gruß das er mich mal kann.
Weiß nicht was die Leute sich einbilden, klar hat man grad als Doc in dem Bereich keinen Einfluss auf "Notfälle" oder besondere Krisen aus seinem Patientenstamm die einem mal den Terminkalender durcheinander würfeln. Aber wenn sich das so häuft, ...da hab ich echt kein Bock drauf. Abgesehen sitzt man dort ja nicht im Sonnenschein auf einer Parkbank sondern es dreht sich was im Köpfchen, das ist anstrengend, vorher, während, und nach einer Sitzung. Bei mir jedenfalls. Und jemand dann mehrmals bzw. immer wieder wie auf der Schlachtbank sitzen zu lassen ist absolut unprofessionell, meiner Meinung nach.
Also - auf jeden Fall neuen Psychiater suchen!

@Hans: Krass wie Dein Doc reagiert bzw. auch ernsthaft auf zB die Tavor angesprungen ist, sehr löblich der Herr Dr., ich kenne das quasi umgekehrt... nach dem Motto "ach, die können sie ruhig nehmen" auf meine Vorhaltungen hin, dass die Dinger so dermaßen schnell abhängig machen... Ich ärger mich heute noch das ich den betreffenden Arzt nicht sofort der Ärztekammer gemeldet hab.
(apropos: was wolltest du denn mit den 3x20 mg anstellen? :shock: ich hatte quasi "gegen meinen Willen" (siehe oben) 20 x 0,5 mg Tavor verschrieben gekriegt, von denen ich einmal zu nachtschlafender Zeit als ich dachte, ich dreh total durch eine halbe genommen (also 0,25 mg) und die hat mich so dermaßen weg geboxt... mag mir gar nicht vorstellen was dann 20 mg anstellen....
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